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  • Sensationen bei den Olympischen Spielen in Peking: Nur einmal in hundert Jahren


Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Nur einmal in hundert Jahren

  • Florian Harms
Von Florian Harms

Aktualisiert am 10.02.2022Lesedauer: 5 Min.
Vinzenz Geiger feiert seinen spektakulären Sieg.
Vinzenz Geiger feiert seinen spektakulären Sieg. (Quelle: Marko Djurica/Reuters-bilder)
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Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen grauen Tagen kann das einzige Drama des Tages ja schon ein entglittenes Marmeladenbrötchen sein. Landet natürlich kopfüber auf dem Küchenboden, herrje. Aufwischen, neues Hemd, Drama beendet. Dann los zur Arbeit, Meetings, mittags was Schnelles auf die Hand, wieder Arbeit, noch mehr Meetings, Rückfahrt. Zu Hause aufräumen und die Treppe fegen, draußen Regen. Höhepunkte? Rar.

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Wie gut, wie wahnsinnig gut, dass es zwischendurch kleine Fluchten gibt. Um die großen Dramen dieser Tage zu erleben, muss man ja gar nicht nach Washington oder Moskau schauen. Es genügt schon ein Blick in den Videobereich von t-online. Dort veröffentlichen meine tüchtigen Kollegen Lukas Martin, Martin Trotz, Hanna Klein, Rahel Zahlmann, Adrian Röger, Axel Krüger, Nicolas Lindken, Arno Wölk und Sophie Loelke einen Kracher nach dem anderen.

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe nicht die Zeit, den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen und Olympia zu gucken. Zugegeben, wäre mir auch ein klitzekleines bisschen zu langatmig. Die kurzen Sportvideos meiner Kollegen dagegen sind alles andere als langweilig. Ob auf unserer Website oder auf den Infoscreens in Bahnhöfen, Einkaufszentren und Innenstädten: Überall kann man in diesen Tagen die besten Szenen der olympischen Wettkämpfe sehen.

Und was da zu sehen ist! Haben Sie das sagenhafte Finale auf der Loipe der Nordischen Kombinierer gesehen? Wie Vinzenz Geiger auf den letzten Metern an seinen Kontrahenten vorbeigehechelt ist – überirdische Kräfte muss der gehabt haben, welch eine Leistung! Die Kommentatoren waren perplex, ich war es auch. Gold für Deutschland! Oder die Rodler Wendl und Arlt, die praktischerweise beide Tobi heißen: Pfeilschnell sind sie zum dritten Olympiasieg in Folge gerast. Wieder Gold – und auf einmal liegt Deutschland im Medaillenspiegel auf Platz eins! Zwischendrin hagelt es dubiose Disqualifikationen bei den Skispringerinnen, weil sie angeblich falsche Anzüge tragen. Eine "Farce" nennt das unser Olympiareporter Alexander Kohne, und der weiß, wovon er spricht. Schließlich ist er in Peking mittendrin.

Zauberhaft dagegen die Gold-Kür der Eiskunstläuferin Kamila Valieva: Gerade mal 15 Jahre ist die Russin jung, aber sie hüpft, wirbelt und fliegt übers Eis wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Da kommt selbst unsere Eisprinzessin Aljona Savchenko aus dem Schwärmen nicht heraus: "Das gibt es nur einmal in hundert Jahren. Ein Geschenk Gottes!" Russische Medien berichteten unterdessen, dass die Eiskunstläuferin gedopt sein soll, eine Bestätigung dazu gibt es nicht. Das IOC bezeichnete die Berichte zunächst als "Spekulationen".

Eines steht in jedem Fall fest: Einen Vierfachsprung auf dem Eis hinlegen, mit bis zu 150 Sachen durch den Eiskanal brettern, mit eiskalter Lunge auf Skiern zur Ziellinie sprinten – das sind körperliche und mentale Höchstleistungen. Das sollte nicht vergessen, wer sich über die "chinesischen Propagandaspiele" mokiert. Die Sportler aus aller Welt haben jahrelang für diese wenigen Minuten trainiert, sie schwitzen Blut, Schweiß und Tränen, und sie schenken uns in diesen grauen Tagen Dramatik, Spannung und, wenn Sie mich fragen, auch Verzückung. Man muss nur in den richtigen Momenten hinschauen. Aber sehen Sie selbst.


Alles glänzt

Heute könnte es die nächsten Goldmedaillen für deutsche Sportler geben. Wer die größten Chancen hat, zeigt Ihnen mein Kollege Jannik Meyer.


