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In der Corona-Krise: Wie Sie zu Ostern Ihre Stimmung aufhellen

MEINUNGCorona-Resignation ablegen  

Wie Sie zu Ostern Ihre Stimmung aufhellen

Eine Kolumne von Ulrike Scheuermann

02.04.2021, 17:36 Uhr
In der Corona-Krise: Wie Sie zu Ostern Ihre Stimmung aufhellen. Stimmung aufhellen: Wir können unsere Laune mithilfe einfacher Verhaltensänderungen deutlich beeinflussen. (Quelle: Getty Images/AaronAmat)

Stimmung aufhellen: Wir können unsere Laune mithilfe einfacher Verhaltensänderungen deutlich beeinflussen. (Quelle: AaronAmat/Getty Images)

Die Pandemie hat die Welt schon seit über einem Jahr im Griff – da kann auch das anstehende Osterfest nicht bei jedem für gute Laune sorgen. Drei einfache Mittel können jetzt helfen.

Das Wetterhoch der letzten Tage hat uns Wärme, Sonne und damit Frühlingsstimmung gebracht. Pünktlich zu Ostern soll das zwar wieder abklingen, aber Ihre gute Stimmung kann trotzdem bleiben. Sie haben nämlich Ihre Stimmungsaufhellung – viel tiefgreifender, als die meisten Menschen denken würden – selbst in der Hand. Wie Sie in guter Stimmung bleiben – und sogar der Corona-Resignation trotzen können.

Wir können unsere Stimmung mithilfe einfacher Verhaltensänderungen deutlich beeinflussen. Wenn wir in guter Stimmung sind, kann dieses (fast) alles in Ihrem Leben anders aussehen lassen – trotz der Probleme, Nöte und Sorgen, die ich nicht weg reden will. Aber: Je emotional stabiler Sie sind, desto besser sind Sie gesundheitlich und gedanklich gerüstet, um durchzuhalten und sogar auf neue Ideen zu kommen. 

Generell gilt: Selbstwirksamkeit – also das Gefühl, die Dinge in die eigenen Hände zu nehmen – hilft. Erst recht, wenn außenherum so vieles unsicher und unwägbar ist. 

Kleine Verhaltensänderungen – große Wirkung

Dass einfache Verhaltensänderungen so viel bewirken können, ist nach wie vor wenig bekannt. Ganz ohne Substanzen wie Medikamente, Kaffee und Schokolade können wir mithilfe von Tageslicht, Schlaf und Bewegung tiefgreifend auf unsere emotionale Stimmung einwirken.

Das sollten Sie ausprobieren, vielleicht auch, bevor Sie über den Gang zu einer Ärztin oder zu einem Psychologen nachdenken. … (Naja, natürlich betrifft das nicht diese Kolumne hier, die können Sie ruhig noch zu Ende lesen).

Probieren Sie erst einmal ein paar Tage und dann als Dauermaßnahme diese drei Dinge aus: 

1. Kopf hoch – in die Sonne

Halten Sie das Gesicht bewusst und oft in die Sonne! Egal, ob die sich gerade hinter Wolken versteckt oder am blauen Himmel strahlt. Ob Sie im Park sind oder in einer Nebenstraße, beim Frühstücken oder Telefonieren am Fenster: Halten Sie Ihr Gesicht täglich mindestens eine halbe Stunde in die Sonne, am besten am Vormittag.

Durch Corona kommt uns hier sogar vielfach eine Veränderung in den Jobroutinen zugute: Es wird üblicher, sogar bei Business-Telefonkonferenzen spazieren zu gehen beziehungsweise draußen oder am offenen Fenster zu sitzen. Keiner stört sich mehr daran, wenn die Vögel im Hintergrund zwitschern.

Wenn wir tagsüber nur bei künstlichem Licht drinnen hocken, bekommen wir nicht mit, wie gut uns Tageslicht tut. Vergleichen Sie mal, Sie werden den Unterschied bemerken. Und wenn Sie sich dann ab und zu an diesen Zusammenhang Ihres Wohlbefindens mit dem Tageslicht erinnern, werden Sie auch motiviert bleiben, das zur täglichen Routine zu machen.

2. Murmeltierschlaf priorisieren

Schlafen Sie, was die Nacht hergibt! Setzen Sie Ihren Schlaf auf Priorität Nummer eins, was Ihre Stimmung betrifft, und machen Sie ihn ab jetzt zur Chefsache. Je ausgeschlafener Sie sind, desto besser ist Ihr Wohlbefinden, das ist eine einfache Gleichung.

Schlafen zur Erholung: Vor allem die Traumschlafphasen, die verstärkt am Morgen auftreten, sind wie eine nächtliche Therapie. (Quelle: Getty Images/Geber86)Schlafen zur Erholung: Vor allem die Traumschlafphasen, die verstärkt am Morgen auftreten, sind wie eine nächtliche Therapie. (Quelle: Geber86/Getty Images)

Denn vor allem der REM-Schlaf, die Traumschlafphasen, die verstärkt am Morgen auftreten, sind wie eine nächtliche Therapie. Dieser neuesten und bahnbrechenden Erkenntnis der Schlafforschung widme ich mich in meinem nächsten Beitrag ausführlich. Als Psychologin bin ich von der Erkenntnis begeistert, was das Träumen – jetzt wissenschaftlich bewiesen – für die emotionale Beruhigung und Stabilisierung der Psyche bewirkt.

3. Bewegung muss nicht immer "Sport" heißen

Bewegen Sie sich! Am besten stündlich, zumindest ein paar Minuten. Es muss dabei nicht gleich Leistungssport sein. Ich kann Sie beruhigen, wir wissen heute, dass Sport gegen die (Ur-) Instinkte des Menschen geht. Jahrmillionen lang haben wir uns nur aus zwei Gründen bewegt: Erstens, wenn es sein musste, zur Nahrungssuche oder wenn ein Ortswechsel nötig wurde. Zweitens aus Spaß, als soziale Aktivität: zum gemeinsamen Spielen oder Tanzen. 

Wenn Sie sich also einfach nicht zur nächsten Fitness- oder Yoga-Session am Bildschirm aufraffen können und Ihnen beim morgendlichen Draußensein ganz flau wird im Angesicht der vielen eifrigen Jogger – das ist normal und kein Problem. Nehmen Sie es sich nicht übel und gehen Sie einfach eine Runde spazieren. Oder hopsen Sie am offenen Fenster oder dehnen Sie Ihren Körper ein paar Minuten. 

Nutzen wir diesen zweiten Corona-Frühling für die Stimmungsaufhellung in vollen Zügen. Erst recht, da das Wetter mithilft und uns zumindest angenehme Temperaturen beschert.

Verwendete Quellen:
  • Ulrike Scheuermann
  • Ulrike Scheuermann: Self Care – Du bist wertvoll. Das Selbstfürsorge-Programm. KNAUR BA-LANCE 2019. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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