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Trump in Saudi-Arabien: Iran lästert über Kuschelkurs des US-Präsidenten

Besuch in Saudi-Arabien  

Iran lästert über Trumps Kuschelkurs

22.05.2017, 16:29 Uhr | AFP, dpa

Trump in Saudi-Arabien: Iran lästert über Kuschelkurs des US-Präsidenten. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif äußert sich kritisch zum milliardenschweren Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien. (Archiv) (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif äußert sich kritisch zum milliardenschweren Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien. (Archiv) (Quelle: Maurizio Gambarini/dpa)

Der Iran hat Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen und seinerseits die milliardenschweren Abkommen der USA mit Saudi-Arabien kritisiert. Die internationale Presse sieht darin einen Versuch, den Iran zu isolieren.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif wies beim Kurzmitteilungsdienst Twitter die "Attacken" Trumps gegen sein Land zurück. Trump hatte zuvor dem Iran bei einer Rede in Riad Unterstützung des Terrorismus vorgeworfen.

"Der Iran finanziert, bewaffnet und bildet Terroristen, Söldner und andere extremistische Gruppen aus", sagte der US-Präsident. Dies gelte vom Libanon über den Irak bis hin zum Jemen.

Saudi-Arabien und Iran gelten als verfeindet

Zu den Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien im Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar, davon 110 Milliarden für Militärgüter, twitterte Sarif: "Handelt es sich um Außenpolitik" oder wollten die USA Saudi-Arabien "melken"?

Der Iran und Saudi-Arabien sind verfeindet. Der saudiarabische König Salman nannte die Regierung in Teheran die "Speerspitze des Terrorismus". Zugleich äußerte sich Salman entschlossen, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) "auszulöschen". Saudi-Arabien galt lange als einer der größten Sponsoren von Extremisten.

Presse sieht die Arbeit Obamas im Nahen Osten in Gefahr

"The Times" (Großbritannien) sieht in Trumps Handeln eine Abkehr von Obamas Bemühungen ein gemäßigtes Verhältnis mit dem Iran zu pflegen. "Die erste Auslandreise des US-Präsidenten hat eines bereits klargemacht: Amerika hat eher ein strategisches Interesse, die vorsichtige Modernisierung Saudi-Arabiens zu unterstützen als auf künftige Liberalisierung des Regimes im Iran zu wetten."

"Es kann keine gute Nachbarschaft mit einem Regime geben, das Syriens Machthaber Baschar al-Assad stützt, den Irak destabilisiert, Aufständische im Jemen ausrüstet, die Hisbollah-Miliz bejubelt und Feinde Israels bewaffnet.", so die Times weiter.

Der schweizer "Tages-Anzeiger" weist auf die wichtige diplomatische Rolle Europas im Nahost-konflikt hin, sollte die US-Regierung tatsächlich den Plan der isolierung des Irans verfolgen. "Europa muss in dieser Situation eine Mittlerrolle einnehmen, auch wenn ihm die harten Mittel der Macht fehlen. Das Festhalten am Atomabkommen mit dem Iran gehört genauso dazu wie die Pflege der Beziehungen zu beiden Seiten des Golfs."

Trumps Stationen: Israel, Vatikan und Brüssel

Saudi-Arabien war die erste Station einer neuntägigen Reise des US-Präsidenten durch den Nahen Osten und Europa. Am Dienstag wird Trump in Israel erwartet, im Anschluss reist er in die Palästinensergebiete. Weitere Stationen sind der Vatikan, wo er von Papst Franziskus empfangen wird, der Nato-Gipfel in Brüssel sowie der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf Sizilien.

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