Diplomatie auf Hochtouren

Nach einem Tag Atempause geht die Krisendiplomatie im Russland-Ukraine-Konflikt weiter: Bundeskanzler Olaf Scholz, der eine Verstärkung der deutschen Truppe im Baltikum in Aussicht gestellt hat, empfängt die Staatschefs von Litauen, Estland und Lettland, um die Sicherheitslage in Osteuropa zu besprechen. Russen und Ukrainer verhandeln zeitgleich ein paar Straßen weiter im "Normandie-Format" über den Minsker Friedensplan, den Frau Merkel und Herr Steinmeier 2015 eingefädelt haben, der aber leider auf Eis liegt. Und was macht Wladimir Putin? Schickt seine Soldaten heute in ein Militärmanöver mit Soldaten des belarussischen Diktators. Ist vermutlich Teil der raffinierten Taktik des Kremlchefs, die mein Kollege Patrick Diekmann analysiert hat.


Auch innenpolitisch versucht sich Olaf Scholz an einem Machtwörtchen: Er findet es gar nicht toll, dass Markus Söder die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Bayern kassiert. Viel ausrichten kann der Kanzler diesbezüglich aber nicht. Seine Regierung macht einfach zu viele Fehler, zeigt unser Reporter Johannes Bebermeier. Nun schalten CDU und CSU auch noch auf Fundamentalopposition und triezen die Ampelkoalition. Unsere Reporter Miriam Hollstein und Sebastian Späth haben die Hintergründe.


Die Brücke muss weg

Die marode Talbrücke bei Lüdenscheid liegt auf der Nord-Süd-Achse A45.
Die marode Talbrücke bei Lüdenscheid liegt auf der Nord-Süd-Achse A45. (Quelle: Kay-Helge Hercher/dpa-bilder)

Deutschland hat ein Brückenproblem: Alle 60 großen Talbrücken der Sauerlandlinie müssen ersetzt werden, weil sie dem Dauerverkehr nicht mehr standhalten. Am vergangenen Sonntag jagten Sprengmeister die marode Talbrücke Rinsdorf an der Autobahn 45 im Siegerland in die Luft (hier ist das Video), nun ist die Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid dran. Heute gibt Verkehrsminister Volker Wissing Details zum Ablauf bekannt. Auf die Menschen in der Region kommen monatelange Staus und Lärm zu. Doch anschließend können sie umso schneller von A nach B flitzen.


Berliner Bärenjagd

Die deutsche Kinobranche liegt wegen Corona immer noch darnieder, doch wenigstens die Berlinale kann wieder an ihrem traditionellen Termin stattfinden: Heute Vormittag stellt sich die diesjährige Jury vor, am Abend läuft zur Eröffnung der neue Film des französischen Regisseurs François Ozon: Auf die Fassbinder-Interpretation "Peter von Kant" mit Isabelle Adjani bin ich gespannt.


Was lesen?

Die Sprungschanze am Pekinger Stadtrand.
Die Sprungschanze am Pekinger Stadtrand. (Quelle: UPI Photo/imago-images-bilder)

Schnee ist bei Olympia in Peking Mangelware, Geld und Wille sind es nicht. Zu welchen aberwitzigen Bildern das führt, zeigt Ihnen mein Kollege Dominik Sliskovic.


Alle Wettkampforte rund um Peking werden mit Kunstschnee präpariert. Was das in der Umwelt anrichtet, erklärt Ihnen unsere Nachhaltigkeitsredakteurin Theresa Crysmann.


Wegen Corona wurde der Ticketverkauf für die olympischen Wettkämpfe gestoppt. Nun stehen aber plötzlich doch Zuschauer auf den Tribünen – und verhalten sich äußerst sonderbar, wie unser Reporter Alexander Kohne berichtet.


"Ich habe keine Angst vor dem Tod", sagt die 52-jährige Maryana Zhogla.
"Ich habe keine Angst vor dem Tod", sagt die 52-jährige Maryana Zhaglo. (Quelle: Michael Hübner für t-online)
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Tagesanbruch - Was heute wichtig istWas heute wichtig ist

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In der Ukraine melden sich immer mehr Freiwillige zum Kriegsdienst, um ihr Land gegen Putins Armee zu verteidigen. Unser Reporter Daniel Mützel hat sich das Waffenarsenal zweier Frauen zeigen lassen.


Wer ist der dubiose Milliardär, der die US-Demokratie sturmreif schießen will? Meine Kollegen Nils Kögler und Steve Haak erklären, warum immer mehr Amerikaner den Trump-Freund Peter Thiel fürchten.


Was amüsiert mich?

Der hat immer eine Idee, der Söder.

(Quelle: Mario Lars)

Ich wünsche Ihnen einen spannenden Olympiatag. Morgen schreibt Camilla Kohrs den Tagesanbruch, von mir hören Sie am Samstag wieder.

Herzliche Grüße

Ihr

Florian Harms
Chefredakteur t-online
E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de

Mit Material von dpa.

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