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Russland greift weiter mit Raketen an – Abzug von Schlangeninsel

Von dpa, afp, t-online
Aktualisiert am 01.07.2022Lesedauer: 5 Min.
Militärischer Kampf: Russland zieht sich von der Schlangeninsel zurück. (Quelle: t-online)
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In Odessa sollen bei einem Raketenangriff zahlreiche Menschen getötet worden sein. Die Ukraine gewinnt die Schlangeninsel zurück. Ein Überblick.

Während Russland in der Ostukraine weiter seine militärische Überlegenheit ausspielt, kann Kiew über die Rückeroberung der symbolträchtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer jubeln. Präsident Wolodymyr Selenskyj bietet Europäern derweil an, russische Erdgaslieferungen durch Strom aus seinem Land zu ersetzen. Im Gebiet Odessa wurden nach ukrainischen Angaben 17 Menschen beim Einschlag einer russischen Rakete in ein Mehrfamilienhaus getötet.

Selenskyj: Schlangeninsel strategisch wichtig

Der russische Rückzug von der Schlangeninsel bringt die Ukraine Selenskyj zufolge in eine bessere Position. "Die Schlangeninsel ist ein strategischer Punkt und das verändert erheblich die Situation im Schwarzen Meer", sagte er in der Nacht zum Freitag in seiner täglichen Videoansprache. Die Handlungsfreiheit des russischen Militärs werde dadurch deutlich eingeschränkt – auch wenn dies noch keine Sicherheit garantiere.

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Russland hatte die Schlangeninsel kurz nach dem Angriff auf die Ukraine am 24. Februar besetzt. Dass die wenigen ukrainischen Soldaten dem später gesunkenen russischen Kreuzer "Moskwa" in obszönen Worten empfahlen, sich zum Teufel zu scheren, machte das kleine Eiland berühmt und stärkte die Moral der Ukrainer. Damit ist die Rückeroberung der Insel für sie auch ein symbolischer Erfolg.

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Nach ukrainischen Militärangaben erlaubt die Schlangeninsel die Kontrolle über Teile der ukrainischen Küste und Schifffahrtswege. Mit dem Rückzug der Russen von der Insel müsse das Gebiet um die Hafenstadt Odessa keine Landung russischer Einheiten vom Meer her befürchten.

Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte den Abzug als Geste des guten Willens bezeichnet. Er solle zeigen, dass Russland den Export von Getreide und landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine nicht behindere. Vor dem Krieg liefen die ukrainischen Getreideexporte vor allem über See, speziell über den Großhafen in Odessa.

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Militärverwaltung: 17 Tote durch Raketenangriff bei Odessa

Luftschläge bleiben aber weiterhin möglich, wie das russische Militär wenige Stunden nach dem Abzug von der Schlangeninsel demonstrierte. Bei russischen Raketenangriffen in der südukrainischen Region Odessa sind nach neuen Angaben der Behörden insgesamt 17 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst meldeten die Rettungsdienste am Freitag im Messengerdienst Telegram 14 Tote und 30 Verletzte in einem neunstöckigen Wohnhaus rund 80 Kilometer von der Hafenstadt Odessa entfernt. Später kamen drei weitere Todesopfer bei einem zweiten Raketenangriff auf andere Gebäude in der Nähe hinzu, darunter ein Kind.

Nach Angaben des Sprechers der Regionalverwaltung von Odessa, Serhij Bratschuk, handelte es sich bei dem beschossenen Wohnhaus um ein Gebäude in der Gegend von Bilhorod-Dnistrowsky. Demnach wurde die Rakete von einem über dem Schwarzen Meer fliegenden Flugzeug aus abgefeuert. Auch die Rakete auf die anderen Gebäude in der Gegend stammte nach Angaben der Rettungskräfte aus dieser Maschine. Der Rettungseinsatz sei durch einen Brand erschwert worden. Die Angaben waren nicht unabhängig zu überprüfen.

Eine ukrainische Frau sitzt mit ihrem Kind in einem Bunker in Odessa (Archivbild): Am Freitag soll es Raketenangriffe gegeben haben.
Eine ukrainische Frau sitzt mit ihrem Kind in einem Bunker in Odessa (Archivbild): Am Freitag soll es Raketenangriffe gegeben haben. (Quelle: STR/imago-images-bilder)

Kämpfe um Raffinerie westlich von Lyssytschansk

Im ostukrainischen Gebiet Luhansk sind die regierungstreuen Truppen in Lyssytschansk nach eigenen Angaben akut von einer Einschließung bedroht. Die knapp sieben Kilometer westlich der Stadt gelegene Raffinerie sei umkämpft, teilte der Generalstab mit. Russische Truppen rückten aus dem Süden auf die Stadt vor. An der westlichen und südlichen Stadtgrenze werde ebenfalls gekämpft. In russischen Medien wurde die Raffinerie bereits als komplett erobert dargestellt.

