Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikDeutschlandAußenpolitik

Nach US-Waffendeal: Martin Schulz fordert zu Abrüstung auf


Schulz warnt vor einem Rüstungswettlauf

dpa

24.05.2017Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz
Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz (Quelle: imago)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextÄlteste DNA der Welt entdecktSymbolbild für einen TextBericht: Stromnetzbetreiber warnt KundenSymbolbild für einen TextPrinzessin überrascht mit AnkündigungSymbolbild für einen Text"Promi Big Brother": Dieser Star gewinntSymbolbild für einen TextBericht: Geheimpapiere in Trumps LagerSymbolbild für einen TextPutin: Gefahr eines Atomkriegs wächstSymbolbild für einen TextNach 20 Jahren: Ehe-Aus bei HollywoodstarSymbolbild für einen TextKind auf Baustelle sexuell missbrauchtSymbolbild für einen TextFan-Petition für entlassenen TrainerSymbolbild für ein VideoKoffer-Eklat an FlughafenSymbolbild für einen TextFrau rast in 30er-Zone – schwerer CrashSymbolbild für einen Watson TeaserRTL überrascht mit Programm-ÄnderungSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Mehr denn je verlangt Kanzlerkanditat Martin Schulz nach Abrüstung und Frieden in Europa. Nach einem Mega-Waffendeal zwischen den USA und Saudi Arabien wittert er ein neues Wettrüsten.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz warnt angesichts der milliardenschweren Waffengeschäfte zwischen den USA und Saudi-Arabien vor einem riskanten Rüstungswettlauf im Mittleren Osten. "Wenn es etwas am Persischen Golf im Übermaß gibt, dann Waffen. Wir brauchen stattdessen eine neue Sicherheitsarchitektur", sagte der SPD-Chef mit Blick auf den bevorstehenden Nato-Gipfel der Deutschen Presse-Agentur.

"Gleichgewicht durch weniger Waffen"

Europa müsse sich stärker "in die Großmachtpolitik Russlands und der USA" in der Region einbringen. Die EU dürfe nicht zulassen, dass die Großmächte weiter an der Rüstungsspirale drehten und militärische Konflikte auslösten, die dann die Europäer mit humanitären Katastrophen wie der Flüchtlingskrise ausbaden müssten. "Wir sollten auf ein Gleichgewicht der Kräfte durch weniger Waffen hinwirken", sagte Schulz.

Der frühere EU-Parlamentspräsident übte deutliche Kritik an der Außen- und Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte zuletzt während seiner Golf-Reise mit Saudi-Arabien ein gigantisches Waffengeschäft abgeschlossen. An diesem Donnerstag wird Trump zum Nato-Gipfel in Brüssel erwartet.

"Diese Politik ist nicht sinnvoll"

Die massive Aufrüstung Saudi-Arabiens, die Washington mit der militärischen Stärke des Irans begründe, führe nur zu einem neuen Wettrüsten in der Region: "Es ist nun an den Europäern, auch gegenüber den USA klar zu sagen, dass wir diese Politik nicht für sinnvoll halten", sagte Schulz.

Die SPD habe in der Bundesregierung gegen den Widerstand von CDU und CSU eine Lizenzfertigung zum Bau von 250 000 Sturmgewehren in Saudi-Arabien gestoppt. Das fiel seinerzeit in die Amtszeit von SPD-Außenminister Sigmar Gabriel als Wirtschaftsminister. Er hatte eine Genehmigung der früheren schwarz-gelben Bundesregierung blockiert.

Waffenexporte als Kriegsursachen

Der Wahlsieg des moderaten iranischen Präsidenten Hassan Rohani sollte nach Ansicht von Schulz für eine Abrüstungsinitiative genutzt werden. Nach zwei Golfkriegen müssten auch die Amerikaner wissen, dass Waffenexporte mögliche künftige Kriegsursachen seien. Sowohl Saddam Hussein im Irak als auch das Schah-Regime im Iran seien gute Kunden der US-Rüstungsindustrie gewesen. "Ich halte diese Politik der militärischen Aufrüstung für kurzsichtig, denn sie wird auch nicht dabei helfen, den Syrien-Konflikt zu deeskalieren. Wir müssen diesen tödlichen Kreislauf von Aufrüstung, Interventionskriegen und Terror endlich an der Wurzel bekämpfen."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Merkel räumt Versäumnisse in Russlandpolitik ein
  • Jonas Mueller-Töwe
Von Jonas Mueller-Töwe
BundesregierungDeutsche Presse-AgenturDonald TrumpEUEuropaIranMartin SchulzRusslandSPDSaudi-ArabienUSA

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website