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Inzidenz springt auf 859,1 – Leipzig weiter Hotspot

Von t-online
Aktualisiert am 04.02.2022Lesedauer: 30 Min.
Ein Corona-Testcenter (Archivbild): In Sachsen steigen die Corona-Zahlen wieder stark an.
Ein Corona-Testcenter (Archivbild): In Sachsen steigen die Corona-Zahlen wieder stark an. (Quelle: Max Stein/imago-images-bilder)
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Die Corona-Lage in Deutschland ist ernst

4. Februar: Inzidenz springt auf 859,1 – Leipzig weiter Hotspot

Die Corona-Infektionsrate ist in Sachsen weiter stark angestiegen. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) landesweit 859,1 wöchentliche Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Donnerstag hatte der Wert bei 771,4 gelegen, am Mittwoch bei 668,9.

Trotz des deutlichen Anstiegs hat Sachsen weiterhin nach ThĂŒringen (647,2) die zweitniedrigste Infektionsrate aller BundeslĂ€nder. Deutschlandweit kletterte die Inzidenz auf den neuen Höchstwert von 1.349,5 – nach 1.283,2 am Vortag.

Corona-Hotspot in Sachsen ist die Stadt Leipzig mit einem Wert von 1.217,9. In Dresden liegt die Inzidenz bei 1.157,4. Der Erzgebirgskreis wies mit 424,8 den sachsenweit niedrigsten Wert aus.

Die GesundheitsÀmter in Sachsen meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 8.411 Corona-Neuinfektionen und zwölf weitere TodesfÀlle. Seit Beginn der Pandemie sind somit 14.117 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

3. Februar: Leipzig ist Hotspot im Freistaat – Inzidenz bei 1.126,7

Die Corona-Infektionsrate ist in Sachsen weiter angestiegen. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) landesweit 771,4 wöchentliche Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch hatte der Wert bei 668,9 gelegen. Trotz des deutlichen Anstiegs hat Sachsen weiterhin neben ThĂŒringen (587,9) die zweitniedrigste Infektionsrate aller BundeslĂ€nder. Deutschlandweit kletterte die Inzidenz auf den neuen Höchstwert von 1.283,2 – nach 1.227,5 am Vortag.

Corona-Hotspot in Sachsen ist die Stadt Leipzig mit einem Wert von 1.126,7. In Dresden liegt die Inzidenz bei 1.041,5. Der Erzgebirgskreis wies mit 353,1 den sachsenweit niedrigsten Wert aus.

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Die GesundheitsÀmter in Sachsen meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 9.685 Corona-Neuinfektionen und 14 weitere TodesfÀlle. Seit Beginn der Pandemie sind somit 14.105 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

31. Januar: Leipzig mit höchster Inzidenz in Sachsen

Die Corona-Infektionsrate in Sachsen steigt weiter stark an. Leipzig hat als erste Region in der Omikron-Welle den Wert von 1.000 bei der Sieben-Tages-Inzidenz ĂŒberschritten. Am Montag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) landesweit 678,5 wöchentliche Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Sachsen hat dennoch neben ThĂŒringen (468,6) weiter die zweitniedrigste Infektionsrate aller BundeslĂ€nder. Deutschlandweit kletterte die Inzidenz auf den neuen Höchstwert von 1.176,8.

Leipzig ĂŒberschritt am Montag mit einem Wert von 1.054,2 die 1.000er-Marke. Die Landeshauptstadt Dresden wies eine Inzidenz von 999,4 aus. Der frĂŒhere Corona-Hotspot Erzgebirgskreis wies dagegen mit 274,5 den sachsenweit niedrigsten Wert aus. Allerdings steigt die Inzidenz auch im Erzgebirge.

Die GesundheitsÀmter in Sachsen meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 3.082 Corona-Neuinfektionen und vier weitere TodesfÀlle. Seit Beginn der Pandemie sind somit 14.075 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

14. Januar: SĂ€chsische Kinos öffnen wieder – "Überlastungsstufe wie ein Damoklesschwert"

Ab dem heutigen Freitag können die Kinos in Sachsen öffnen, solange die Inzidenz in der jeweiligen kreisfreien Stadt oder dem Landkreis unter 1.500 liegt und die Überlastungsstufe nicht greift. "Wenn wir aber Pech haben, dann ist in 14 Tagen die Inzidenz zu hoch und dann ist wieder Schluss fĂŒr uns", sagte etwa Petra Klemann, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Passage-Kinos in Leipzig.

