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Corona – FDP-Politiker Kubicki: Covid-19 "befördert Schwarz-Weiß-Denken"


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"Corona hat ein dumpfes Schwarz-Weiß-Denken befördert"

Von t-online, job, TiK

Aktualisiert am 15.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionsvize und stellvertretender Präsident des Deutschen Bundestags: "Selbstverständlich brauchen wir bei der Bewältigung der Corona-Krise mehr Licht am Ende des Tunnels."
Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionsvize und stellvertretender Präsident des Deutschen Bundestags: "Selbstverständlich brauchen wir bei der Bewältigung der Corona-Krise mehr Licht am Ende des Tunnels." (Quelle: imago-images-bilder)
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Hansi Flick und Stefan Effenberg kritisieren die Corona-Politik – und Karl Lauterbach. Aus der Politik bekommt der SPD-Gesundheitsexperte Unterstützung, auch von der FDP.

Karl Lauterbach erhält im Streit mit dem FC Bayern über die Corona-Politik und seine eigene Rolle Rückendeckung von Politikern. Der FDP-Abgeordnete und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki sagte t-online: "Der Streit zwischen Hansi Flick und Stefan Effenberg auf der einen Seite und Karl Lauterbach auf der anderen Seite zeigt dankenswerterweise, dass die Meinungsfreiheit nicht eingeschränkt ist. Fußballtrainer dürfen Politiker kritisieren, Politiker dürfen aber auch Fußballtrainer kritisieren."

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese kritisierte die Verantwortlichen des Vereins: "Die Äußerungen des FC Bayern München zeugen von Arroganz, Egozentrik und lassen gerade in diesen Zeiten Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein vermissen", sagte er t-online. "Rummenigge und Flick entfremden sich mehr und mehr von der Mehrheit der Fans."

Auch der SPD-Abgeordnete Dennis Rohde kritisierte den FC Bayern. Profi-Sportvereine gehörten zu den "privilegiertesten Akteuren in dieser Pandemie", sagte Rohde t-online. "Nahezu alle Vereine gehen mit dieser Verantwortung vorbildlich und gewissenhaft um." Er sei deshalb umso mehr verwundert, "mit welcher teilweisen Arroganz die Funktionsträger des FC Bayern auftreten", sagte der SPD-Politiker. "Jeder in der Öffentlichkeit trägt Verantwortung, als Vorbild zu agieren. Auch die Funktionsträger vom FC Bayern München. Es wird Zeit, dass sie damit beginnen."

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Effenberg springt Flick bei

FC-Bayern-Trainer Hansi Flick hatte sich gegen Kritik an der Katar-Reise seiner Mannschaft gewehrt. "Ich finde, die sogenannten Experten, die Politik, sollen sich zusammensetzen und wirklich mal eine Strategie entwickeln, dass man irgendwann mal wieder Licht im Tunnel sieht", hatte Flick gesagt und Lauterbach kritisiert: "Der Herr Lauterbach hat immer zu irgendwas einen Kommentar abzugeben." So langsam könne man "die sogenannten Experten gar nicht mehr hören, auch Herrn Lauterbach".

Der frühere Bayern-Profi Stefan Effenberg hat sich in seiner t-online-Kolumne auf die Seite Hansi Flicks geschlagen. "Es war überfällig, dass sich mal jemand in dieser Deutlichkeit äußert, weil es schlicht nicht mehr zu ertragen ist. Gerade Lauterbach gibt zu allem seinen Senf dazu und hört einfach nicht auf." Den Hass und die Morddrohungen, die Lauterbach derzeit wieder vermehrt bekommt, bezeichnete Effenberg zugleich als "widerlich und nicht tolerierbar".

Lauterbach hatte sich auf Twitter gegen die Flick-Kritik verwehrt. "Wenn Hansi Flick anderer Meinung ist, soll er einfach seine Argumente bringen", schrieb Lauterbach. "Dafür muss er nicht Experte sein. Auch andere Argumente zählen. Aber als Amateursportler sage ich: nicht unfair sein!"

Kubicki kritisiert Schwarz-Weiß-Denken

Der FDP-Politiker Kubicki mahnte eine bessere Debattenkultur an: Ihm bereite "die Unerbittlichkeit in der Debattenkultur mittlerweile große Sorgen", sagte er. "Corona hat leider ein dumpfes Schwarz-Weiß-Denken befördert, das Differenzierungen nicht mehr zulässt. Dann geht es am Ende nicht mehr um den besseren Weg, sondern um Selbstbehauptung. Das ist eine fatale Entwicklung."

Zugleich kritisierte Kubicki die Corona-Politik und den SPD-Gesundheitsexperten. "Auch ich halte den Alarmismus von Karl Lauterbach für kontraproduktiv vor allem, weil er sich nicht damit beschäftigt, wie es gelingen kann, mit dem Virus zu leben", sagte er. "Selbstverständlich brauchen wir bei der Bewältigung der Corona-Krise mehr Licht am Ende des Tunnels."

SPD-Fraktionsvize Wiese verwies derweil als Positivbeispiel im Fußball auf Borussia Dortmund und dessen Geschäftsführer: "Aki Watzke spielt den Ball in die solidarische Richtung und fordert zu Recht, dass geimpfte Pflegekräfte kostenlos ins Stadion dürfen", sagte Wiese. "Aus Dank und Anerkennung für ihre Leistungen. So geht Fußball, so geht Solidarität!"

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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  • Annika Leister
Von Annika Leister
BundestagFC Bayern MünchenFDPHansi FlickKarl LauterbachSPDStefan EffenbergWolfgang Kubicki
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