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Ukraine-Krieg im Newsblog | Russische S-300 schlagen ein – viele Todesopfer


Heftige Kämpfe – Selenskyj fordert Fortschritte an der Front

Von dpa, Reuters, afp, t-online
Aktualisiert am 23.10.2023Lesedauer: 38 Min.
In einer Postlagerhalle in der ukrainischen Stadt Charkiw schlugen in der Nacht zu Sonntag russische Raketen ein und zerstörten das Gebäude völlig.Vergrößern des BildesIn einer Postlagerhalle in der ukrainischen Stadt Charkiw schlugen in der Nacht zu Sonntag russische Raketen ein und zerstörten das Gebäude völlig. (Quelle: ALEXANDER ERMOCHENKO)
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Tag 607: Russlands Außenminister Lawrow reist nach Teheran. Die Zahl der Opfer nach einem russischen Angriff auf die Post in Charkiw steigt. Alle Infos im Newsblog.

Ukrainische Luftwaffe meldet Abschuss von mehreren Drohnen und Raketen

07.00 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Montag alle von den russischen Streitkräften gestarteten Drohnen und eine Rakete abgefangen. Alle 14 Drohnen seien zerstört worden, darunter seien 13 vom iranischen Typ Schahed, teilt die Luftwaffe am Morgen auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Auch der Marschflugkörper sei zerstört worden.

Heftige Kämpfe im Osten und Süden der Ukraine

5.23 Uhr: Die heftigen Kämpfe zwischen der Ukraine und den russischen Invasoren dauern im Süden und Osten des Landes weiter an. Mehr als 60 feindliche Angriffe seien im Laufe des Tages unter anderem in den Frontabschnitten Kupjansk und Lyman im Osten, in Awdijiwka und Marjinka nahe Donezk sowie in der Stadt Saporischschja im Südosten abgewehrt worden, berichtete der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Sonntagabend auf Facebook. An der Front hätten 82 Kampfhandlungen stattgefunden, hieß es weiter. "Die operative Lage im Osten und Süden der Ukraine bleibt schwierig." Die Front ist rund 1.000 Kilometer lang.

Russland berichtete, die Ukraine habe in der "Donezker Volksrepublik" in den vergangenen 24 Stunden 24-mal bewohnte Gebiete beschossen. In dem Ort Makijiwka (russisch: Makejewka) sei ein Einwohner verletzt worden, meldete die russische Staatsagentur Itartass. Weder die russischen noch die ukrainischen Angaben ließen sich zunächst unabhängig überprüfen.

Offensive Aktionen würden in Richtung Bachmut ausgeführt, berichtete die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab weiter. Die ukrainische Armee füge den russischen Truppen Verluste an Personal und Ausrüstung zu, hieß es weiter, ohne dass Zahlen genannt wurden. Infolge der russischen Angriffe seien Zivilisten getötet und verletzt sowie Häuser und andere zivile Infrastrukturobjekte zerstört worden. Die Raketeneinheiten der ukrainischen Streitkräfte hätten vier feindliche Artilleriesysteme zerstört. Auch diese Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Selenskyj fordert Fortschritte an der Front

1.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag die Bedeutung der fortlaufenden Befreiung von russisch besetzten Gebiete seines Landes betont. Die Ukraine brauche täglich Ergebnisse, daher sei ein stetes Vorrücken an der Front wichtig. "Ob nur um einen Kilometer, ob um 500 Meter, aber jeden Tag vorwärts, um die ukrainischen Positionen zu verbessern, um Druck auf die Besatzer auszuüben", sagte Selenskyj bei seiner allabendlichen Videoansprache.

Demnach seien die Kämpfe um Awdijiwka und Marjinka nahe der ostukrainischen Großstadt Donezk aktuell besonders hart. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabes wurden an jedem dieser Frontabschnitte am Sonntag mehr als 20 russische Angriffe abgewehrt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Ukraine verteidigt sich seit 20 Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg.

Selenskyj berichtete zudem von seiner Unterhaltung mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani. In ihrem Telefonat ging es laut Selenskyj unter anderem um die Vermittlerrolle Katars bei der Freilassung durch Russland gefangengehaltener Ukrainer. Anfang der Woche waren vier ukrainische Kinder und Jugendliche nach Vermittlungsbemühungen durch Katar aus Russland in die Ukraine zurückgekehrt.

Ukraine: Sechs Tote bei russischem Angriff auf Postlagerhalle

0.30 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Postlagerhalle in der nordostukrainischen Region Charkiw sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden.

Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Postlagerhalle in der Region Charkiw sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Wie das Innenministerium am Sonntag in Kiew mitteilte, wurden bei dem Angriff am Vortag zudem 17 weitere Menschen verletzt. Russland meldete derweil den Abschuss von drei ukrainischen Raketen über der von Moskau annektierten Krim. Zudem hielten die heftigen Kämpfe um Awdijiwka und Marinka an.

Zu dem Angriff auf eine Postlagerhalle veröffentlichte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Online-Netzwerken ein Video, das ein stark beschädigtes Lagerhaus des ukrainischen Postunternehmens Nowa Poschta zeigt. Der Gouverneur der im Nordosten der Ukraine liegenden Region, Oleh Synegubow, erklärte, es handele sich bei den Opfern des "Angriffs der Besatzer" um Mitarbeiter des Postunternehmens. Sie seien zwischen 19 und 42 Jahre alt.

Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft waren S-300-Raketen aus der russischen Grenzregion Belgorod abgefeuert worden. Zwei davon hätten das Lagerhaus getroffen.

Montag, 23. Oktober 2023

Russland: Drei ukrainische Raketen über der Krim abgeschossen

18.16 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben am Sonntag nach eigenen Angaben drei ukrainische Raketen über der 2014 von Moskau annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgeschossen. "Drei feindliche Raketen, die auf die Krim zusteuerten, wurden am späten Nachmittag in der Region Cherson abgeschossen", erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo im Onlinedienst Telegram. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Zuvor hatten die Behörden auf der Krim Fliegeralarm ausgelöst. Der Verkehr auf der Krim-Brücke, die die Halbinsel mit dem russischen Festland verbindet, wurde vorübergehend eingestellt. Die Halbinsel ist für das russische Militär sehr wichtig, sowohl um die Truppen im Süden der Ukraine zu versorgen als auch um Raketenangriffe vom Meer aus zu führen.

Russischer Außenminister Lawrow kommt nach Teheran

17.06 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein armenischer Amtskollege Ararat Mirsojan werden nach Angaben ihrer Ministerien am Montag in Teheran erwartet. Der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge wurden auch die Außenminister der Türkei und Aserbaidschans zu dem Treffen eingeladen. Dabei soll es unter anderem um die Lage im Südkaukasus nach dem aserbaidschanischen Großangriff auf die Region Bergkarabach sowie um den Ausbau der "regionalen Zusammenarbeit" gehen.


Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • Eigene Recherche
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