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Vom Präsidenten zum Multimillionär: So reich sind Barack und Michelle Obama

Vom Präsidenten zum Multimillionär  

So reich sind die Obamas

20.11.2020, 20:37 Uhr
Vom Präsidenten zum Multimillionär: So reich sind Barack und Michelle Obama. Michelle und Barack Obama bei einer Veranstaltung in Washington (Archivbild): Das Ex-Präsidentenpaar hat seit dem Abschied aus dem Weißen Haus Millionen Dollar verdient. (Quelle: Reuters/Jim Bourg)

Michelle und Barack Obama bei einer Veranstaltung in Washington (Archivbild): Das Ex-Präsidentenpaar hat seit dem Abschied aus dem Weißen Haus Millionen Dollar verdient. (Quelle: Jim Bourg/Reuters)

Nach seiner Zeit als US-Präsident verdienten Barack Obama und seine Frau Michelle Millionen. Mit ihrer Vermarktung stellen die Obamas sogar Donald Trump in den Schatten.

Barack und Michelle Obama gehören zu den beliebtesten Paaren in den USA. Nach der zweiten Amtszeit von Barack Obama als US-Präsident hat sich Familie Obama diese Beliebtheit vergolden lassen. Die Obamas geben sich in der Öffentlichkeit als liebevolles Paar, sind bürgernah, strahlen stets Bodenständigkeit aus. In dieser politischen Inszenierung sind sie das Gegenteil des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, der mit seinem Milliardenvermögen und seinem wirtschaftlichen Erfolg protzt.

Barack Obama hilft Kindern in Washington beim Schaukeln: Die Obamas geben sich gerne bürgernah, ein Geheimnis ihres Erfolges. (Quelle: imago images)Barack Obama hilft Kindern in Washington beim Schaukeln: Die Obamas geben sich gerne bürgernah, ein Geheimnis ihres Erfolges. (Quelle: imago images)

Aber auch Barack und Michelle Obama betreiben ein extrem erfolgreiches Familiengeschäft. Mit Vorträgen, Büchern und vor allem Netflix-Dokumentationen verdiente das Paar in den letzten vier Jahren viele Millionen. Ein Ende ist nicht in Sicht, Barack Obama könnte mittelfristig zu einem der vermögendsten ehemaligen US-Präsidenten werden.

Mit vergleichsweise wenig Geld ins Weiße Haus

Dabei war das Vermögen der Obamas beim Einzug in das Weiße Haus 2009 im Vergleich zu anderen Präsidentenpaaren gering. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" ging von 1,2 Millionen US-Dollar aus. Zum Vergleich: Donald Trump war bei seinem Einzug ins Weiße Haus 3,1 Milliarden US-Dollar schwer, das Vermögen des gewählten US-Präsidenten Joe Biden wird auf über 9 Millionen US-Dollar geschätzt. Auch George W. Bush besaß durch einen Job im Ölsektor bereits 20 Millionen US-Dollar. 

Die Obamas und die Bidens im Präsidentschaftswahlkampf 2008: Biden wurde im Jahr 2020 zum 46. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt.  (Quelle: Reuters)Die Obamas und die Bidens im Präsidentschaftswahlkampf 2008: Biden wurde im Jahr 2020 zum 46. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. (Quelle: Reuters)

Der wirtschaftliche Aufstieg der Obamas begann mit der Kandidatur Baracks zum US-Präsidenten. Der Amtsträger bekommt in den USA ein Jahresgehalt von 400.000 US-Dollar, hinzu kamen für Barack und Michelle Büchererlöse. Bei Auszug aus dem Weißen Haus im Jahr 2017 sollen sie ein Vermögen von neun bis zehn Millionen US-Dollar gehabt haben, schreibt "Forbes". Dagegen hat Trump in seiner Amtszeit bislang eine Milliarde Dollar verloren, was "Forbes" der Corona-Pandemie zuschreibt. Sein Vermögen wird aktuell auf 2,1 Milliarden US-Dollar geschätzt. 

Die Obamas kassieren Millionen

Mit dem Rückzug aus der ersten Reihe der Politik begann dann der rasante finanzielle Aufstieg der Obamas, das Familiengeschäft ging durch die Decke. Das liegt nicht nur an der Präsidenten-Rente von 200.000 US-Dollar jährlich. Im Vergleich zu den restlichen Einnahmen, wirkt sie gar winzig.

Vor allem Vorträge bei Unternehmen und Organisationen sind lukrativ, bei einem relativ geringen Aufwand. Barack Obama kassiert 800.000 bis eine Million US-Dollar für eine einstündige Veranstaltung. Das machte auch Trump vor seiner Zeit im Weißen Haus. Gelegentlich tritt er als Redner für das renommierte New Yorker Weiterbildungsinstitut "The Learning Annex" auf, die Gage für eine einstündige Präsentation beträgt 1,5 Millionen Dollar.

Das zweite große Standbein der Obamas sind weiterhin Buchverträge. Am Dienstag erschien der erste Band von Baracks Autobiografie mit dem Titel "Ein verheißenes Land". Auf knapp 1.000 Seiten erzählt Obama von seiner Kindheit, der unsteten Jugend, seinem politischen Aufstieg und der ersten von zwei Amtszeiten als Präsident. 

