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Newsblog zum Brückeneinsturz: Italien startet Untersuchung gegen Betreiber

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Newsblog zum Brückeneinsturz  

Italien startet Untersuchung gegen Betreiber eingestürzter Brücke

17.08.2018, 05:00 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Aufräumarbeiten nach Brückeneinsturz in Genua (Quelle: Reuters)
Ursachensuche und Aufräumarbeiten in Genua

Nach dem Brücken-Einsturz in Genua wird weiter nach der Ursache gesucht. Derweil laufen die Bergungs- und Aufräumarbeiten. (Quelle: t-online.de)

Brücken-Katastrophe: Ursachensuche und Aufräumarbeiten in Genua. (Quelle: t-online.de)


Freitag 00:30 Uhr: Italien startet Untersuchung gegen Betreiber eingestürzter Brücke

Die italienische Regierung hat nach dem Brückeneinsturz in Genua eine Überprüfung des Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia gestartet. Das Unternehmen habe 15 Tage Zeit, um nachzuweisen, dass es alle vertraglichen Verpflichtungen bezüglich der ordnungsgemäßen Funktion der Brücke und der Vermeidung von Unfällen erfüllt habe, erklärte das Verkehrsministerium am Donnerstag. Sollten die Auskünfte als unzureichend eingestuft werden, wäre dies ein Bruch der Konzessionsbedingungen.

Die Muttergesellschaft Atlantia wurde aufgefordert, sofort den Wiederaufbau der Brücke auf eigene Kosten anzugehen. Auch für den Wiederaufbau der unter der Brücke zerstörten Gebäude müsse Atlantia aufkommen. Atlantia wird von der Familie Benetton kontrolliert. Das Unternehmen besitzt 88 Prozent am größten Betreiber mautpflichtiger Straßen in Italien. 

14.48 Uhr: Bundesregierung will Italien helfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat der italienischen Regierung die Hilfe deutscher Experten angeboten. Konkret geht es um den schnellen Einsatz eines Teams unter Leitung des Brückenfachmanns des Ministeriums, Gero Marzahn, wie das Ressort auf dpa-Anfrage mitteilte. Eine Rückmeldung aus Italien stand demnach zunächst aus. Scheuer hatte seinen Amtskollegen Danilo Toninelli in einem Schreiben sein Mitgefühl wegen des Unglücks ausgesprochen und Hilfe angeboten.

14.08 Uhr: Rettungsarbeiten dauern weiter an

"Wir suchen immer noch nach Hohlräumen, in denen Menschen sein könnten – lebendig oder nicht", sagt Feuerwehrsprecher Emanuele Gissi. "Letzte Nacht hatten wir kein Glück, wir haben niemanden gefunden."

Spezialisten arbeiten weiter daran, die Trümmer in große Betonblöcke zu zerschneiden und mit Kränen abzutragen, um Spürhunde in den Schutt schicken zu können. Die Arbeit sei sehr gefährlich, da die Trümmer und auch der noch stehende Rest der Autobahnbrücke instabil seien, betonte Gissi.

13.54 Uhr: Unglücks-Brücke unterlag besonderen Sicherheitsauflagen

Die eingestürzte Autobahnbrücke war Teil eines europäischen Fernstraßennetzes und unterlag deshalb besonderen Prüf- und Sicherheitsauflagen der EU. Dies stellt die EU-Kommission klar. Verantwortlich für die Umsetzung seien die italienischen Behörden.

12.34 Uhr: Staatsanwalt befürchtet weitere Vermisste

"Es könnte noch zehn bis 20 vermisste Personen geben", sagt der leitende Staatsanwalt Francesco Cozzi. Am Mittwoch hatte er die Zahl der Todesopfer auf 42 beziffert, während die Präfektur 39 bestätigte.

10.13 Uhr: Aktie von Atlantia-Gruppe bricht dramatisch ein

Nach dem Brückeneinsturz von Genua ist die Aktie des italienischen Infrastruktur-Gruppe Atlantia an der Börse in Mailand gefallen. Der Kurs brach am Donnerstag um 24 Prozent ein. Zuvor war die Aktie des Mutterkonzerns des Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia für knapp eine Stunde vom Handel ausgesetzt worden.

10.03 Uhr: Italien droht mit Verstaatlichung der Autobahnen

Italiens Vize-Ministerpräsident Luigi di Maio droht mit einer Verstaatlichung der Autobahnen. Wenn die Betreiber der Autobahnen nicht in der Lage seien, ihre Aufgabe richtig zu erfüllen, dann müsse der Staat die Autobahnen übernehmen, sagte di Maio im Rundfunk. Die Betreiber der Autobahnen hätten mehr in die Sicherheit investieren sollen als sich über die Dividenden Gedanken zu machen.

