• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Corona
  • Coronavirus-Impfstoff: Das ist bei den Impfungen zu beachten


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextUSA: NĂ€chstes umstrittenes UrteilSymbolbild fĂŒr einen TextWeltgrĂ¶ĂŸte Schokofabrik stoppt ProduktionSymbolbild fĂŒr einen TextNagelsmann liebt "Bild"-ReporterinSymbolbild fĂŒr einen TextSylt-Pendler sauer: "Party und Halligalli"Symbolbild fĂŒr ein VideoWimbledon: "Das ist nicht romantisch"Symbolbild fĂŒr einen TextHells-Angels-Legende ist totSymbolbild fĂŒr ein VideoFallschirmjĂ€ger trifft mit SchulterwaffeSymbolbild fĂŒr einen TextOlympia: Hoeneß kritisiert DemokratienSymbolbild fĂŒr einen TextTaliban in Kabul angegriffenSymbolbild fĂŒr ein VideoMassenschlĂ€gerei auf KreuzfahrtschiffSymbolbild fĂŒr einen TextNRW: Junge seit acht Tagen vermisstSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Moderatorin wĂŒtet gegen FirmaSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Das ist bei der Corona-Impfung zu beachten

Von t-online, dpa, mra

Aktualisiert am 26.12.2020Lesedauer: 8 Min.
Videografik zeigt: So funktionieren und wirken die gegen Corona entwickelten mRNA-Impfstoffe im menschlichen Körper. (Quelle: Glomex)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Die Corona-Impfung ist nun auch in Deutschland gestartet. Wer wird zuerst geimpft, welche Personen sind davon ausgenommen, und wie steht es um eine Impfpflicht?

Das Wichtigste im Überblick


Im Dezember wurde der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer auch in Deutschland zugelassen. Die ersten Menschen wurden bereits gegen SARS-CoV-2 geimpft. Jetzt stellen sich viele Fragen – vor allem zur Verteilung und zur Organisation der Impfungen.


Einfach erklÀrt: Die Etappen bis zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs

Die Entwicklung eines Impfstoffs startet mit der Arbeit im Labor. Zuerst muss das Virus analysiert und verstanden werden, ĂŒber welche Mechanismen der Erreger die Immunreaktionen des Körpers auslöst. Erst dann folgen die eigentlichen Etappen bis hin zur Zulassung. (Symbolbild)
Etappe 1 – Erprobung an Tieren: ZunĂ€chst wird getestet, wie wirksam und vertrĂ€glich der Impfstoff ist. Neben Affen nutzen Forscher bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 auch Frettchen und genetisch verĂ€nderte MĂ€use. (Symbolbild)
+4

Wie viele BĂŒrger in Deutschland könnten sofort eine Impfung bekommen?

1,3 Millionen. So viele Dosen will Biontech Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge noch dieses Jahr liefern. Das wĂŒrde unmittelbar in etwa fĂŒr genauso viele Menschen reichen, da die notwendige zweite Impfung erst spĂ€t im Januar anstĂŒnde. Bis Ende MĂ€rz kĂŒndigte Spahn jĂŒngst elf bis zwölf Millionen Dosen an. Da das PrĂ€parat zweimal verabreicht werden muss, wĂŒrde diese Menge in etwa fĂŒr fĂŒnfeinhalb bis sechs Millionen Menschen reichen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Medwedew: Sanktionen könnten als "Casus Belli" gewertet werden
Dmitri Medwedew: Der Ex-PrÀsident Russlands warnt vor Sanktionen.


Seit 8. Januar können zudem noch mehr Menschen mit dem Impfstoff aus einer Ampulle der Hersteller Biontech und Pfizer geimpft werden. Die europĂ€ische Arzneimittelbehörde EMA habe zugelassen, dass sechs statt bisher fĂŒnf Dosen aus einer Ampulle gezogen werden dĂŒrfen, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Wie sieht es 2021 aus?

Spahn geht davon aus, bis zum Sommer allen BĂŒrgern in Deutschland ein "Impfangebot" machen zu können, sofern weitere PrĂ€parate eine Zulassung erhalten. Neben dem Biontech-Impfstoff spielt auch das Mittel von Moderna eine Rolle, ĂŒber dessen Zulassung die EuropĂ€ische Arzneimittelagentur (EMA) bis zum 6. Januar entscheiden will.

