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Deutschlandtrend: Zwei Drittel der Deutschen gegen CO2-Steuer

ARD-"Deutschlandtrend"  

Fast zwei Drittel der Deutschen gegen CO2-Steuer

02.05.2019, 21:11 Uhr | dpa

Deutschlandtrend: Zwei Drittel der Deutschen gegen CO2-Steuer. Abendlicher Berufsverkehr: Ein möglicher CO2-Preis, ob als Steuer, Abgabe oder Emissionshandel, soll den Ausstoß von Treibhausgasen verteuern und damit klimafreundliche Technologien fördern. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)

Abendlicher Berufsverkehr: Ein möglicher CO2-Preis, ob als Steuer, Abgabe oder Emissionshandel, soll den Ausstoß von Treibhausgasen verteuern und damit klimafreundliche Technologien fördern. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Für mehr Klimaschutz wird in der großen Koalition über eine CO2-Steuer debattiert. Eine neue Umfrage der ARD kommt nun zu dem Ergebnis: 62 Prozent der Befragten sind gegen den Vorschlag. 

Die in der großen Koalition umstrittene CO2-Steuer für mehr Klimaschutz ist bei den Deutschen nicht sehr populär. Nur gut ein Drittel (34 Prozent) sprach sich in einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage für den ARD-"Deutschlandtrend" für den Steuer-Aufschlag etwa auf Sprit und Heizöl aus, 62 Prozent dagegen.

Eine Mehrheit findet die CO2-Steuer, für die unter anderem Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) wirbt, nur bei den Anhängern der Grünen, 60 Prozent sind dafür. Unter SPD-Anhängern sind 40 Prozent dafür, bei den Linken 36 Prozent, bei der Union 32 Prozent. Unter den Anhängern der FDP, die die Steuer strikt ablehnt, sind 31 Prozent trotzdem für ihre Einführung. Am geringsten ist die Zustimmung mit 11 Prozent bei den Anhängern der AfD.

Geringverdiener sollen nicht stärker belastet werden

Das Bundesumweltministerium arbeitet an einem CO2-Steuerkonzept, das sicherstellen soll, dass Menschen mit kleinem Einkommen unter dem Strich nicht stärker belastet werden – denkbar wäre etwa, dass die Einnahmen aus der Steuer den Bürgern zurückgezahlt werden.
 

 
Der Ökonom und Regierungsberater Ottmar Edenhofer, der schon lange für eine Bepreisung des CO2-Ausstoßes wirbt, sagte der "Wirtschaftswoche": "Politiker können sagen, wir senken so endlich die Emissionen in Deutschland in größerem Stil und wir federn die sozialen Härten ab, weil wir besonders Betroffene auch entschädigen." Er vermute, dass ein Preis von 50 bis 60 Euro notwendig sei, um die verpflichtenden EU-Ziele beim Klimaschutz zu erreichen. Ein höherer Preis und damit eine höhere Ausschüttung pro Kopf seien aus sozialer Sicht vorteilhaft, es müssten aber auch die Auswirkungen auf die Industrie berücksichtigt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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