10.01 Uhr: Angaben zur Anzahl der Todesopfer korrigiert

Die italienische Polizei hat die Zahl der Todesopfer des Brückeneinsturzes von Genua auf 38 präzisiert. Zuvor war von 39 Toten die Rede. Experten schätzen die Chancen auf Überlebende unter den Trümmern inzwischen als sehr gering ein.

Donnerstag, 6.17 Uhr: Rettungsarbeiten dauern zweite Nacht in Folge an

Einsatzkräfte haben die zweite Nacht in Folge mit Hochdruck nach Überlebenden des katastrophalen Brückeneinsturzes gesucht. Im Flutlicht aus riesigen Projektoren und mit Hilfe von Spürhunden suchten die Rettungsmannschaften in der Nacht zum Donnerstag ohne Unterlass unter den schweren Betonblöcken und Stahlteilen der eingestürzten Autobahnbrücke nach Verschütteten.

23.59 Uhr: Bislang 39 Tote, 16 Verletzte

Bis Mittwochabend wurde die Zahl der Toten mit 39 angegeben. 16 Menschen wurden verletzt, neun davon schweben in Lebensgefahr. Es gibt noch mehrere Vermisste. Unter den Toten sind drei Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren sowie vier junge Franzosen, drei Chilenen und ein Kolumbianer.

18.16 Uhr: Italiens Regierung ruft einjährigen Notstand in Genua aus

Die italienische Regierung hat für zwölf Monate den Notstand über die Hafenstadt Genua verhängt. Bei einer Krisensitzung des Ministerrates sei außerdem eine Soforthilfe von fünf Millionen Euro freigegeben worden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte.

17.24 Uhr: EU-Kommission widerspricht Salvini

Die EU-Kommission hat Vorwürfe der italienischen Regierung zurückgewiesen, die Brüsseler Sparvorgaben seien mitverantwortlich für die marode Infrastruktur des Landes. EU-Staaten könnten politische Prioritäten im Rahmen der geltenden Haushaltsregeln selbst festlegen – "zum Beispiel die Entwicklung und den Erhalt der Infrastruktur", sagte ein Sprecher. Tatsächlich habe die EU Italien sogar dazu ermuntert, in die Infrastruktur zu investieren. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor beklagt, die strengen europäischen Defizitregeln stünden der Sicherheit des Landes im Wege.

15.20 Uhr: Tausende Brücken in Deutschland gelten als marode

Die Ursache für die Brücken-Katastrophe im italienischem Genua ist noch nicht gefunden, dennoch beunruhigt das Unglück auch deutsche Autofahrer. Tausende Autobahnbrücken gelten hierzulande als marode. Experten schließen eine mögliche Tragödie in Deutschland nicht aus.

12.13 Uhr: Brückenbetreiber weist Vorwürfe zurück

Der Betreiber der eingestürzten Autobahnbrücke, Autrostrade, hat den Vorwurf von Pflichtverletzungen bei der Überwachung des Bauwerkes zurückgewiesen. Man habe die Brücke auf vierteljährlicher Basis entsprechend den gesetzlichen Vorgaben kontrolliert, erklärte das Unternehmen. Man habe aber auch zusätzliche Prüfungen vorgenommen unter Nutzung modernster Technologien und der Hinzuziehung externen Expertenrates.

11.18 Uhr: Opferzahl steigt auf 42, viele Vermisste

Der Einsturz der Autobahnbrücke hat nach neuesten Angaben mindestens 42 Menschen das Leben gekostet. Das sagte der Staatsanwalt Francesco Cozzi dem Fernsehsender RaiNews24. Der Präfektur zufolge gibt es 16 Verletzte, der Zustand von 12 ist kritisch. Noch immer würden viele Menschen vermisst. Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle gingen unvermindert weiter. Unter den Opfern sind mindestens auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und dreizehn Jahren.

10.25 Uhr: Regierung gibt Autobahnbetreiber die Schuld

Die italienische Regierung will den Betreiber der eingestürzten Brücke zur Rechenschaft ziehen. Zunächst müsse die Führung des Unternehmens Autostrade per l'Italia zurücktreten, forderte Verkehrsminister Danilo Toninelli auf Facebook. Außerdem prüfe die Regierung die Auflösung des Vertrags mit der Firma sowie Bußgeldforderungen in Höhe von bis zu 150 Millionen Euro.

