• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Russische Invasion - Krieg gegen die Ukraine:┬áSo ist die Lage


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextSteuerfreie Einmalzahlung geplant?Symbolbild f├╝r einen TextMehrere Raketenangriffe auf Kiew gemeldetSymbolbild f├╝r einen TextAir Force One landet in M├╝nchenSymbolbild f├╝r ein VideoSo luxuri├Âs wohnen die G7-StaatschefsSymbolbild f├╝r einen TextFrankreich: Regierungschefin bleibtSymbolbild f├╝r einen TextRonaldo-Berater heizt Ger├╝chte anSymbolbild f├╝r einen TextIntensivmediziner warnt vor Engp├ĄssenSymbolbild f├╝r einen TextKletterer st├╝rzen im Karwendel zu TodeSymbolbild f├╝r einen TextZahl rechter Gef├Ąhrder nimmt zuSymbolbild f├╝r einen TextDarum l├Ąuft heute kein "Fernsehgarten"Symbolbild f├╝r einen TextScholz fehlt auf S├Âders G7-FotoSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserRB Leipzig stellt Fu├čball vor Zerrei├čprobeSymbolbild f├╝r einen TextPer Zug durch Deutschland - jetzt spielen

Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Von dpa
Aktualisiert am 21.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Ein russisches gepanzertes Fahrzeug bewacht die Stra├če zum belagerten Stahlwerk Azovstal w├Ąhrend einer Evakuierung in Mariupol.
Ein russisches gepanzertes Fahrzeug bewacht die Stra├če zum belagerten Stahlwerk Azovstal w├Ąhrend einer Evakuierung in Mariupol. (Quelle: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Kiew/Moskau (dpa) - Nach Wochen heftiger K├Ąmpfe hat Russlands Armee eigenen Angaben zufolge das Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol komplett unter ihre Kontrolle gebracht.

Alle feindlichen K├Ąmpfer h├Ątten sich ergeben, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Samstag in Moskau mit. Die weitl├Ąufige Industrieanlage am Asowschen Meer war der letzte Ort in der strategisch wichtigen Hafenstadt im S├╝dosten der Ukraine, der noch nicht vollkommen unter russischer Kontrolle gestanden hatte.

Sluzki: Austausch der Mariupol-K├Ąmpfer im Gespr├Ąch

Aussagen des prominenten russischen Au├čenpolitikers Leonid Sluzki zufolge ist ein m├Âglicher Austausch der in Mariupol gefangen genommenen ukrainischen K├Ąmpfer gegen den prorussischen Politiker Viktor Medwedtschuk im Gespr├Ąch. "Wir werden die M├Âglichkeit eines Austauschs von Medwedtschuk gegen die Asow-K├Ąmpfer pr├╝fen", sagte Sluzki am Samstag der Agentur Interfax zufolge.

Seperatisten: 78 Frauen unter Asow-Kriegsgefangenen

Unter den im Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol in der S├╝dostukraine gefangen genommenen K├Ąmpfern sind laut den prorussischen Separatisten auch 78 Frauen. Der Chef der Donezker Separatisten, Denis Puschilin, sagte am Samstagabend der russischen Staatsagentur Tass zufolge, es seien zudem Ausl├Ąnder in russische Gefangenschaft gekommen. Eine Zahl nannte er zun├Ąchst nicht.

Selenskyj macht Westen mitverantwortlich

Die ukrainische Seite ├Ąu├čerte sich zun├Ąchst nicht zur angeblichen Einnahme des Werks. Nach Angaben aus Moskau kamen seit dem 16. Mai insgesamt 2439 ukrainische Soldaten, die sich in den Bunkeranlagen aus Sowjetzeiten verschanzt hatten, in russische Gefangenschaft. Am Freitag sei die letzte Gruppe von 531 K├Ąmpfern gefangen genommen worden, hie├č es. Das Stahlwerk war seit dem 21. April von russischen Truppen belagert worden.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Scholz will offenbar steuerfreie Einmalzahlung
Olaf Scholz spricht zur Presse in Br├╝ssel (Archivbild): Einem Bericht zufolge plant er Einmalzahlungen f├╝r die B├╝rger als Entlastung.


Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj machte - in einem noch vor der russischen Verk├╝ndung der Einnahme aufgenommenen Fernsehinterview - den Westen f├╝r die Entwicklung mitverantwortlich. Er habe die westlichen Staats- und Regierungschefs wiederholt aufgefordert, sein Land mit "geeigneten Waffen" zu versorgen, "damit wir Mariupol erreichen k├Ânnen, um diese Menschen zu befreien".

Der fr├╝here Nato-Generalsekret├Ąr Anders Fogh Rasmussen kritisierte den zur├╝ckhaltenden Kurs der Bundesregierung in diesem Punkt. Deutschland sei "zu z├Âgerlich bei der Lieferung schwerer Waffen und bei der Verh├Ąngung von Sanktionen", sagte der D├Ąne dem "Handelsblatt". "Nat├╝rlich ist Deutschland in hohem Ma├če von russischen Gasimporten abh├Ąngig, doch ich denke, eine klare Haltung der Bundesregierung w├╝rde die gesamte Dynamik in der Ukraine ver├Ąndern. Wir brauchen deutsche F├╝hrung." Rasmussen forderte einen sofortigen Stopp aller ├ľl- und Gasimporte aus Russland nach Europa.

Ukraine bef├╝rchtet weiteren russischen Vormarsch

Die Ukraine bef├╝rchtet derweil einen weiteren Vormarsch russischer Truppen. Der ukrainische Milit├Ąrgouverneur des Gebietes Luhansk, Serhij Hajdaj, meldete am Samstag massive Gefechte im Donbass. So steht etwa die ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk seit Tagen unter Beschuss, es gibt Tote und Verletzte. "Die Russen l├Âschen Sjewjerodonezk wie Mariupol aus. In den Vororten der Stadt laufen K├Ąmpfe", teilte Hajdaj im Nachrichtenkanal Telegram mit.

Der Gouverneur beklagte Bombardements aus der Luft in der Region, Russland wolle das Gebiet in Schutt und Asche legen. Zugleich wies er Aussagen von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, kurz vor der kompletten Einnahme der Region Luhansk zu stehen, als "Unsinn" zur├╝ck. Schoigu habe keinen ├ťberblick mehr ├╝ber die Lage seiner eigenen Streitkr├Ąfte.

Selenskyj: Haben der russischen Armee R├╝ckgrat gebrochen

Ungeachtet der Niederlage in der Hafenstadt Mariupol hat die ukrainische Armee nach ├ťberzeugung von Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj Russlands Streitkr├Ąften gro├čen Schaden zugef├╝gt. Die Ukraine habe der russischen Armee "das R├╝ckgrat gebrochen", sagte Selenskyj in einem am Samstag ausgestrahlten Fernsehinterview. "Sie werden die n├Ąchsten Jahre nicht mehr auf die Beine kommen", sagte der 44-J├Ąhrige. Kurz zuvor hatten sich die letzten mehr als 2400 ukrainischen Verteidiger der Hafenstadt im S├╝dosten des Landes ergeben und in russische Gefangenschaft begeben.

Kiew werde sich alles zur├╝ckholen, betonte Selenskyj. Eine R├╝ckkehr zu den Frontlinien von vor dem 24. Februar - der Tag, an dem Russlands Angriffskrieg begann - werde bereits als Sieg gelten. "Das wird bedeuten, dass sie uns nicht erobert und wir unser Land verteidigt haben", sagte der Staatschef. Der Weg dorthin werde jedoch sehr schwierig. Am Ende stehe dann die Diplomatie.

Biden setzt Milliarden-HIlfspaket in Kraft

US-Pr├Ąsident Joe Biden setzte das Milliarden-Hilfspaket der USA f├╝r die Ukraine derweil in Kraft. Biden unterzeichnete das entsprechende Gesetz am Samstag in Seoul bei seiner ersten Asien-Reise seit Amts├╝bernahme. Zuvor hatte der Kongress das Paket mit einem Volumen von fast 40 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) mit gro├čer Mehrheit beschlossen. Biden hatte den Kongress urspr├╝nglich um 33 Milliarden Dollar gebeten. Das Parlament stockte die Summe dann noch auf.

