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Tote und Verletzte in Venezuela – greifen die USA ein?

dpa, afp, rtr, Juan Garff

Aktualisiert am 25.02.2019Lesedauer: 4 Min.
Kolumbien, Cucuta: Demonstranten auf der BrĂŒcke ĂŒber den Grenzfluss fliehen vor dem TrĂ€nengas der venezolanischen Nationalgarde.
Kolumbien, Cucuta: Demonstranten auf der BrĂŒcke ĂŒber den Grenzfluss fliehen vor dem TrĂ€nengas der venezolanischen Nationalgarde. (Quelle: Benjamin Rojas/dpa-bilder)
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In Venezuela ist der Kampf um HilfsgĂŒter eskaliert. Zwei Menschen wurden bei ZusammenstĂ¶ĂŸen mit venezolanischen SicherheitskrĂ€ften getötet, fast 300 Menschen wurden verletzt. Der US-Außenminister sieht "Zeit zum Handeln".

Schwere ZusammenstĂ¶ĂŸe zwischen Demonstranten und Staatsapparat in Venezuela: Machthaber Nicolas Maduro blockierte am Samstag (Ortszeit) mit Hilfe des MilitĂ€rs Hilfstransporte aus Kolumbien. Nach Angaben aus kolumbianischen Sicherheitskreisen setzten die Truppen Maduros im Grenzgebiet TrĂ€nengas und Gummigeschosse gegen BĂŒrger ein, die HilfsgĂŒter ins Land bringen wollten.


Venezuela: Gewaltausbruch an der Grenze

Ein Demonstrant wÀhrend eines Protestes an der Grenze zwischen Brasilien und Venezuela.
Ein verletzter Demonstrant wird an der Grenze zu Kolumbien in Sicherheit gebracht.
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Zwei Lastkraftwagen mit Lebensmitteln und Medikamenten fĂŒr die Bevölkerung Venezuelas gingen Augenzeugen zufolge in Flammen auf. Weitere Fahrzeuge mit Waren mussten umkehren. Bei den Krawallen kamen laut der Nichtregierungsorganisation Penal Forum mindestens zwei Menschen ums Leben. Kolumbianischen Behörden zufolge wurden 285 Personen verletzt.

Berichte ĂŒber Deserteure

OppositionsfĂŒhrer Juan Guaido wollte mit Helfern Medizin und Lebensmittel ĂŒber die Grenze ins Land schaffen. Die GĂŒter lagerten bereits in der Grenzregion. Maduro will das verhindern. Er erklĂ€rte am Samstag, er breche die Beziehungen seines Landes zu Kolumbien ab. Alle kolumbianische Diplomaten und Konsularbeamten sollten binnen 24 Stunden das Land verlassen. Aus Kreisen der kolumbianischen Einwanderungsbehörden hieß es unterdessen, rund 60 Mitglieder der venezolanischen SicherheitskrĂ€fte seien desertiert.

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Auch an der Grenze zu Brasilien setzte venezolanisches MilitĂ€r TrĂ€nengas ein. In der Grenzstadt Santa Elena hatten BĂŒrger zuvor versucht, Barrikaden zu errichten. Sie wollten nach eigenen Angaben verhindern, dass bewaffnete AnhĂ€nger der Regierung in den Ort kommen. Auch von Brasilien aus sollten HilfsgĂŒter nach Venezuela gebracht werden. Maduro hatte die Schließung der Grenzen nach Kolumbien und Brasilien angeordnet.

FĂŒr Maduro geht es um alles

Die Regierung behauptet, GuaidĂł wolle mit den Hilfslieferungen eine auslĂ€ndische militĂ€rische Intervention und den Sturz Maduros einleiten. Die gezielte Verteilung von Lebensmitteln an AnhĂ€nger ist ĂŒberdies fĂŒr die Maduro-Regierung ein Mittel, soziale Kontrolle auszuĂŒben. Die Macht Maduros wĂŒrde weiter geschwĂ€cht, wenn die Opposition die Not der Bevölkerung in dem eigentlich ölreichen Staat lindern könnte.

Demonstranten in Venezuela errichten Barrikaden.
Demonstranten in Venezuela errichten Barrikaden. (Quelle: /ap-bilder)

US-Außenminister Mike Pompeo kĂŒndigte unterdessen "Maßnahmen" Washingtons zur UnterstĂŒtzung der Demokratie in Venezuela an. Nun sei die "Zeit zum Handeln" gekommen, um dem "verzweifelten venezolanischen Volk" zu helfen, schrieb Pompeo am Samstag auf Twitter. Zugleich verurteilte er das gewaltsame Vorgehen der venezolanischen SicherheitskrĂ€fte.