WĂ€hrend man bei den Passage-Kinos mindestens bis zum 20. Januar warten will, geht es etwa im Cinestar Leipzig und Cineplex Dresden bereits am heutigen Freitag wieder los. Die stĂ€rksten Monate, den Winter, habe man jedoch verpasst, so Markus KĂŒhlmorgen, Prokurist des Cineplex in Dresden.

Laut AG Kino halten die derzeitigen Hilfsprogramme viele kleine Kinos ĂŒber Wasser. BrĂ€uer warnt jedoch, dass adĂ€quate Nachfolgeprogramme geschaffen werden mĂŒssen, um eine Welle an Insolvenzen zu verhindern.

Die Überlastungsstufe hĂ€nge "wie ein Damoklesschwert ĂŒber den sĂ€chsischen Kinos", beklagt Christian BrĂ€uer vom Branchenverband AG Kino. Die HĂ€user seien jedoch auf Planbarkeit angewiesen, um das Programm zusammenstellen und Werbung steuern zu können. "Trotzdem öffnen wir, um zu zeigen, dass wir noch da sind und weitermachen", sagte Klemann. Ähnliches ist von den großen Multiplex-Ketten zu hören.

Auch die 2G-plus-Regel ist gefĂŒrchtet: "Wir haben in anderen BundeslĂ€ndern mit dieser Regel gesehen, dass die Besucherzahlen zwischen 70 und 80 Prozent eingebrochen sind", berichtete Klemann. Es sei eine zusĂ€tzliche HĂŒrde, die viele Menschen abschreckt, fĂŒgte KĂŒhlmorgen an. Rainer Weber, Leiter des Leipziger Cinestars, sieht die Lage weniger kritisch: "Immer mehr lassen sich boostern und es gibt viele Testmöglichkeiten. Damit sollte die HĂŒrde gar nicht so hoch liegen".

Die Überlastungsstufe tritt in Kraft, wenn an drei Tagen in Folge in KrankenhĂ€usern 1.300 Betten auf Normalstationen und 420 Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Die Kinos dĂŒrfen ihre KapazitĂ€t maximal zur HĂ€lfte und mit bis zu 500 GĂ€sten auslasten; bei einer 25-prozentigen Auslastung sind 1.000 Zuschauer möglich.

12. Januar: Sachsen hat bundesweit geringste Corona-Inzidenz

Der einstige Corona-Hotspot Sachsen hat inzwischen den niedrigsten Inzidenzwert bundesweit. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch fĂŒr den Freistaat mit 239,5 an. Vor Sachsen rangieren Sachsen-Anhalt (254,4) und ThĂŒringen (277,6). An der Spitze liegt derzeit Bremen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1296,8. Im bundesweiten Durchschnitt betrĂ€gt der Wert 407,5.

Die sÀchsischen GesundheitsÀmter meldeten dem RKI von Dienstag auf Mittwoch 2.281 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Zudem wurden 92 weitere TodesfÀlle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung festgestellt. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Sachsen 672.365 Menschen infiziert, 13.543 sind an oder mit einer Corona- Infektion gestorben.

Die höchste Corona-Inzidenz in Sachsen hatte am Mittwoch die Stadt Leipzig (331,7), die geringste die Stadt Chemnitz (154,7).

11. Januar: OB von Leipzig kritisiert Absage fĂŒr "2G-BĂ€ndchen"

Nachdem der Freistaat Sachsen ein ausdrĂŒckliches Verbot fĂŒr eine BĂ€ndchen-Lösung im Handel ausgesprochen hat, kritisiert Leipzigs OberbĂŒrgermeister Burkhard Jung (SPD) den Schritt. Ein Verbot dieser "einfachen und unternehmensfreundlichen" Regelung könne er nicht nachvollziehen.

Jung hatte sich ausdrĂŒcklich fĂŒr eine BĂ€ndchen-Lösung ausgesprochen, wie sie etwa Frankfurt am Main schon Ende Dezember eingefĂŒhrt hatte. Kundinnen und Kunden können bei diesem Modell ihren Impf- oder Genesungsnachweis einmal an einem Kontrollpunkt vorzeigen und erhalten dann mit einem BĂ€ndchen Zugang zu allen GeschĂ€ften in der Innenstadt.

Das Einkaufen in den InnenstĂ€dten dĂŒrfe "nicht zugrunde reguliert" werden, so Jung. "Der Freistaat muss die existenzbedrohende Lage des Einzelhandels zur Kenntnis nehmen und in seiner Corona-Schutzverordnung berĂŒcksichtigen", erklĂ€rte der SPD-Politiker am Dienstag.

