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Raketeneinschlag in Polen: Deutsche Politiker zeigen sich besorgt


"Das sind besorgniserregende Nachrichten"

  • Tim Kummert
Von Tim Kummert

Aktualisiert am 16.11.2022Lesedauer: 3 Min.
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Nahe der ukrainischen Grenze: Videos sollen den Raketeneinschlag in Polen zeigen. (Quelle: t-online)
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Nach der Raketenexplosion in Polen ist noch vieles unklar. Militärexperte Masala und FDP-Politikerin Strack-Zimmermann haben ihre Tweets aus der Nacht gelöscht.

Im polnischen Ort Przewodów nahe der Grenze zur Ukraine kam es am Dienstagnachmittag zu einer Explosion auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Wie sich später herausstellte handelte es sich um eine Rakete.

Die Spekulationen über mögliche Herkunftsländer der Rakete kochten auf den sozialen Netzwerken hoch. Am Mittwochmorgen erhärtete sich die Vermutung, dass es sich wohl nicht wie auch von einigen Medien zunächst vermutet um eine russische, sondern um eine ukrainische Rakete handelte.

"Angesichts der Flugbahn ist es unwahrscheinlich, dass sie von Russland abgefeuert wurde, aber wir werden sehen", sagte etwa US-Präsident Joe Biden beim G20-Gipfel auf Bali in Indonesien. Die USA und die Nato-Länder würden den Vorfall vollständig untersuchen, bevor sie handelten.

Das führte bei FDP-Politikerin Agnes Strack-Zimmermann und Militärexperte Carlo Masala dazu, dass sie ihre Postings aus der Nacht löschten. Sie habe sich auf Informationen bezogen, die sich als unklarer heraus gestellt hätten, als es zunächst schien, begründete Strack-Zimmermann diesen Schritt. "Ich bin Polen für seine besonnene Haltung dankbar und werde auf die Ergebnisse des Nordatlantikrates aufmerksam abwarten", schrieb sie weiter auf Twitter.

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Scholz sichert Unterstützung zu

In der deutschen Politik zeigt man sich bestürzt über den Vorfall. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sicherte Polen nach der tödlichen Explosion im Grenzgebiet zur Ukraine die Unterstützung Deutschlands zu. Scholz habe dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda in einem Telefonat sein Beileid ausgesprochen, schrieb Regierungssprecher Steffen Hebestreit in der Nacht zum Mittwoch im Onlinedienst Twitter. Deutschland stehe "eng an der Seite unseres Nato-Partners Polen".

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Am Morgen äußerte sich auch Scholz selbst. "Es ist jetzt notwendig, dass sorgfältig aufgeklärt wird, wie es dazu gekommen ist, dass diese Zerstörung dort angerichtet werden konnte", sagte er am Mittwoch nach einer Krisensitzung der auf dem G20-Gipfel in Indonesien anwesenden G7- und Nato-Staaten.

Scholz verurteilte die neusten russischen Angriffe auf die Ukraine zudem scharf. "Wir stellen fest, dass Elektrizitätswerke zerstört werden, dass Umspannleitungen getroffen werden, dass Wasserversorgung zerstört wird. Das ist keine akzeptable Form der Kriegsführung in diesem ohnehin ungerechtfertigten Krieg", betonte Scholz.

Lambrecht: Nato-Staaten in engem Austausch

Außenministerin Annalena Baerbock twitterte auf polnisch: "Meine Gedanken sind bei Polen, unserem engen Verbündeten und Nachbarn. Wir verfolgen die Situation aufmerksam und bleiben in engem Kontakt mit unseren polnischen Freunden und Partnern in der Nato."

Nach Angaben von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sind die Nato-Staaten in engem Austausch miteinander. "Wir stehen in engem Kontakt innerhalb der Allianz. Die Nato bleibt stark", sagte die SPD-Politikerin, wie das Verteidigungsministerium bei Twitter schrieb. "Meine Gedanken sind heute Abend bei unseren Freunden und Verbündeten in Polen. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer."

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"Besorgniserregende Nachrichten"

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sagte t-online: "Das sind besorgniserregende Nachrichten aus Polen. Es muss schnellstens aufgeklärt werden, was genau passiert ist und wer Verantwortung trägt. Deutschland steht an der Seite Polens."

Der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai appelliert, zunächst die Aufklärung der Ereignisse nach dem Einschlag der russischen Raketen in Polen abzuwarten. Djir-Sarai sagte: "In Polen hat es einen Raketeneinschlag gegeben, der offensichtlich zu Toten geführt hat. Der polnische Nationale Sicherheitsrat ist zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Wir sind nun gut beraten, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Aufklärung des Einschlages abzuwarten."

Die Nato wird Berichte über eine tödliche Explosion in Polen prüfen. Generalsekretär Jens Stoltenberg schrieb auf Twitter, die Nato beobachte die Situation. Es sei wichtig, dass alle Fakten festgestellt werden.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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Ukraine: Blutige Päckchen kamen aus Deutschland
  • Rahel Zahlmann
Von Rahel Zahlmann, Lara Schlick
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