Der Minister begründete die Überlegungen der Regierung mit Vertragsbrüchen seitens des Unternehmens. Der Vize-Regierungschef und Chef der Partei Fünf Sterne, Luigi Di Maio, machte die Firma direkt für das Unglück verantwortlich: "Die Verantwortlichen haben einen Namen und einen Vornamen und es sind Autostrade per l'Italia", sagte er im italienischen Radio. Die Brücke sei nicht durch Schicksal eingestürzt, sondern weil die Wartung nicht erfolgt sei.

09.46 Uhr: Zahl der Toten steigt auf 37

Die Zahl der Toten des Brückenunglücks ist nach Behördenangaben auf 37 gestiegen. Es gebe 16 Verletzte, der Zustand von 12 sei kritisch, teilte die Präfektur mit. Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle gingen unvermindert weiter. Unter den Opfern sind mindestens auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und dreizehn Jahren.

09.15 Uhr: Ex-Fußballprofi überlebt Einsturz

Wie durch ein Wunder hat der italienische Ex-Fußballprofi Davide Capello den Brücken-Einsturz von Genua überlebt. Er stürzte beim Zusammenbruch der Morandi-Brücke mit seinem Auto in die Tiefe. "Ich erinnere mich an die Straße, die nach unten stürzte. Und ich hatte das Glück, dass ich, ich weiß auch nicht wo, gelandet bin", sagte er Reportern am Dienstag im Krankenhaus. Es sei wie eine Szene aus einem apokalyptischen Film gewesen. Capello spielte beim sardischen Klub Cagliari Calcio, damals noch ein Serie-B-Verein, heute erstklassig. Mittlerweile arbeitet er für die Feuerwehr.

09.05 Uhr: Conte verspricht bessere Kontrollen

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte verspricht Besserungen bei der Kontrolle der Infrastruktur. "Das, was in Genua passiert ist, ist nicht nur für die Stadt eine tiefe Wunde, sondern auch für Ligurien und ganz Italien", schrieb Conte auf Facebook.

Die Tragödie "verbrüdert alle" und dränge darauf, nach den Ursachen zu suchen, erklärte Conte. Er sagte der Bevölkerung zu, dass die Regierung einen außerordentlichen Plan zur Kontrolle der Infrastruktur voranbringen werde. "Die Kontrollen werden sehr streng sein, denn wir können uns keine weiteren Tragödien wie diese erlauben."

05.25 Uhr: Experte: Deutsche Brücken verrotten gefährlich

Der Bauingenieur und Architekt Richard J. Dietrich äußert Zweifel an der Stabilität von Autobahnbrücken in Deutschland. "Unsere Brücken verrotten gefährlich, ein Einsturzrisiko kann inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden", sagte Dietrich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch).

Der Zustand von Brücken auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Deutschland.  (Quelle: Statista)Der Zustand von Brücken auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Deutschland. (Quelle: Statista)

Dietrich, der dem Bericht zufolge selbst zahlreiche Brückenbauten verantwortet, sieht vor allem im Werkstoff Beton ein Problem: Schäden würden erst spät, wenn nicht gar zu spät sichtbar. "Wenn der Beton Risse hat, durch die Feuchtigkeit eindringt, löst sich irgendwann der Zement auf, dadurch rostet die freigelegte Stahlbewehrung, und spätestens dann leidet die Stabilität." Dietrich sprach sich für die Rückkehr zu Stahlbrücken aus, die deutlich langlebiger und weniger anfällig für Schäden seien.

03.10 Uhr: Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden

Mit dem Licht großer Scheinwerfer und der Unterstützung von Spürhunden suchten hunderte Einsatzkräfte unter den schweren Betonteilen nach Verschütteten.

"Die Hoffnung stirbt nie, wir haben bereits ein Dutzend Menschen aus den Trümmern gerettet", sagte ein Vertreter der Feuerwehr, Emanuele Gissi, der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte an, die Helfer blieben "rund um die Uhr" im Einsatz.

Nach Angaben des Zivilschutzes sind insgesamt rund tausend Einsatzkräfte an den Bergungsarbeiten beteiligt, darunter Beamte von Feuerwehr und Polizei sowie Mitarbeiter des Roten Kreuzes.

Mittwoch, 02.55 Uhr: Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt auf 31

Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am frühen Mittwochmorgen unter Berufung auf das Innenministerium. Unter den Opfern seien auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und 13 Jahren. Darüber hinaus seien 16 Menschen verletzt worden. Die Rettungsarbeiten gingen in der Nacht weiter. Zuvor hatte die Zahl der bestätigten Todesopfer bei 26 gelegen, die Einsatzkräfte hatten Medienberichten zufolge am Dienstag aber von mindestens 35 gesprochen.

