Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

AfD-Parteitag: Köln rüstet sich für Eskalation der Gewalt

...

Radikale haben AfD-Parteitag im Fokus  

Köln rüstet sich für Eskalation der Gewalt

21.04.2017, 11:17 Uhr | dpa, pdi

AfD-Parteitag: Köln rüstet sich für Eskalation der Gewalt. Ein Polizist durchsucht einen Demonstranten, der gegen den Landesparteitag der AfD in Kiel protestiert hat. Auch die Polizei in Köln rechnet mit Gewalt von linken Gruppierungen. (Quelle: dpa)

Ein Polizist durchsucht einen Demonstranten, der gegen den Landesparteitag der AfD in Kiel protestiert hat. Auch die Polizei in Köln rechnet mit Gewalt von linken Gruppierungen. (Quelle: dpa)

Die Sicherheitsbehörden haben vor dem AfD-Bundesparteitag in Köln vor einer Eskalation der Gewalt aus dem linksextremen Spektrum gewarnt.

"Wir machen uns große Sorgen", sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies. Man habe die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern um Unterstützung gebeten. Sie sollten möglichst schon die Anreise von Gewalttätern unterbinden.

Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies (M) äußert sich zur Situation während des AfD-Parteitages. (Quelle: dpa)Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies (M) äußert sich zur Situation während des AfD-Parteitages. (Quelle: dpa)

"Aktuelle Aufrufe der linksextremen Szene zur Verhinderung des AfD-Parteitages untermauern die uns vorliegenden Erkenntnisse, dass mehrere tausend Linksextreme nach Köln kommen werden - und dass sich nach unseren Erkenntnissen auch mehrere hundert gewaltbereite Personen darunter befinden", sagte Mathies. Er zitierte Aufrufe, in denen von "Feuer statt Konfetti" und einer "Hölle von Köln" die Rede war.

"Rechte einer nicht verbotenen Partei"

Die Polizei will rund um den Parteitag am Wochenende mehr als 4000 Beamte aufbieten, um die friedlichen Gegendemonstrationen zu schützen und den AfD-Parteitag zu ermöglichen. Es gehe schlichtweg um die Rechte einer nicht verbotenen Partei, die in mehreren Landtagen sitze, betonte Mathies.

Er kritisierte vor allem das Bündnis "Solidarität statt Hetze". Es hatte angekündigt, für Blockaden notfalls auch Absperrungen überwinden zu wollen. Das trage nicht zur Deeskalation bei, sagte der Polizeipräsident.

Machtkampf droht zu eskalieren

Der Bundesparteitag wird auch Bühne eines internen Machtkampfes in der AfD. Bereits wenige Stunden nach dem Verzicht von AfD-Chefin Frauke Petry auf eine Spitzenkandidatur im Bundestagswahlkampf ist in der Partei Streit ausgebrochen.

Die AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen und der damalige Berliner Spitzenkandidat Georg Pazderski auf einer Pressekonferenz. (Quelle: dpa)Die AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen und der damalige Berliner Spitzenkandidat Georg Pazderski auf einer Pressekonferenz. (Quelle: dpa)

Während sich der Berliner AfD-Chef Georg Pazderski im ARD-"Morgenmagazin" dafür aussprach, ohne Spitzenkandidaten Wahlkampf zu machen, forderte Sachsens-Anhalts Landeschef André Poggenburg ein Festhalten daran.

Pazderski sagte, "die Frage, die sich stellt, ist, braucht die Partei überhaupt einen Spitzenkandidaten oder ein Spitzenteam". Er könne sich "durchaus auch vorstellen, dass man ohne Spitzenkandidaten oder Spitzenteam in den Wahlkampf zieht".

Angst vor Diskussion über Grundsatzstrategie ist groß

Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg sprach sich in der Sendung dagegen für ein Spitzenteam aus. Es sei ein Team nötig, "dass die verschiedenen Strömungen abbildet der AfD", sagte Poggenburg.

Pazderski warnte zugleich davor, beim am Wochenende bevorstehenden AfD-Bundesparteitag in Köln eine Diskussion über die Grundsatzstrategie der AfD auszutragen. Diese Debatte müsse sicherlich geführt werden, am Wochenende sollten aber die Weichen für die Bundestagswahl gestellt werden.

Pazderski sprach sich selbst dafür aus, die AfD stärker in die politische Mitte zu rücken und koalitionsfähig zu machen. Ziel müsse es sein, dass die AfD eine Volkspartei werde, die für breite Wählerschichten wählbar sei.


Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sexy Bademode: die Hingucker an Strand und Badesee
gefunden auf otto.de
Anzeige
EntertainTV Plus für 10,- € mtl. zu MagentaZuhause buchen
jetzt bestellen bei der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018