FĂŒr beide Impfstoffe sind dem Gesundheitsministerium zufolge insgesamt 136,3 Millionen Dosen sicher, die nahezu alle 2021 geliefert werden könnten. Mit je zwei nötigen Dosen ließen sich so rechnerisch 68,2 Millionen BĂŒrger impfen, bei 83 Millionen Einwohnern in Deutschland.

Wollen sich ĂŒberhaupt so viele impfen lassen?

Wohl nicht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben derzeit etwa zwei Drittel der Deutschen das vor. Konkret gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber erst mal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Wo kann ich mich gegen Covid-19 impfen lassen?

Die Organisation der Corona-Impfungen lĂ€uft bereits seit Wochen auf Hochtouren. Die Bundesregierung ist fĂŒr die Beschaffung des Impfstoffs und die Auslieferung an die BundeslĂ€nder verantwortlich. Die Impfstoffe werden deutschlandweit an rund 60 Standorte verteilt – je nach Bevölkerungsanteil.

BundeslÀnder richten Impfzentren ein

In einer ersten Phase sollen die Covid-19-Impfungen ĂŒber Impfzentren in den einzelnen BundeslĂ€ndern verabreicht werden. Bis zum 15. Dezember sollten diese einsatzbereit sein. Dort wird dann mit UnterstĂŒtzung niedergelassener Ärzte oder TrĂ€gern wie dem Roten Kreuz geimpft. Es wird geschĂ€tzt, dass in einem Impfzentrum tĂ€glich mindestens 1.500 Menschen geimpft werden können, mancherorts sogar deutlich mehr.

In der Anfangsphase werden auch von den Impfzentren koordinierte mobile Impfteams vor allem in Alten- und Pflegeheime gehen. FĂŒr andere gefĂ€hrdete Menschen wird es eine telefonische oder digitale Terminvereinbarung geben, etwa ĂŒber Callcenter oder die bundesweit einheitliche Servicenummer 116117. In der zweiten Phase, wenn mehr Impfstoff fĂŒr die Allgemeinheit zur VerfĂŒgung steht, kann in normalen Arztpraxen geimpft werden.

Kann man sich auch beim Hausarzt impfen lassen?

Womöglich erst in einigen Monaten. Nach dem geplanten Start in den regionalen Impfzentren geht die KassenĂ€rztliche Bundesvereinigung (KBV) davon aus, "dass die Praxen vermutlich im Sommer impfen werden", sagte KBV-Chef Andreas Gassen. Die HausĂ€rzte seien darauf eingestellt, "schnell eine große Gruppe an Patienten zu impfen".

Wer wird zuerst gegen Covid-19 geimpft?

Angesichts der zunĂ€chst erwarteten vergleichsweise geringen Mengen dĂŒrfte der Impfstoff nicht fĂŒr alle BundesbĂŒrger reichen. Deshalb wurden Vorranggruppen definiert.

Erste PrioritĂ€t hĂ€tten demnach Ältere, Personen mit Vorerkrankungen sowie BeschĂ€ftigte in der Pflege und in KrankenhĂ€usern. "Unser Ziel ist es, dass bereits im Januar die ersten Risikogruppen und PflegebeschĂ€ftigten geimpft sind", heißt es von Spahn. Ebenso sollen Menschen in SchlĂŒsselstellungen in der Gesellschaft und fĂŒr die öffentliche Ordnung zuerst geimpft werden, also Mitarbeiter von GesundheitsĂ€mtern, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher.

So lief es bei der Schweinegrippe-Pandemie ab
Bei der Schweinegrippe 2009/2010 konnte kein Impfstoff fĂŒr die gesamte Bevölkerung produziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl, medizinisches Personal sowie systemrelevante Gruppen wie Polizei und Feuerwehr mit oberster PrioritĂ€t zu behandeln. Außerdem wurden chronisch Kranke, Kleinkinder und Schwangere vorrangig geimpft.

Wie kommt man zu einer Impfung?