Das sĂ€chsische Kabinett will die neue Corona-Schutzverordnung am Mittwoch beschließen. Auch der Handelsverband Sachsen hatte die geplanten Regelungen schon vorab kritisiert: Er forderte eine Aufhebung der 2G-Regel im Einzelhandel und weitere Erleichterungen. Vor allem bei Unterschreitung von Schwellenwerten in der Pandemie mĂŒsse 2G wegfallen, so der Verband.

Inzidenz in Sachsen sinkt unter Bundesdurchschnitt

Die sÀchsischen GesundheitsÀmter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) von Montag auf Dienstag 352 neue Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Zudem wurden 36 zusÀtzliche TodesfÀlle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung innerhalb von 24 Stunden registriert, wie das RKI am Dienstag berichtete. Die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wurde mit 279,2 angegeben. Bundesweit lag diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 387,9.

Leipzig hat dabei jedoch mit 352,3 innerhalb Sachsens die zweithöchste Corona-Inzidenz: Höher liegt nur die SÀchsische Schweiz-Osterzgebirge mit 368,6. Der Landkreis Görlitz hatte den Angaben zufolge mit 181,2 die niedrigste Inzidenz im Land.

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7. Januar: Deutlich mehr Corona-Kontrollen

Die Corona-Kontrollen sind in Sachsens GroßstĂ€dten deutlich verschĂ€rft worden. Insbesondere die ÜberprĂŒfung der angeordneten QuarantĂ€nen wurde in Dresden, Leipzig und Chemnitz von November zu Dezember vergangenen Jahres erheblich ausgeweitet, wie eine Umfrage der Deutsche Presse-Agentur ergab.

In Leipzig wurden im November 4.142 Kontrollen (149 VerstĂ¶ĂŸe) durchgefĂŒhrt, im Dezember waren es 7.044 (291 VerstĂ¶ĂŸe).

Zudem gab es im Dezember 83 Kontrollen im Einzelhandel. Dabei ging es vor allem um die Maskenpflicht und eine mitunter fehlende Kontrolle der 2G-/3G-Nachweise durch das Personal. Es blieb zumeist bei Ermahnungen, lediglich in drei FĂ€llen wurden auf Grund der festgestellten VerstĂ¶ĂŸe Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zudem wurden seit Ende November in Leipzig 564 Kontrollen der Maskenpflicht und der 3G-Regel in Straßenbahnen und Bussen durchgefĂŒhrt und dabei 12.599 Menschen ĂŒberprĂŒft. In knapp 200 FĂ€llen gab es wegen VerstĂ¶ĂŸen ein Verwarngeld oder eine Anzeige.

4. Januar: Mediziner warnen vor Lockerungen

Der Leipziger Mediziner Christoph Josten hat angesichts von UnwĂ€gbarkeiten im Zusammenhang mit der Omikron-Variante des Coronavirus vor Lockerungen der Schutzmaßnahmen gewarnt. "Bei Omikron fahren wir momentan im Nebel", sagte Josten, Medizinischer Vorstand des UniversitĂ€tsklinikums Leipzig, bei einer Online-Konferenz der sĂ€chsischen Regierung mit Experten. Er ging davon aus, dass es schon viel mehr Omikron-FĂ€lle im Freistaat gibt als bislang bekannt.

Ähnlich Ă€ußerte sich Frank Ulrich Montgomery, Vorstandsvorsitzender des WeltĂ€rztebunds, der gemeinsam mit anderen Experten in der Runde zugeschaltet war. "Mein Rat wĂ€re (...): Warten sie doch einfach noch einmal drei Wochen ab."

Sachsens Regierung diskutiert derzeit ĂŒber eine neue Schutzverordnung und erwĂ€gt erste Erleichterungen der seit Mitte November geltenden strengen Corona-Regeln.

4. Januar: Massive Angriffe auf Polizisten

In Sachsen gingen bei illegalen Protesten gegen Corona-Maßnahmen mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Im sĂ€chsischen Lichtenstein bei Zwickau widersetzten sich den Angaben zufolge rund 60 gewaltbereite Demonstranten "mit mehreren Durchbruchsversuchen" den polizeilichen Maßnahmen und griffen die Beamten "massiv" an. Teilnehmer versprĂŒhten auch Reizgas gegen die EinsatzkrĂ€fte.

