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So viele Journalisten starben 2022 wegen ihres Berufs

Von dpa, t-online
30.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Gedenken an im Ukraine-Krieg getötete Pressevertreter in München: 2022 stieg die Zahl getöteter Journalisten an. (Quelle: IMAGO/Sachelle Babbar)
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Mindestens acht Medienvertreter wurden im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine getötet. Noch gefährlicher war 2022 jedoch ein anderes Land.

Die Zahl der getöteten Journalistinnen und Journalisten ist deutlich gestiegen. In diesem Jahr sind nach Angaben des Internationalen Presse-Instituts (IPI) weltweit 66 Medienvertreterinnen und -vertreter wegen ihres Berufs ums Leben gekommen. 2021 waren es noch 45 Todesfälle, wie das Institut in Wien mitteilte.

Der Anstieg gehe auf eine Spirale der Gewalt in Mexiko und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zurück, berichtete das Institut. Es wurde 1950 gegründet, um die Pressefreiheit zu stärken. In Mexiko kamen 14 Journalistinnen und Journalisten ums Leben, bei der Berichterstattung über Russlands Krieg gegen die Ukraine acht. "Mexiko bleibt das gefährlichste Land für Journalisten", berichtete das Institut.

Kritik an Behörden: Wenige Fälle werden aufgeklärt

Insgesamt waren unter den 66 Toten acht Frauen. Mindestens 39 Pressevertreter seien gezielt getötet worden, etwa, weil sie über Korruption oder die organisierte Kriminalität in ihren Ländern berichteten. Andere seien bei der Ausübung ihrer Arbeit umgekommen. Journalisten in Konfliktgebieten gezielt anzugreifen, ist nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen. Neben Mexiko und der Ukraine war die Lage für Journalisten auch besonders gefährlich in Haiti und auf den Philippinen.

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Wandgemälde für getötete Reporterin Schirin Abu Akle in Gaza-Stadt: Sie wurde wahrscheinlich durch Schüsse des israelischen Militärs getötet. (Quelle: IMAGO/Ashraf Amra)

Schlagzeilen machte im Mai unter anderem der Tod der in der arabischen Welt prominenten Journalistin Schirin Abu Akle. Sie wurde im besetzten Westjordanland durch Schüsse getötet, die nach einer Untersuchung des israelischen Militärs wahrscheinlich von israelischen Soldaten abgefeuert wurden. Mehr über den Fall lesen Sie hier.

Das Institut kritisiert, dass wenige Tötungen aufgeklärt werden. Das sei "fruchtbarer Boden für Gewalt gegen Pressevertreter".

Russland gefährlichstes Land in Europa

Weltweit sind laut einer Bilanz der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 1.668 Journalisten getötet worden. Das macht durchschnittlich 80 tote Journalisten und Medienschaffende jedes Jahr, wie die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) in einer am Freitag veröffentlichten Bilanz bekannt gab.

Die gefährlichsten Länder für Journalisten sind demnach Syrien und der Irak, wo in dem Zeitraum 578 Journalisten und damit mehr als ein Drittel der Gesamtzahl ums Leben kamen. Die "schwärzesten" Jahre in den zwei Jahrzehnten seien 2012 und 2013 gewesen, mit 144 und 142 getöteten Journalisten "insbesondere aufgrund des Konflikts in Syrien", betonte die NGO. Anschließend sank die Zahl, die ab 2019 der Organisation zufolge "historisch niedrig" war. Im Jahr 2022 stieg sie durch den Krieg in der Ukraine allerdings wieder an.

Der Anschlag auf die Satirezeitung Charlie Hebdo: Die toten Journalisten lösten eine große Solidaritätswelle in Frankreich aus.
Gedenken nach dem Anschlag auf die Satirezeitung Charlie Hebdo: Der Fall löste eine große Solidaritätswelle in Frankreich aus. (Quelle: Yoan Valat/dpa-bilder)

In Europa ist Russland das gefährlichste Land für Journalisten – seit 2003 kamen dort 20 Journalisten ums Leben – gefolgt von der Ukraine mit 19 Toten. Mit acht Todesopfern in dem Beruf steht Frankreich in Europa hinter der Türkei an vierter Stelle – Grund dafür ist der tödliche Angriff auf die Redaktion der Satirezeitung "Charlie Hebdo" in Paris im Jahr 2015.

Die Kriegsberichterstattung erklärt zwar viele der Todesfälle unter Journalisten. RSF zufolge wurden allerdings in den vergangenen 20 Jahren mehr Journalisten getötet, weil sie über organisiertes Verbrechen und Korruption berichtet hatten.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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