Das ist in der Regel nur mit Termin möglich. FĂŒr ganz Deutschland kann zum Prozedere allerdings noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Die BundeslĂ€nder regeln die AblĂ€ufe selbst. Es gibt die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117, manche LĂ€nder haben aber ihre eigene Hotline. LĂ€nderspezifische Internetseiten und Apps bieten Informationen. Manche Landesregierungen schreiben ihre BĂŒrger direkt an, in anderen ist noch offen, wie sie Menschen potenziell ĂŒber Möglichkeiten zum Impfen benachrichtigen wollen.

Was steckt eigentlich in den Biontech-Impfdosen?

Das ist ein sogenannter mRNA-Impfstoff. Diese Art wurde nun erstmals fĂŒr den Menschen zugelassen. Das Mittel enthĂ€lt im Gegensatz zu herkömmlichen Impfstoffen keine abgeschwĂ€chten oder abgetöteten Viren, sondern lediglich eine Bauanleitung fĂŒr einen Bestandteil des Covid-19-Erregers. Diese Anleitung wird in Form eines sogenannten mRNA-MolekĂŒls in den Körper geimpft, wo dann die menschlichen Zellen selbst ein Protein (Eiweiß) des Virus herstellen. Das menschliche Immunsystem wird damit zur Bildung von Abwehrstoffen angeregt. Bei spĂ€terem Kontakt mit dem Coronavirus erkennt das Immunsystem das Protein wieder und kann den Erreger schnell gezielt bekĂ€mpfen.

Manche behaupten, der mRNA-Impfstoff verÀndere die Gene, stimmt das?

Das ist falsch. Das mRNA-MolekĂŒl wird von den Körperzellen komplett zerlegt. Die Impfung ist nicht in der Lage, in das menschliche Erbgut einzugreifen. "Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich", heißt es vom Paul-Ehrlich-Institut. Das Bundesgesundheitsministerium hat auch keinen Hinweis darauf, dass mRNA womöglich in DNA umgeschrieben wird.

Wie gut ist der Impfschutz?

In den bisherigen Tests schĂŒtzte das Biontech-PrĂ€parat zu 95 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung. Ob diese Wirksamkeit auch bei einem massenhaften Einsatz bei einer höheren Zahl an Ă€lteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen zu erreichen ist, wird sich erst in einigen Monaten zeigen.

Kann man nach einer Impfung andere noch anstecken?

Das ist bisher noch unklar. Bis spÀtestens Februar 2021 erwartet Biontech dazu genauere Erkenntnisse.

Wie lange wirkt die Impfung?

Auch das lĂ€sst sich jetzt noch nicht beantworten. Derzeit laufen Studien dazu. Erste Hinweise gibt eine noch nicht abschließend begutachtete US-Untersuchung von Menschen, die sich auf natĂŒrlichem Weg mit Sars-CoV-2 infizierten: Demnach waren bei diesen die Abwehrmechanismen ihres Immunsystems Monate spĂ€ter noch nachweisbar. Bei einer Impfung falle die Immunantwort gemeinhin effizienter aus, sagt etwa Carsten Watzl, Immunologe am Leibniz-Institut fĂŒr Arbeitsforschung der Technischen UniversitĂ€t Dortmund.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

MĂŒdigkeit, Kopfweh, Schmerzen an der Einstichstelle – das sind bei Impfungen ĂŒbliche Nebenwirkungen, auf die man sich einstellen muss. Nach Erkenntnissen einer im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie zum Biontech-PrĂ€parat kann es außerdem zu SchĂŒttelfrost, Durchfall oder Muskel- und Gliederschmerzen kommen, teilweise auch zu Fieber. Diese waren im Allgemeinen schwach bis mĂ€ĂŸig und klangen nach kurzer Zeit wieder ab. Experten halten sie fĂŒr nicht angenehm, aber sehen auch keinen Anlass fĂŒr grĂ¶ĂŸere Bedenken.

Loading...
Loading...
Loading...

Wie werden etwaige Nebenwirkungen ĂŒberwacht?

Die VertrĂ€glichkeit des Impfstoffs wird auch nach der Zulassung weiter ĂŒberprĂŒft. DafĂŒr setzt das zustĂ€ndige Paul-Ehrlich-Institut auf Meldungen von Herstellern, Ärzten, aber auch von Patienten. Das geht etwa ĂŒber die Plattform "nebenwirkungen.bund.de" oder eine App. Über die App werden Geimpfte etwa in bestimmten ZeitabstĂ€nden nach jeder Impfung nach gesundheitlichen Beschwerden befragt- oder auch, ob nach der Injektion noch eine Corona-Infektion auftrat.