Lyssytschansk ist der letzte größere Ort im Luhansker Gebiet unter ukrainischer Kontrolle. Zuletzt konnte er nur noch über wenige Versorgungsrouten aus dem Westen mit Nachschub versorgt werden.

Im benachbarten Donezker Gebiet sind russische Vorstöße bei Slowjansk und Bachmut laut dem Generalstab zurückgeschlagen worden. Entlang der gesamten Frontlinie würden ukrainische Stellungen kontinuierlich mit Artillerie beschossen und aus der Luft bombardiert. "Die Überlegenheit der Besatzer bei der Feuerkraft ist extrem spürbar", sagte Selenskyj zur Lage im Osten. Russland greife dafür auf seine Reserven zurück.

Scholz: Putin kann Krieg noch lange Zeit fortführen

In einem Interview mit dem amerikanischen Sender CBS hat Bundeskanzler Olaf Scholz die Vermutung geäußert, dass Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine lange geplant habe. "Ich denke, die Entscheidung, den Krieg zu führen, fiel ein Jahr, bevor er begann, oder möglicherweise früher", sagte Scholz. Weil er sich so gut vorbereitet habe, sei Wladimir Putin in der Lage, den Krieg "eine lange Zeit fortzuführen". Auf die Frage, ob der Kremlchef wegen der Sanktionen und der wirtschaftlichen Lage besorgt sei, antwortete Scholz: "Ich denke schon, dass er sich Sorgen macht. Aber er wird es nicht wirklich zugeben."

Man habe schon den Eindruck, dass die Maßnahmen den russischen Präsidenten schmerzen würden. Er verstehe durchaus die Konsequenzen, die die Sanktionen für seine Wirtschaft hätten. Auf die Aussage, dass Deutschland der Ukraine insgesamt so viel Hilfe geschickt habe, wie man pro Tag Russland für Energielieferungen überweise, sagte Scholz: "Er kann sich mit dem Geld von uns nichts kaufen, weil es alle diese Sanktionen gibt."

Selenskyj: Strom aus Ukraine kann russisches Erdgas ersetzen

Der ukrainische Präsident warb bei europäischen Ländern dafür, Strom aus der Ukraine zu beziehen. Damit könne ein erheblicher Teil der Erdgaslieferungen aus Russland ersetzt werden. Seit Donnerstag liefert die Ukraine Strom nach Rumänien. "Wir sind bereit, das Angebot auszubauen", sagte Selenskyj. Die Ukraine hatte sich Ende Februar vom ehemals sowjetischen Stromnetz abgekoppelt und zusammen mit Moldau im März mit dem europäischen Stromnetz synchronisiert. Bereits vergangene Woche bot Kiew Deutschland den Export von ukrainischem Atomstrom an. Über die Hälfte der Stromproduktion der Ukraine stellen vier Atomkraftwerke sowjetischer Bauart sicher.

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Steinmeier telefoniert erneut mit Selenskyj

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ein weiteres Mal mit Selenskyj telefoniert. Das Gespräch habe rund eine Stunde gedauert, hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Steinmeier habe dabei unter anderem die Ukraine zum EU-Beitrittskandidatenstatus beglückwünscht. Selenskyj sagte, er habe sich für die bereits gewährte Unterstützung bedankt. Zugleich habe er "noch einmal unsere Prioritäten beschrieben – die Arten von Waffen, die wir brauchen".

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Selenskyj und Steinmeier hatten Anfang Mai ein erstes Mal telefoniert und vorherige Irritationen ausgeräumt. Diese waren entstanden, nachdem die ukrainische Seite Mitte April Steinmeier unter Verweis auf seine frühere Russland-Politik als Außenminister ausgeladen hatte.

Zugverbindung zwischen Krim und besetzten Gebieten verschoben

Russland verschob den für Freitag angekündigten Start einer Zugverbindung zwischen der 2014 annektierten Halbinsel Krim und den im Krieg besetzten ukrainischen Städten Cherson und Melitopol. Die prorussischen Krim-Behörden verwiesen auf Sicherheitsbedenken. Busverbindungen sollen aber wie angekündigt verfügbar sein. Russland versucht, unter anderem mit der Ausgabe russischer Pässe und der Einführung des Rubels als Währung seine Kontrolle über die im Krieg besetzten Gebiete zu zementieren.

Das wird am Freitag wichtig

Die militärische Lage im umkämpften Lyssytschansk dürfte weiter im Mittelpunkt stehen. Selenskyj kündigte zudem – ohne nähere Details zu nennen – Neuigkeiten zu den EU-Beitrittsbemühungen seines Landes an. Die Ukraine hatte jüngst den Kandidatenstatus bekommen. Am Freitag übernimmt für ein halbes Jahr Tschechien die EU-Ratspräsidentschaft.

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