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Umfrage zum Fall Maaßen: Mehrheit hält Merkel für führungsschwach

Umfrage zum Fall Maaßen  

Mehrheit der Deutschen hält Merkel für führungsschwach

Von Patrick Diekmann

20.09.2018, 11:39 Uhr
Merkel: Versetzung Maaßens war eine wichtige und richtige Entscheidung (Screenshot: Reuters)
Merkel verteidigt Maaßen-Entscheidung

Die Kanzlerin äußert sich zu der umstrittenen Personalie am Rande des EU-Gipfels in Salzburg.

Versetzung und Beförderung: Kanzlerin Merkel verteidigt die Maaßen-Entscheidung. (Quelle: Reuters)


Es ist entschieden: Hans-Georg Maaßen wechselt vom Verfassungsschutz ins Innenministerium. Zu den Verlierern des Koalitionsstreits gehört laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag von t-online.de auch die Kanzlerin.

Der Streit um Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen erregt weiter die Gemüter. Maaßen wird zwar als Leiter seiner Behörde abgelöst, aber er wechselt zu Horst Seehofer (CSU) ins Innenministerium und wird Staatssekretär. Für Maaßen kommt der Wechsel einer Beförderung gleich.

In dem Streit stand die Koalition auf dem Spiel, dieses Risiko schilderte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer in einem Schreiben an ihre Partei. Während die SPD darauf beharrt habe, Maaßen abzulösen, habe Seehofer vehement für dessen Verbleib gekämpft.

"Adressat für Kritik heißt Horst Seehofer": Andreas Nahles begründete am Mittwoch bereits ihre Entscheidung für die Maaßen-Beförderung. (Quelle: Reuters)

Und die Kanzlerin?

Eine Mehrheit der Bevölkerung hält sie in der Causa Maaßen für führungsschwach. Dies zeigt eine exklusive Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von t-online.de. Demnach antworteten 76 Prozent auf die Frage "Hat sich Kanzlerin Merkel vor der Versetzung von Verfassungsschutzchef Maaßen Ihrer Meinung nach führungsstark oder -schwach verhalten?" mit "eher führungsschwach" oder "eindeutig führungsschwach". Nur 11,5 Prozent bescheinigen ihr dagegen Führungsstärke –  12,5 Prozent sind unentschieden.

Hier die Antworten aller Befragten:

Kein Rückhalt im eigenen Lager

Sogar aus ihren eigenen Reihen kommt keine Rückendeckung. So sehen mehr als 53 Prozent der befragten Wähler von CDU und CSU Merkel in dieser Frage als führungsschwach. Nur 27 Prozent attestieren ihr Führungsstärke, knapp 20 Prozent sind unentschieden.

Antworten nach Parteizugehörigkeit

Wähler der anderen Parteien stufen die Kanzlerin im Maaßen-Streit eindeutig als führungsschwach ein. Über 80 Prozent der Befragten aus fast allen politischen Lagern teilen diese Zurechnung.

Nur FDP-Wähler gehen nicht ganz so hart mit Merkel in Gericht. Von den Wählern der Liberalen denken 74 Prozent, dass die Kanzlerin in der Frage eher oder eindeutig führungsschwach war. 

Keine Unterschiede zwischen Ost und West

Im Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland sind dagegen laut Civey nur geringe Unterschiede zu verzeichnen. Im Osten wird die Kanzlerin allerdings etwas kritischer gesehen.

Die Ergebnisse sind auch hier deutlich: In Ostdeutschland empfinden 78 Prozent der Befragten Merkel in der Maaßen-Frage als führungsswach. Im Westen ist dieser Wert mit 75 Prozent ebenfalls hoch. Nur 10 Prozent der Ostdeutschen sehen Merkel als mindestens eher führungsstark, im Westen sind es 11 Prozent.

t-online.de kooperiert für repräsentative Umfragen mit dem Umfrageinstitut Civey. Abstimmen kann jeder, doch berücksichtigt werden nur die für Abstimmungen registrierten User. Wenn Sie sich registrieren, tragen Sie zu besseren Ergebnissen bei. Alle Informationen zur Methodik finden Sie hier. 

Für die Umfrage stellte Civey zwischen dem 18. und dem 19. September 5.133 Menschen online die Frage: "Hat sich Kanzlerin Merkel vor der Versetzung von Verfassungsschutzchef Maaßen Ihrer Meinung nach führungsstark oder –schwach verhalten?" Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte.

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