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Bluthochdruck führt häufig zu diastolischer Herzschwäche

Gefährliches "Hochdruckherz"  

Bluthochdruck führt häufig zur Herzschwäche

08.05.2015, 13:40 Uhr
Bluthochdruck führt häufig zu diastolischer Herzschwäche. Hoher Blutdruck lässt auf Dauer die Herzwände verdicken - das schwächt das Herz.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hoher Blutdruck lässt auf Dauer die Herzwände verdicken - das schwächt das Herz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder zweite über 50-Jährige in Deutschland hat zu hohen Blutdruck. Bleibt dieser unbehandelt, drohen schwere Folgen fürs Herz. Laut der Deutschen Herzstiftung ist Bluthochdruck die häufigste Ursache für die sogenannte diastolische Herzschwäche, bei der sich der Herzmuskel allmählich verdickt. Professor Thomas Voigtländer vom Cardioangiologischen Centrum Bethanien in Frankfurt erklärt anlässlich des Europäischen Tags der Herzschwäche, was es mit dem "Hochdruckherzen" auf sich hat und wie man sich davor schützt.

"Herzschwäche ist ein zunehmendes Problem in Deutschland - auch, weil inzwischen viele Menschen den Herzinfarkt überleben", sagt Thomas Voigtländer. Patienten mit Herzschwäche seien inzwischen fast die größte Patientengruppe im Krankenhaus.

Hoher Blutdruck verdickt die Herzwand

Während bei einer systolischen Herzschwäche die Herzleistung - beispielsweise durch einen Infarkt verringert ist, sind die Veränderungen bei einer diastolischen Herzschwäche subtiler. Wie das "Hochdruckherz" entsteht, erklärt der Kardiologe so: "Aufgrund der Druckbelastung vermehren sich bei Hochdruckpatienten die Muskelzellen am Herzen - vorwiegend in der linken Hauptkammer".

Da diese neuen Muskelzellen jedoch schlechter durchblutet werden, wird die Herzwand dicker, ohne dass das Organ mehr Leistung bringt. Auf Dauer kommt es zu einer Füllungsstörung in der linken Herzkammer - das heißt, sie kann nicht mehr genügend Blut aufnehmen. Es folgen erste Symptome einer Herzschwäche.

Luftnot und geschwollene Beine

"Am Anfang merken Betroffene die Verdickung nicht", sagt Voigtländer. Im Laufe der Zeit allerdings komme es häufig zu Luftnot und geschwollenen Beinen. Spätestens jetzt müssen Betroffene handeln, wenn sie nicht noch mehr von ihrer Herzleistung verlieren wollen.

"Je früher die Herzschwäche entdeckt wird, desto besser ist sie behandelbar", so der Experte. In frühem Stadium reiche es oft schon, den Blutdruck medikamentös in einen gesunden Bereich unter 140/90 mmHg zu senken.

Änderung des Lebensstils senkt den Blutdruck

Eine milde Hypertonie lasse sich oft sogar mit einer Änderung des Lebensstils in den Griff bekommen - beispielsweise durch eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht. "Zehn Kilogramm weniger bewirken, dass der Blutdruck bis zu 10 mmHg sinken kann", erklärt Voigtländer. Auch Ausdauersport sei in dem Zusammenhang sehr wirksam.

In jedem Fall empfiehlt der Kardiologe, ab 50 Jahren regelmäßig seinen Blutdruck kontrollieren zu lassen. Wer ein familiäres Risiko mitbringt, am besten schon ab 40. Mit gut eingestellten Werten lässt sich das Hochdruckherz verhindern.

Weitere Informationen zum Thema "Diastolische Herzschwäche" sowie Tipps für Patienten mit Herzschwäche finden Sie auf den Seiten der Deutschen Herzstiftung. Zusätzlich bieten zahlreiche Kliniken bundesweit vom 5. bis zum 27. Mai Infostände und Gesundheitschecks zum Thema an.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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