MĂŒssen sich Allergiker Sorgen machen?

Nicht allzu sehr, sagt der PrĂ€sident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, Ludger Klimek. Allergische Reaktionen auf Impfstoffe seien nicht ungewöhnlich und kĂ€men sehr selten vor. "Nur sehr wenige Personen werden wohl aufgrund des Allergie-Risikos von einer Impfung ausgeschlossen werden mĂŒssen", sagt der Medizinprofessor. In der Biontech-Zulassungsstudie waren keine Patienten mit schweren Allergien dabei.

Wer haftet, sollte es doch zu SchÀden kommen?

DafĂŒr kommen dem Bundesgesundheitsministerium zufolge je nach Fall verschiedene gesetzliche Grundlagen in Betracht. Eine Haftung des Pharma-Unternehmens könne sich aus dem Arzneimittelrecht oder Produkthaftungsgesetz ergeben. "Außerdem gelten die allgemeinen Haftungsregelungen im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch", sagte ein Ministeriumssprecher kurz vor Weihnachten.

Wirkt die Impfung bei neuen Virusvarianten?

Vermutlich ja. Experten zufolge richtet sich die Immunreaktion des Körpers gegen mehrere Merkmale des Virus, einzelne Mutationen dĂŒrften sich daher nicht dramatisch auswirken. Biontech-Chef Ugur Sahin ist zuversichtlich: "Wir haben den Impfstoff bereits gegen circa 20 andere Virusvarianten mit anderen Mutationen getestet. Die Immunantwort, die durch unseren Impfstoff hervorgerufen wurde, hat stets alle Virusformen inaktiviert." Mit weiteren Informationen etwa ĂŒber die Mutation in Großbritannien wird es mehr Erkenntnisse geben.

Welche Personengruppen werden womöglich nicht geimpft?

Einige Personengruppen werden vorerst nicht gegen Covid-19 geimpft. Der Grund: Nach bisherigem Forschungsstand sind die Nebenwirkungen und Risiken noch nicht weit genug erforscht worden. Bei manchen Personen sind daher die Sicherheitsbedenken zu groß.

Bereits Infizierte werden nicht geimpft

Wer eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht hat, wird zunÀchst nicht geimpft. Laut der StÀndigen Impfkommission (Stiko) bestehe dazu keine Notwendigkeit. Unklar ist aber noch, ob Covid-19-Genesenen spÀter eine Impfung angeboten werden soll.

Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen mĂŒssen warten

Noch unklar ist, ob Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs, Blutungsneigungen und ImmunschwĂ€chen geimpft werden können. Der Grund: Sie wurden in den Impfstoffstudien nicht berĂŒcksichtigt und es gibt keine Belege, wie sie die Impfung vertragen.

Andere Risikopatienten mit beispielsweise Herzerkrankungen oder HIV hingegen haben an den Studien teilgenommen. Sie können geimpft werden.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Kinder erhalten vorerst keine Impfung

FĂŒr Kinder wird es laut dem Robert Koch-Institut (RKI) zunĂ€chst keinen Impfstoff geben, "da er bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genĂŒgend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnte". Das RKI nennt dafĂŒr folgende GrĂŒnde:

Beliebteste Videos
1
Fliegendes Hotel soll jahrelang in Luft bleiben
Symbolbild fĂŒr ein Video

Alle VideosPfeil nach rechts
  • Covid-19-Impfstoffe werden schwerpunktmĂ€ĂŸig fĂŒr Erwachsene entwickelt. Der Fokus liegt zunĂ€chst darauf, die zu schĂŒtzen, die am schwersten an Covid-19 erkranken. Das sind insbesondere Ă€ltere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen.
  • Kita- und Grundschulkinder scheinen nach bisheriger Kenntnis das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise anzutreiben und erkranken weniger hĂ€ufig und stark als Erwachsene.
  • Kinder sind aus ethischen GrĂŒnden generell nicht fĂŒr frĂŒhe Testphasen vorgesehen. Man stellt zuerst sicher, dass bei Erwachsenen keine Nebenwirkungen auftreten, bevor ein Impfstoff auch an Kindern getestet wird.
Kinder: Sie nehmen in der Regel nicht an Impfstoffstudien teil.
Kinder: Sie nehmen in der Regel nicht an Impfstoffstudien teil. (Quelle: izusek/getty-images-bilder)