18:26 Uhr: Innenminister Salvini bezeichnet Vorfall als inakzeptabel

Der italienischen Innenminister Matteo Salvini sagte, er werde alles dafür tun, die Verantwortlichen für das Unglück ausfindig zu machen. "Es ist nicht akzeptabel, auf diese Weise in Italien zu sterben", sagte der Politiker von der rechtsextremen Lega. Er selbst habe die Brücke "hunderte Male" überquert.

Zugleich stellte er massive Investitionen in die marode Infrastruktur seines Landes in Aussicht. "Es gibt einen großen Teil Italiens, der sicher gemacht werden muss. Und wenn es ausländische Verpflichtungen gibt, die uns davon abhalten, das für die Sicherheit der Autobahnen benötigte Geld auszugeben... müssen wir uns fragen, ob wir diese Verpflichtungen weiterhin respektieren oder die Sicherheit der Italiener an die erste Stelle und zuvorderst stellen", sagte Salvini. "Natürlich werde ich die zweite Möglichkeit wählen."

Brückeneinsturz in Genua: t-online.de zeigt, wo das Unglück passiert ist. (Quelle: t-online.de)

17:19 Uhr: Zahl der Opfer steigt auf 35 Tote

Die Zahl der Opfer in Genua ist nach dem Einsturz einer vierspurigen Autobahnbrücke am Dienstag weiter gestiegen. Es seien mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr. Zuvor hatte Innenminister Matteo Salvini von 30 bestätigten Toten und Verletzten gesprochen.

Die Brücke vorher und nachher – bewegen Sie den Schieber:

17:06 Uhr: Retter bergen Überlebende aus Trümmern

Die Zahl der Todesopfer steigt, doch es gibt auch positive Nachrichten aus Genua. So erklärte Marco Bucci, Bürgermeister der Stadt, dass elf Überlebende aus den Trümmern geborgen wurden. An der Unglücksstelle im Westen der Hafenstadt waren mehr als 200 Rettungskräfte im Einsatz. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Generalkonsulat Mailand stehe in engem Kontakt mit den italienischen Behörden, um Informationen auch zu eventuellen deutschen Opfern zu sichern. Weitere Angaben konnten nicht gemacht werden.

17:02 Uhr: Nach Brückeneinsturz – keine Sonderkontrollen in NRW

Das Unglück von Genua hat keine Auswirkungen auf Brückenkontrollen in Nordrhein-Westfalen: Hier gebe es bereits seit Jahren ein intensives engmaschiges Prüfsystem für Brücken, sagte Bernhard Meier, Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Dazu zählten turnusmäßige Kontrollen, systematische Nachberechnung der Lebensdauer der Brücken, permanente Reparatur-, Sanierungs- und Verstärkungsarbeiten bis hin zu Neubauten wie etwa im Falle der maroden Rheinbrücken Leverkusen und Neuenkamp.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW ist für über 10.000 Brücken zuständig. Über 1000 Brückenbauwerke sind nach Zahlen des Verkehrsministeriums eingestuft als vorrangig nachzuprüfen und zu ertüchtigen.

16:55 Uhr: Chronik der Brückeneinstürzen

Der Brücken-Einsturz in Genua ist nicht das erste schlimme Unglück an einem solchen Bauwerk. Allein den letzten Jahren gab es zahlreiche Einstürze bei Brücken auf der ganzen Welt. Einige von ihnen befanden sich noch im Bau, andere brachen unter einer zu schweren Last ein. Ein Überblick. 

16:43 Uhr: Zahl der Opfer erneut gestiegen

Die Zahl der Todesopfer in Genua musste erneut nach oben korrigiert werden. Mittlerweile bestätigte der italienische Innenminister Matteo Salvini, dass mindestens 30 Menschen bei dem Brücken-Einsturz ihr Leben verloren haben. 

16:27 Uhr: Italien-Urlauber müssen mit Staus rechnen

Nach dem Brückeneinsturz in Genua müssen sich Autofahrer auf lange Staus und Wartezeiten einstellen. Derzeit ist in der nordwestlichen Region Ligurien die italienische Autobahn A 10 auf unbestimmte Zeit gesperrt – zwischen dem Autobahnkreuz mit der A 7 sowie dem Genua-Flughafen in beiden Richtungen, teilt der ADAC mit. Davon betroffen sind zum einen Autofahrer, die auf dem Weg vom oder zum Flughafen sind. Aber auch Reisende, die von Genua in Richtung Nizza und Savona oder umgekehrt fahren wollen. Der Fährhafen ist laut ADAC weiterhin über die A 7 von Norden aus erreichbar. Im Stadtgebiet von Genua sind Rückstaus auf der A 7 und A 12 nicht auszuschließen.

