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Joe Biden beginnt Europareise: "Wir befinden uns an einem Wendepunkt"

Auftakt von Bidens Europareise  

"Wir befinden uns an einem Wendepunkt der Weltgeschichte"

10.06.2021, 08:10 Uhr | dpa, aj

Joe Biden beginnt Europareise: "Wir befinden uns an einem Wendepunkt". US-Präsident Joe Biden and First Lady Jill Biden steigen in Ostengland aus der Air Force One aus.  (Quelle: AP/dpa)

US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden steigen in Ostengland aus der Air Force One aus. (Quelle: AP/dpa)

Vor dem G7-Gipfel sind Joe und Jill Biden in Ostengland gelandet. Neben bilateralen Treffen mit Premier Johnson und Kanzlerin Merkel besuchen der US-Präsident und seine First Lady auch die Queen.

US-Präsident Joe Biden hat zum Auftakt seiner Europareise zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen und den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten unterstrichen. "Ich glaube, wir befinden uns an einem Wendepunkt der Weltgeschichte", sagte Biden am Mittwoch vor US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in Ostengland, der vom US-Militär genutzt wird. "Sie wissen besser als jeder andere, dass Demokratie nicht durch Zufall entsteht. Wir müssen sie verteidigen. Wir müssen sie stärken." Der US-Präsident fügte hinzu: "Wir müssen diejenigen in Misskredit bringen, die glauben, dass das Zeitalter der Demokratie vorbei ist."

Zwei Tage vor dem Beginn des G7-Gipfels in Cornwall trafen der US-Präsident und First Lady Jill Biden am Mittwochabend in Großbritannien ein. Es ist die erste Auslandsreise Bidens seit seinem Amtsantritt im Januar. Am Donnerstag ist ein bilaterales Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson in Cornwall geplant. Von Freitag bis Sonntag tagen die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen in dem Badeort Carbis Bay.

Biden und Johnson wollen neuen Wertekanon schaffen

Johnson und US-Präsident Joe Biden wollen bei ihrem Treffen eine neue Atlantik-Charta vereinbaren und dabei mehrere Bereiche festlegen, in denen sie "zum Wohle der Menschheit zusammenarbeiten", wie die Regierung in London am späten Mittwochabend mitteilte.

Das Dokument soll der Atlantik-Charta nachfolgen, die der britische Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt 1941 während des Zweiten Weltkriegs vereinbart hatten. Die Beschlüsse gelten als Wegbereiter für die Vereinten Nationen und die Nato. Großbritannien und die USA sind seit Jahrzehnten enge Verbündete, die eine "special relationship" (besondere Beziehung) pflegen.

Viele Bestandteile des neuen Bundes basierten auf gemeinsamen Werten, etwa der Verteidigung der Demokratie, der Bedeutung der kollektiven Sicherheit und des Aufbaus fairer und nachhaltiger globaler Handelssysteme, hieß es in der Mitteilung weiter. Zusätzlich werde die Charta auch neue Gefahren wie Cyberkriminalität, Klimawandel und Pandemien berücksichtigen. "So wie unsere Länder beim Wiederaufbau der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengearbeitet haben, so werden wir unsere gemeinsame Kraft für die gewaltigen Herausforderungen nutzen, denen die Erde heutzutage ausgesetzt ist."

Johnson betonte, die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und den USA sei für den Wiederaufbau nach der Corona-Krise und "für die Zukunft der Stabilität und des Wohlstands der Welt von entscheidender Bedeutung". "Vor 80 Jahren standen der US-Präsident und der britische Premierminister Seite an Seite für das Versprechen einer besseren Zukunft. Heute tun wir dasselbe", sagte der Premierminister.

Biden sagte am Mittwoch vor den US-Soldaten mit Blick auf sein Programm: "An jedem Punkt des Weges werden wir deutlich machen, dass die Vereinigten Staaten zurück sind und die Demokratien der Welt zusammenstehen, um die schwierigsten Herausforderungen und die Themen anzugehen, die für unsere Zukunft am wichtigsten sind." Die USA sähen sich dazu verpflichtet, "mit Stärke zu führen", betonte Biden. "Unsere Bündnisse wurden nicht durch Zwang aufgebaut oder durch Drohungen aufrechterhalten. Sie gründen auf demokratischen Idealen, einer gemeinsamen Vision der Zukunft."

Bidens treffen die Queen

Am Rande des G7-Gipfels will sich Biden auch mit Bundeskanzlerin  Angela Merkel zusammensetzen. Zum Abschluss ihres Besuches in Großbritannien werden der US-Präsident und die First Lady am Sonntag von Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor nahe London empfangen. Am Montag nimmt Biden am Nato-Gipfel in Brüssel teil, wo am Tag darauf ein Spitzentreffen mit EU-Vertretern auf dem Programm steht. Am Mittwoch kommender Woche findet dann ein mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen Bidens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Genf statt, bevor der US-Präsident nach Washington zurückkehrt.

Am Montag nimmt Biden am Nato-Gipfel in Brüssel teil, wo am Tag darauf ein Spitzentreffen mit EU-Vertretern auf dem Programm steht. Am Mittwoch kommender Woche findet dann ein mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen Bidens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Genf statt, bevor der US-Präsident nach Washington zurückkehrt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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