Biontech und Pfizer testen Corona-Impfstoff an Jugendlichen

Allerdings sind dem RKI zufolge Impfstudien, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen, in Planung und wurden in kleinem Rahmen auch schon begonnen. Die Unternehmen Biontech und Pfizer etwa haben die Genehmigung von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten, ihren Corona-Impfstoff auch an Jugendlichen ab zwölf Jahren zu testen. Bislang waren die Probanden zwischen 18 und 85 Jahre alt.

Der britische Pharmakonzern Astrazeneca will seinen Corona-Impfstoff in einer Studien-Untergruppe in Großbritannien auch an Kindern von fĂŒnf bis zwölf Jahren testen. Auch der US-Hersteller Moderna hat angekĂŒndigt, eine Corona-Impfstoff-Studie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren zu starten.

An Schwangeren wurden die Covid-19-Impfstoffe noch nicht getestet

Auch schwangere Frauen nehmen ĂŒblicherweise nicht an Impfstoffstudien teil. Sie werden daher vorerst nicht den Corona-Impfstoff erhalten. Die Stiko empfiehlt darum, die engsten Kontaktpersonen von Schwangeren, also deren Partner, zu impfen.

Der Impfstoffhersteller Biontech kĂŒndigte Anfang Dezember aber an, dass Studien mit Schwangeren geplant seien. Ein konkretes Datum stehe aber noch nicht fest.

Wird es eine Corona-Impfpflicht geben?

Nein. Eine allgemeine Impfpflicht hat die Bundesregierung immer wieder klar ausgeschlossen. Ob etwa GeschĂ€fte oder Restaurants den Zutritt ohne Nachweis einer ImmunitĂ€t verwehren beziehungsweise wie sie dies kontrollieren könnten, wird wohl erst die Zukunft zeigen. Rechtsexperten sahen jĂŒngst ĂŒber das Hausrecht privater Besitzer durchaus die Möglichkeit, Ungeimpften den Zutritt zu verwehren.

Mit Blick auf einen verfĂŒgbaren Corona-Impfstoff bekrĂ€ftigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: "Ich gebe Ihnen mein Wort: Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben". Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, es werde keine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus in Deutschland geben. Die Entscheidung, sich impfen zu lassen, bleibe freiwillig.

Auch der Deutsche Ethikrat, die StÀndige Impfkommission und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sind gegen eine Impfpflicht. Impfungen setzten eine aufgeklÀrte, freiwillige Zustimmung voraus, erklÀrten die Wissenschaftsorganisationen.

Allenfalls beim Vorliegen schwerwiegender GrĂŒnde lasse sich fĂŒr eine klar definierte Gruppe von Menschen eine Impfpflicht rechtfertigen – etwa fĂŒr Mitarbeiter in stĂ€ndigem Kontakt mit Hochrisikopatienten.

Impfzentrum: Schon vorab wird der Ablauf zur Corona-Impfung geprobt.
Impfzentrum: Schon vorab wird der Ablauf zur Corona-Impfung geprobt. (Quelle: Stefan Puchner/dpa-bilder)

Muss ich fĂŒr die Corona-Impfung bezahlen?

Nein. Sie soll fĂŒr alle gratis sein. Die Kosten fĂŒr die Impfstoffe ĂŒbernimmt der Bund. Insgesamt rechnet Gesundheitsminister Spahn mit bis zu sechs Milliarden Euro fĂŒr die gesamte Impfaktion.

Die Bundesregierung unterstreicht, dass den BĂŒrgern fĂŒr eine Impfung keine Kosten entstehen sollen. "Die Impfung wird kostenlos sein", versicherte auch ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bereits Anfang Dezember. Dies werde unabhĂ€ngig von der Art der Versicherung gelten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Nicole Sagener
BundesregierungCDUCOVID-19CoronavirusDeutschlandFeuerwehrGroßbritannienImpfstoffJens SpahnPolizeiRKISchweinegrippeWHO
Beliebte Themen

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website