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Studie: Vitamin D schützt nicht vor Depressionen

Aktuelle Studie belegt  

Vitamin-D3 kann das Depressionsrisiko nicht senken

08.08.2020, 15:00 Uhr | jb, t-online

Studie: Vitamin D schützt nicht vor Depressionen. Vitamin D3: Die Nahrungsergänzungsmittel sollen, laut älterer Studien, die Stimmung aufhellen. (Quelle: Getty Images/ironstealth)

Vitamin D3: Die Nahrungsergänzungsmittel sollen, laut älterer Studien, die Stimmung aufhellen. (Quelle: ironstealth/Getty Images)

Vitamin D kann das Depressionsrisiko von Frauen und Männern senken – so lautet die weit verbreitete Annahme. Eine neue Studie widerlegt diese Aussage jetzt. 

Mehrere Beobachtungsstudien zeigen, dass Menschen mit einem Vitamin D-Mangel auch ein erhöhtes Risiko für Depressionen haben. Eine neue, klinische Langzeitstudie, in der die Teilnehmer nicht nur beobachtet, sondern auch mit dem sogenannten Sonnenhormon behandelt wurden, widerlegt diese Aussage jetzt.

Keine Auswirkung auf Depressionsrisiko oder Stimmung

An der randomisierten Untersuchung von Dr. Olivia I. Okereke, assoziierte Professorin für Psychiatrie an der Harvard Medical School, nahmen 18.353 Frauen und Männer ab einem Alter von 50 Jahren teil. Sie hatten zum Beobachtungsbeginn weder Depressionen noch klinisch relevante, depressive Symptome. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurde der Hälfte der Probanden Ergänzungsmittel mit einem höheren Vitamin-D3-Gehalt verabreicht. Die andere Hälfte erhielt indes wirkungslose Placebo-Pillen.

Am Ende der Studie stellte das Forscherteam fest, dass die Probanden, denen das Vitamin D3 verabreicht wurde, kein signifikant geringeres Depressionsrisiko aufwiesen, als die Probanden aus der Kontrollgruppe. Auch eine Veränderung der Stimmungswerte, die während der Untersuchung kontrolliert wurden, konnte nicht festgestellt werden. Die Forscher schlussfolgerten demnach, dass die Einnahme von Vitamin D3 Depressionen nicht vorbeugen kann.

Doch trotz der Ergebnisse rät Dr. Okereke davon ab, Vitamin-D-Präparate zu entsorgen oder entsprechende, verschriebene Medikamente ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen. Dafür sei es noch nicht an der Zeit, so die Wissenschaftlerin.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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