Ein TatverdĂ€chtiger versuchte demnach, einem Beamten die Dienstwaffe zu entreißen, ein weiterer Polizist erlitt eine Bissverletzung. Insgesamt wurden 14 EinsatzkrĂ€fte verletzt. Die Polizei setzte ebenfalls Pfefferspray ein.

In Freiberg durchbrachen Demonstranten eine Polizeisperre und zogen spĂ€ter in kleineren Gruppen durch die Stadt. In Wurzen marschierten rund 120 Personen mit zwei FackeltrĂ€gern vornweg auf der Bundesstraße 6. In der Leipziger City mussten Beamte Demonstranten und Gegendemonstranten trennen.

3. Januar: Unmut ĂŒber Pandemie wird sichtbar

Es ist eine Minderheit, aber sie ist lautstark und bestimmt derzeit die Bilder in sozialen und anderen Medien: Die Proteste gegen Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht in Deutschland haben zum Jahresende 2021 stark zugenommen und reißen auch im neuen Jahr nicht ab. Sicherheitsbehörden befĂŒrchten eine zunehmende AggressivitĂ€t der Demonstranten.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) geht davon aus, dass eine Impfpflicht die Stimmung auf den Straßen weiter anheizen wird. "Mit zunehmender Dauer der Pandemie hat sich die Szene radikalisiert", sagt er und sieht Menschen in einen gefĂ€hrlichen Strudel geraten. Die Pandemie habe Spuren hinterlassen, Existenzen vernichtet oder Leute an den Rand ihrer Existenz gebracht.

Nun werde der Unmut sichtbar. "Rechtsextremen, ReichsbĂŒrgern und Selbstverwaltern gelingt es zunehmend, in die bĂŒrgerliche Mitte vorzudringen." Vor allem in Ostdeutschland gebe es tiefes Misstrauen gegenĂŒber dem Staat.

31. Dezember: Etwas weniger Covid-Intensivpatienten

Die Zahl der gemeldeten Corona-Intensivpatienten in Sachsen ist vor dem Jahreswechsel zurĂŒckgegangen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters lagen am Silvestertag 457 Corona-Patienten auf sĂ€chsischen Intensivstationen. Den Dezember ĂŒber hatte sich die Zahl zwischen 570 und 600 bewegt. Vor Weihnachten begann sie dann zu sinken. Am ersten Weihnachtsfeiertag waren den Daten zufolge noch 507 Corona-Intensivpatienten gemeldet gewesen.

Auch die Betriebssituation auf den Intensivstationen hat sich den Divi-Daten zufolge leicht entspannt. Am 31. Dezember meldeten noch 35 Kliniken einen eingeschrÀnkten Betrieb. Am 18. Dezember hatten dies noch 43 HÀuser gemeldet, was der Höchststand in der Corona-Pandemie war. Landesweit waren am Freitag 84 Prozent der betreibbaren Intensivbetten belegt. 33,7 Prozent der Intensivbetten waren mit Covid-19-Patienten belegt. Das war der bundesweit höchste Anteil.

21. Dezember: Alle Landkreise in Sachsen unter 1.000er-Inzidenz

Nach einem leichten Anstieg am Vortag ist die Corona-Inzidenz in Sachsen deutlich gefallen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 am Dienstag mit 662,1 an (Vortag: 719,2). Der Freistaat bleibt hinter ThĂŒringen (776,9) weiter das Bundesland mit dem stĂ€rksten erfassten Infektionsgeschehen. Bundesweit sank die Inzidenz am Montag auf 306,4.

Laut den RKI-Angaben lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen am Dienstag in allen Landkreisen und StÀdten wieder unter 1.000. Den höchsten Wert verzeichnete der Vogtlandkreis mit 927,6. Am niedrigsten war die Inzidenz den Angaben zufolge in Leipzig mit 388,8. Zurzeit melden die meisten Regionen ihre FÀlle wieder tagesaktuell, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag bei einer Pressekonferenz betont hatte.

Insgesamt wurden am Dienstag fĂŒr den Freistaat 1.517 Neuinfektionen sowie 48 weitere TodesfĂ€lle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl der Toten erhöhte sich damit auf 12.301.

12. Dezember: ThĂŒringen löst Sachsen als Negativ-Spitzenreiter ab

Sachsen ist erstmals seit Wochen nicht mehr das Bundesland mit der höchsten Corona-Neuinfektionsrate. Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Inzidenz am Sonntag bei 990,5. ThĂŒringen meldete mit 1.025 eine höhere Inzidenz. Sachsen war zuvor seit dem 7. November Negativ-Spitzenreiter. Bundesweit lag die Inzidenz am Sonntag bei 390,9.