Aus dem Paket entf├Ąllt rund die H├Ąlfte der Gesamtsumme auf den Verteidigungsbereich. Davon sind sechs Milliarden Dollar f├╝r direkte milit├Ąrische Hilfe f├╝r die Ukraine vorgesehen. Mit weiteren Milliardenbetr├Ągen sollen unter anderem US-Lagerbest├Ąnde wieder mit milit├Ąrischer Ausr├╝stung aufgef├╝llt werden, die an die Ukraine geschickt wurde. Andere Mittel sind unter anderem vorgesehen f├╝r humanit├Ąre Hilfe f├╝r Fl├╝chtlinge aus der Ukraine oder f├╝r Menschen weltweit, die infolge des russischen Angriffskriegs Hunger leiden.

Fonds f├╝r Entsch├Ądigung gefordert

Wegen der massiven Zerst├Ârung in seinem Land brachte Selenskyj in seiner n├Ąchtlichen Videoansprache einen Fonds ins Gespr├Ąch f├╝r Entsch├Ądigungszahlungen an L├Ąnder, denen Russland mit Angriffen Schaden zugef├╝gt habe. Das k├Ânne in einem "multilateralen Abkommen" geregelt werden. Selenskyj schlug vor, russisches Kapital und Eigentum im Ausland einzufrieren oder zu beschlagnahmen und diesem neuen Fonds zuzuf├╝hren. "Das w├Ąre gerecht", meinte er.

Die Kriegssch├Ąden in der Ukraine summieren sich ukrainischen Sch├Ątzungen zufolge schon jetzt auf Hunderte Milliarden Euro. Russland hatte Ende Februar seinen Angriff auf das Nachbarland begonnen.

Ukraine-Kontaktgruppe will beraten

Die neue internationale Ukraine-Kontaktgruppe will sich am Montag erneut zusammenschalten. Das US-Verteidigungsministerium k├╝ndigte an, das Treffen werde diesmal per Video abgehalten. Mit dabei seien Vertreter von mehr als 40 L├Ąndern.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte Ende April Partner aus rund 40 Staaten zu einem Treffen auf dem US-Luftwaffenst├╝tzpunkt im rheinland-pf├Ąlzischen Ramstein eingeladen, um ├╝ber Hilfe f├╝r die Ukraine zu beraten. Dort hatte er k├╝nftige Treffen der Kontaktgruppe im Monatsrhythmus in Aussicht gestellt.

Russische Angriffe gehen weiter

Selenskyj machte Russland auch f├╝r einen Raketenangriff auf ein Kulturzentrum im Osten des Landes mit acht Verletzten verantwortlich. Bei dem Beschuss in der Stadt Losowa im Gebiet Charkiw sei auch ein elf Jahre altes Kind verletzt worden, schrieb das Staatsoberhaupt im Nachrichtenkanal Telegram. "Die Besatzer haben Kultur, Bildung und Menschlichkeit als ihre Feinde identifiziert." Russland wiederum warf der Ukraine vor, zivile Objekte f├╝r milit├Ąrische Zwecke zu missbrauchen.

Russland weitet Einreiseverbote gegen USA und Kanada aus

Als Reaktion auf westliche Sanktionen weitete Russland Einreiseverbote gegen US-Amerikaner und Kanadier aus. Das Au├čenministerium in Moskau ver├Âffentlichte am Samstag eine Liste mit den Namen von insgesamt 963 US-B├╝rgern, denen nun die Einreise nach Russland untersagt ist. Bereits zuvor war bekannt gewesen, dass etwa Pr├Ąsident Joe Biden und Au├čenminister Anthony Blinken sowie Hunderte Mitglieder des US-Repr├Ąsentantenhauses betroffen sind.

Aus Kanada stehen nun unter anderem auch die Frau von Premierminister Justin Trudeau, Sophie Trudeau, sowie der Mann von Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland, Graham Bowley, auf der so genannten Stop-Liste. Der Schritt ist eine Reaktion darauf, dass Kanada - wie auch die USA und - im Zuge von Russlands Krieg gegen die Ukraine zwei erwachsene T├Âchter von Kremlchef Wladimir Putin auf ihre Sanktionsliste gesetzt haben. Ihre Verm├Âgenswerte in Kanada werden eingefroren und sie k├Ânnen k├╝nftig dort keine Gesch├Ąfte mehr machen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Camilla Kohrs
Von Camilla Kohrs
BundesregierungDeutschlandEuropaHandelsblattJoe BidenKiewMoskauNatoRusslandSergej SchoiguUSAUkraineWolodymyr Selenskyj
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website