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Mikrobiologe: Nur 60-Grad-Wäsche tötet Bakterien zuverlässig

Mikrobiologe  

Nur 60-Grad-Wäsche tötet Bakterien zuverlässig

27.12.2019, 15:57 Uhr | dpa

Mikrobiologe: Nur 60-Grad-Wäsche tötet Bakterien zuverlässig. Achtung, Keimschleuder! Wer nicht ab und zu mit 60 Grad wäscht, hat irgendwann eine ganze Bakterienkolonie in seiner Waschmaschine.

Achtung, Keimschleuder! Wer nicht ab und zu mit 60 Grad wäscht, hat irgendwann eine ganze Bakterienkolonie in seiner Waschmaschine. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Kleve/Hamburg (dpa/tmn) - Schön feucht, meistens warm: Die Waschmaschine ist ein idealer Lebensraum für Bakterien. Deshalb sollte man zumindest ein- bis zweimal pro Monat das 60-Grad-Programm laufen lassen.

Nur so werden krankmachende Mikrorganismen zuverlässig getötet, erklärt Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal, in der Zeitschrift "Good Health" (Ausgabe 1/2020).

In der Regel sei die Wahrscheinlichkeit, sich über die Waschmaschine anzustecken, zwar relativ gering. Gesunde Menschen mit intaktem Immunsystem müssen es mit der Bakterienbekämpfung daher nicht übertreiben. Anders ist der Fall jedoch, wenn im Haushalt jemand mit eingeschränkten Abwehrkräften lebt: Babys etwa, Senioren, Schwangere oder Menschen mit Immunschwäche. Und auch, wenn daheim etwas Ansteckendes kuriert - Durchfall oder Fußpilz zum Beispiel - ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Der Experte empfiehlt in solchen Fällen, das Bunt- oder Kochwäscheprogramm mit 60 Grad sowie ein Waschpulver mit Bleiche - also kein Flüssigwaschmittel. Hygienespüler sind zur Bakterienbekämpfung eher nicht geeignet, weil sie gegen manche Erreger wie Darmbakterien machtlos sind.

Und auch ein Öko-Waschprogramm ist in solchen Fällen nicht der richtige Weg, so Bockmühl. In der Praxis sei die tatsächliche Temperatur da oft niedriger als 60 Grad. Das kompensieren die Hersteller zwar durch längere Laufzeiten, Krankheitserreger zeigen sich davon aber meist unbeeindruckt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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