"Attentat gegen die Menschenrechte"

"Die USA werden Maßnahmen gegen jene ergreifen, die sich der friedlichen Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela widersetzen", schrieb Pompeo. "Wir sind solidarisch mit denen, die ihren Kampf fĂŒr die Freiheit fortsetzen."

Kolumbiens Staatschef IvĂĄn Duque forderte die freie Einfuhr von HilfsgĂŒtern. Die Blockade der Transporte sei ein "Attentat gegen die Menschenrechte", sagte Duque in CĂșcuta auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit GuaidĂł und dem chilenischen PrĂ€sidenten SebastiĂĄn Piñera.

Auch GuaidĂł rief die venezolanischen SicherheitskrĂ€fte auf, sich "auf die Seite der Verfassung" zu stellen und die HilfsgĂŒter durchzulassen. Dann machte sich der InterimsprĂ€sident, der inzwischen von Dutzenden Staaten und auch Deutschland anerkannt ist, nach eigenen Angaben auf den Weg an die Grenze.

Venezolanische Soldaten desertieren

GuaidĂł war am Freitag unbehelligt nach Kolumbien gereist, um dem Benefizkonzert "Venezuela Aid Live" in CĂșcuta beizuwohnen. Viele westliche Staaten unterstĂŒtzen den jungen Politiker, andere wie Russland und China stehen auf Seite der FĂŒhrung in Caracas.

Inmitten des Machtkampfs sind nach kolumbianischen Angaben 13 weitere SicherheitskrĂ€fte desertiert. Elf Soldaten und zwei Polizisten aus dem benachbarten Krisenland seien ĂŒber die Grenze nach Kolumbien geflohen, teilte die dortige Einwanderungsbehörde am Samstag mit. Drei Soldaten der Nationalgarde durchbrachen mit einem Panzerwagen die Barrieren auf der GrenzbrĂŒcke SimĂłn BolĂ­var.

In Kolumbien standen 600 Tonnen HilfsgĂŒter bereit, in Brasilien weitere 200 Tonnen Medikamente und Nahrungsmittel. Ein Schiff mit 200 Tonnen sei außerdem am Samstag von Puerto Rico ausgelaufen, erklĂ€rte der Oppositionsabgeordnete Miguel Pizarro in Caracas.

Demonstrant in Urena, Venezuela, wirft eine TrĂ€nengasgranate zurĂŒck auf die EinsatzkrĂ€fte: An der Grenze zu Kolumbien spitzte sich die Lage am Samstag zu.
Demonstrant in Urena, Venezuela, wirft eine TrĂ€nengasgranate zurĂŒck auf die EinsatzkrĂ€fte: An der Grenze zu Kolumbien spitzte sich die Lage am Samstag zu. (Quelle: Fernando Llano/ap-bilder)

In der brasilianischen Grenzstadt Pacaraima trafen am Samstag die ersten zwei Lastwagen mit HilfsgĂŒtern ein. Wie das Nachrichtenportal G1 berichtete, sie transportieren rund sieben Tonnen Lebensmittel und Medikamente. Brasiliens Außenminister Ernesto AraĂșjo erklĂ€rte in Pacaraima, dass sie in Venezuela ausgeliefert werden sollen.

"Die Welt sieht zu"

An der geschlossenen Grenze zu Brasilien war es am Freitag auf venezolanischer Seite zu einem schweren Zusammenstoß von SicherheitskrĂ€ften mit indigenen Bewohnern gekommen, die ĂŒblicherweise auf der anderen Seite der Grenze in Brasilien Lebensmittel einkaufen. Zwei Demonstranten seien in der Ortschaft San Francisco de YuruanĂ­ getötet worden, erklĂ€rte der venezolanische Oppositionsabgeordnete AmĂ©rico De Grazia. Elf weitere Menschen wurden verletzt in KrankenhĂ€user auf der brasilianischen Seite eingeliefert.


Die US-Regierung warnte Maduro und das MilitĂ€r vor neuer Gewaltanwendung. In einer am Freitagabend (Ortszeit) verbreiteten ErklĂ€rung forderte auch das Weiße Haus die Soldaten auf, HilfsgĂŒter fĂŒr das Volk ungehindert passieren zu lassen. "Die Welt sieht zu", warnten die USA. PrĂ€sident Donald Trump schrieb tags darauf auf Twitter: "Gott segne das Volk Venezuelas."

Der Nationale Sicherheitsberater John Bolton sagte eine geplante Reise nach SĂŒdkorea ab, um die Lage in Venezuela zu beobachten. UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres forderte ebenfalls die venezolanischen SicherheitskrĂ€fte auf, keine Gewalt gegen Demonstranten einzusetzen.

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