Allein die Buchverträge sprengten Rekorde, die Verlage lieferten sich einen Wettstreit um die Rechte für die Autobiografien des Paares. Am Ende bekam Penguin Random House, eine Tochter von Bertelsmann, den Zuschlag. Der Verlag soll einen Vorschuss von 65 Millionen Dollar für drei Bücher gezahlt haben. Zum Vergleich: Bill Clinton erhielt 15 Millionen Dollar für seine Erinnerungen, Bush 10 Millionen Dollar.

Obama hängt Trump bei Büchern ab

Der finanzielle Aufwand der Verlage lohnt sich. Michelle Obamas 2018 veröffentlichte Autobiografie "Becoming" verkaufte sich in der ersten Woche 1,5 Millionen und bis heute 15 Millionen Mal weltweit. Auch Baracks Buch ist schon vor der Veröffentlichung ein Bestseller. 

Dabei stellen die Obamas auch Donald Trump deutlich in den Schatten. Das einzige halbwegs erfolgreiche Buch von Trump, "The Art of the Deal", ist eine Mischung aus eigenen Erinnerungen und Ratgeber. Er verdiente daran etwa eine Million Dollar an Lizenzgebühren. Aber: Anders als die Obamas schreibt Trump seine Bücher nicht selber, muss deshalb Tantieme an Autoren bezahlen.

Barack und Michelle Obama in einer Netflix-Dokumentation: Ihre Filme werden auch von einer eigenen Firma der Obamas produziert.  (Quelle: imago images)Barack und Michelle ObBarack und Michelle Obama in einer Netflix-Dokumentation: Ihre Filme werden auch von einer eigenen Firma der Obamas produziert. ama in einer Netflix-Dokumentation: Ihre Filme werden auch einer eigenen Firma der Obamas produziert. (Quelle: imago images)

Doch die Obamas machen nicht nur mit ihren Büchern Geld. Für das eingelesene Hörbuch ihrer Autobiografie gewann die ehemalige First Lady sogar einen Grammy. Auch mit Netflix schlossen die Obamas einen hochdatierten Vertrag ab, das Produktionsvolumen für Obama-Filme wird auf 50 Millionen Dollar geschätzt. Die Dokumentationen werden von einer eigenen Firma des Ex-Präsidentenpaares produziert.

Bücher, Vorträge, Filme, Podcasts. Die Menschen in den USA und in aller Welt reißen sich um alles, was von den Obamas erscheint. in der Vermarktung sind sie eine Klasse für sich, das zeigt auch die Lesereise von Michelle im Jahr 2018. Sie füllte ganze Stadien mit teilweise 20.000 Menschen, Besucher zahlten für die besten Plätze bis zu 3.000 Dollar. Pro Auftritt kassierte die ehemalige First Lady 800.000, ihr Verdienst für die fünfwöchige Amerika-Tour: Zehn Millionen Dollar. 

Wie groß ist ihr Vermögen?

All diese Projekte spülen Millionen in die Familienkasse und mit 59 beziehungsweise 56 Jahren sind Barack und Michelle Obama im Vergleich zu anderen Ex-Präsidenten-Paaren vergleichsweise jung. Momentan wird ihr Vermögen laut "Forbes" auf 135 Millionen US-Dollar geschätzt. Laut der American University haben sie ein Einnahmenpotenzial von mehr als 240 Millionen Dollar.

Nach ihrer Zeit im Weißen Haus kauften sich die Obamas ein Haus in Washington: Es hat zehn Zimmer und acht Bäder. (Quelle: imago images)Nach ihrer Zeit im Weißen Haus kauften sich die Obamas ein Haus in Washington: Es hat zehn Zimmer und acht Bäder. (Quelle: imago images)

Damit spielen die Obamas schon jetzt in einer anderen Liga als viele andere Ex-Präsidentenpaare. Bisher galten Bill und Hillary Clinton als die Großverdiener in den USA nach dem Auszug aus dem Weißen Haus. Im Jahr 2017 wurde das Vermögen von Bill auf rund 80 Millionen Dollar geschätzt, Hillary Clinton steuerte zusätzlich 45 Millionen Dollar bei.

Die Obamas haben sich ein erfolgreiches Familienunternehmen aufgebaut. Ihr Erfolgsrezept sind sie selbst. Ihr Auftreten ist für Fans interessant, in ihren Büchern geben sie auch persönliche Dinge preis. Das wirkt auf viele ehrlich, sympathisch und nahbar. Gerade das lässt sie unter den Ex-Präsidentenpaaren herausstechen.

Hinzu kommt das soziale Engagement ihrer Stiftungen, die Millionenspenden für bedürftige Kinder oder benachteiligte Stadtviertel Chicagos. Die Obamas sind in den letzten Jahren Multimillionäre geworden, aber davon profitieren auch Verlage, Buchhandlungen oder Streaming-Dienste. Letztlich ist der wirtschaftliche Erfolg auch das Ergebnis harter Arbeit. 

Verwendete Quellen:

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