16:11 Uhr: Juncker wünscht Rettungskräften Kraft und Mut

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich erschüttert über die Katastrophe in Genua geäußert. Er sei tief betrübt über die Katastrophe, sagte Juncker in einer Mitteilung. "Im Namen der EU-Kommission spreche ich den Familien und Freunden derer, die gestorben sind, und dem italienischen Volk mein tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aus." Den Rettungskräfte wünschte Juncker "Kraft und Mut".

16:03 Uhr: Brückeneinsturz löst Ausschlag bei Erdbebenmess-Stationen aus

Der Einsturz der vierspurigen Autobahnbrücke hatte eine solche Wucht, dass der Seismograph einer Erdbeben-Warte in der Nähe von Genua eine Erschütterung registriert hat. 

15:39 Uhr: Wie ist der Zustand von Brücken in Deutschland?

Die Morandi-Brücke in Genua soll baufällig gewesen sein. Der italienischen Autobahnbetreiber hatte bereits bestätigt, dass zum Zeitpunkt des Einsturzes am Fundament der Brücke gearbeitet wurde. Auch in Deutschland gibt es viele marode Brücken. Doch wie groß ist die Gefahr, dass auch hierzulande ein solches Bauwerk einstürzt?

15:27 Uhr: Zahl der Opfer auf mindestens 22 gestiegen

Beim Brückenunglück im italienischen Genua sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Es sei zu befürchten, dass die Zahl weiter steige, sagte der italienische Vizeverkehrsminister Eduardo Rixi im Fernsehen. 

15:24 Uhr: "In Gedanken bei den Opfern"

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat betroffen auf den Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua reagiert. "Nach dem schrecklichen Brückeneinsturz sende ich den Menschen in Genua und in Italien meine Anteilnahme", erklärte Merkel nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert. "Zusammen mit vielen Deutschen bin ich in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen." 

15:04 Uhr: Macron will Italien helfen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Italien nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke Hilfe angeboten. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen italienischen Volk", teilte Macron am Dienstag auf Twitter mit.

"Frankreich steht in dieser Tragödie an der Seite Italiens und hält sich bereit, jegliche nötige Unterstützung zu leisten."

15:01 Uhr: Bilder zeigen Ausmaß der Katastrophe

Schutt und Trümmer so weit das Auge reicht: Aufnahmen der Rettungskräfte und von Medien vor Ort zeigen das dramatische Ausmaß der Tragödie.

14:48 Uhr: Autobahn-Betreiber äußert sich zum Brückeneinsturz

Der Autobahn-Betreiber Autostrade erklärte, es seien Arbeiten im Gange gewesen, um das Fundament der Fahrbahn auf dem Viadukt zu verstärken. "Die Arbeiten und der Gesamtzustand der Brücke wurden ständig überwacht", teilte das Unternehmen mit, das von Atlantia kontrolliert wird. "Die Einsturzursache wird gründlich untersucht, sobald es sicher ist, die Unglücksstelle zu betreten." Die Aktien von Autostrade brachen um 8,8 Prozent ein und wurden vom Handel ausgesetzt.

14:30 Uhr: Autobahnbrücke stürzt bei Genua ein

Beim Einsturz einer vierspurigen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Innenministerium in Rom. Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli sprach auf Twitter von einer "entsetzlichen Tragödie", nannte aber keine Opferzahl.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa stürzte die Brücke in mehr als 40 Metern Höhe auf einem etwa 100 Meter langem Stück ein. Die Tageszeitung "La Repubblica" schrieb online, dass mehrere Autos in die Tiefe gestürzt sein könnten. Laut Feuerwehr handelt es sich um den Ponte Morandi, der auch als Polcevera-Viadukt bezeichnet wird und unter anderem Gleisanlagen und ein Gewerbegebiet überquert.

Rettungskräfte hätten mindestens zwei Überlebende aus den Trümmern gezogen. Mehrere Lastwagen seien im Fluss Polvecera gelandet, über den die mehr als 40 Meter hohe Brücke der A10 auch führt. In der Nähe der Brücke seien nach dem Einsturz vorsichtshalber Häuser evakuiert worden.

Verwendete Quellen:
  • dpa, Reuters, AFP

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