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Ukraine-Krise: Scholz fordert Putin zur Deeskalation auf


Selenskyj: "Der Kanzler hat mir die Frage nicht beantwortet"

Von dpa, rtr, t-online, lib

Aktualisiert am 14.02.2022Lesedauer: 2 Min.
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"Wir wissen, was dann zu tun ist": Olaf Scholz war am Montag zu Besuch in Kiew – und richtete deutliche Worte gen Russland. (Quelle: Reuters)
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Wie lässt sich eine russische Invasion verhindern? Der Bundeskanzler suchte im Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten nach Lösungen. Beim gemeinsamen Statement ging es auch um mögliche Sanktionen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russland in der Krise mit der Ukraine erneut mit harten Sanktionen gedroht, zugleich aber das Dialogangebot untermauert. "Im Falle einer militärischen Eskalation sind wir zu sehr weitreichenden und effektiven Sanktionen in Abstimmung mit unseren Verbündeten bereit", sagte der SPD-Politiker am Montag bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. "Wenn Russland die territoriale Integrität der Ukraine erneut verletzen sollte, wissen wir, was zu tun ist", versicherte Scholz.

Für die Bundesregierung sei klar, dass eine weitere militärische Aggression gegen die Ukraine schwerwiegende politische, wirtschaftliche und geostrategische Konsequenzen für Russland zur Folge hätte, so Scholz. Das werde er auch am Dienstag in Moskau unterstreichen, betonte der Kanzler.

Der ukrainische Präsident bedankte sich bei Scholz "für die Unterstützung", bedauerte jedoch, dass er keine Antwort auf die Frage nach konkreten Sanktionen bekommen habe. "Der Kanzler hat mir die Frage nicht beantwortet", antworte Selenskyj auf die entsprechende Frage eines Pressevertreters nach den Statements der beiden Regierungschefs. Das habe kein Regierungsoberhaupt in den vergangenen Wochen getan.

Selenskyj kam auch auf die Unterschiede im Hinblick auf die Ostseepipeline Nord Stream 2 zu sprechen. Die Ukraine verstehe es als politische Waffe, sagte Selenskyj. "Sicherheit der Ukraine ist die Sicherheit von ganz Europa."

Scholz: Erwarten von Russland Deeskalation

Scholz sagte, dass Deutschland "eindeutige Schritte zur Deeskalation der gegenwärtigen Spannung" von Russland erwarte. Zugleich sagte der Kanzler: "Wir sind bereit für einen ernsthaften Dialog mit Russland über Fragen europäischer Sicherheit." Deutschland unterstütze entsprechende Vorschläge der Nato und der USA. Nun erwarte man von Russland eine Antwort darauf. Scholz forderte Moskau auf, die bestehenden Dialogangebote zu nutzen. Deutschland werde dabei für eine enge Abstimmung mit der Ukraine eintreten.

Scholz: Gespräche mühselig, aber lohnen sich

Scholz dankte der Ukraine "für ihre besonnene und zurückhaltende Reaktion auf eine sehr schwierige und auch bedrohliche Situation, der sie seit vielen Wochen mit Augenmaß begegnet". Er ermutige Kiew, diese verantwortungsvolle Politik fortzusetzen. "Unser gemeinsames Ziel ist die Vermeidung einer Eskalation", betonte Scholz. Dafür arbeite man eng mit Verbündeten und Partnern zusammen.

Scholz betonte zudem, dass die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt werden müssen. Die Gespräche seien zwar mühselig, aber sie lohnten sich, so Scholz. Die Souveränität der Ukraine sei nicht verhandelbar, so Scholz. Für den Truppenaufmarsch an der Grenze gebe es keinen "vernünftigen Grund", so Scholz.

Zur Unterstützung sicherte Scholz der Ukraine weitere Finanzhilfen zu. Das Land erhalte 150 Millionen Euro als neuen ungebundenen Finanzkredit, zudem stünden 150 Millionen aus einem bestehenden Kredit bereit, die noch nicht abgeflossen seien, teilte der SPD-Politiker mit. Deutschland stehe eng an der Seite Kiews. Kein Land der Welt habe der Ukraine in den vergangenen acht Jahren mehr finanzielle Hilfe geleistet als Deutschland. Es seien mehr als zwei Milliarden Euro gegeben worden. Scholz kündigte an, die Zusammenarbeit entschlossen fortsetzen zu wollen.

Verwendete Quellen
  • Pressekonferenz am 14.02.2022
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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Von Johannes Bebermeier

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