An den Angaben aus Sachsen hatte es zuletzt wiederholt Zweifel gegeben, weil Behörden aufgrund der hohen Fallzahlen nicht immer pĂŒnktlich Meldung erstatten konnten. Am Freitag hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) allerdings gesagt, dass die meisten GesundheitsĂ€mter inzwischen wieder tagesaktuell meldeten. Die Inzidenzberechnung nĂ€here sich den tatsĂ€chlichen Gegebenheiten an.

10. Dezember: Sachsen verschÀrft den Lockdown

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Ab Montag gilt eine neue Corona-Notfallverordnung in Sachsen. Sie soll bis zum 9. Januar in Kraft bleiben, ist also auch fĂŒr Familienfeiern zu Weihnachten wichtig. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) stellte die neuen Maßnahmen auf einer Pressekonferenz vor:

  • Die KontaktbeschrĂ€nkungen in Sachsen werden strenger als von der letzten MinisterprĂ€sidentenkonferenz beschlossen: Sobald ein Ungeimpfter an einem Treffen teilnimmt, darf nur ein Haushalt mit einer weiteren Person zusammenkommen. Kinder unter 16 zĂ€hlen nicht mit.
  • Wenn nur Geimpfte und Genesene anwesend sind, dĂŒrfen sich bis zu 20 Menschen treffen. Kinder werden auch hier nicht mitgezĂ€hlt.
  • In Hotspots mit Inzidenz ĂŒber 1.500 muss die Gastronomie schließen.
  • Silvester: Generelles Böller- und Feierverbot an öffentlichen Orten unter freiem Himmel.

10. Dezember: Ausgangssperre im Landkreis Leipzig endet

Im Landkreis Leipzig gilt ab Samstag keine nĂ€chtliche Ausgangssperre fĂŒr nicht geimpfte und nicht genesene Menschen mehr. Da die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Schwellenwert von 1.000 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern lag, dĂŒrfen auch nicht geimpfte und nicht genesene Menschen zwischen 22 und 6 Uhr wieder draußen unterwegs sein, wie der Landkreis am Freitag mitteilte.

10. Dezember: Bisher 29 Sachsen nach Norddeutschland ausgeflogen

Bisher haben Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 68 Patienten wegen der Corona-Pandemie aus Sachsen, ThĂŒringen und Bayern aufgenommen. Das Innenministerium in Hannover teilte mit, davon sei fast die HĂ€lfte aus Sachsen gekommen gekommen, nĂ€mlich 29 Menschen.

9. Dezember: Kretschmer gibt trotz erster Erfolge keine Entwarnung

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Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sieht erste kleine Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie – gibt aber keine Entwarnung. Die Erfolge seien nicht so, wie sie sein mĂŒssten, um die KrankenhĂ€user zu entlasten, sagte er in einer Online-Konferenz. Die Zahl der Neuinfektionen sei noch immer um den Faktor zehn zu hoch. Kretschmer verglich die Lage im Freistaat mit der in Bayern und Österreich, wo im November zur etwa gleichen Zeit starke EinschrĂ€nkungen erlassen wurden. "Unsere Maßnahmen haben nicht so gewirkt wie in Bayern und Österreich", rĂ€umte der MinisterprĂ€sident ein.

Marcel Koch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Erzgebirgsklinikums, berichtete in der Konferenz von der dramatischen Situation an den vier Standorten des Klinikums. Vor wenigen Tagen habe man kurz vor der Triage gestanden. Man habe diesen Zustand nur deshalb nicht erreicht, weil Patienten auf der Intensivstation gestorben sind.

8. Dezember: Uni Leipzig schließt HörsĂ€le bis Mitte Januar

Das Augusteum der UniversitÀt Leipzig (Archivbild): Die Studenten werden zunÀchst wieder digital unterrichtet.
Das Augusteum der UniversitÀt Leipzig (Archivbild): Die Studenten werden zunÀchst wieder digital unterrichtet. (Quelle: Peter Endig/imago-images-bilder)

Wegen der angespannten Corona-Infektionslage macht die UniversitĂ€t Leipzig ihre HörsĂ€le bis Mitte Januar dicht. Wie die Uni mitteilte, sollen die kommenden beiden Lehrveranstaltungswochen zwischen dem 13. Dezember und dem 9. Januar 2022 weitestgehend online stattfinden. "Damit wollen wir zur AbschwĂ€chung des Infektionsgeschehens beitragen", sagte Prof. Dr. Thomas HofsĂ€ss, Prorektor fĂŒr Bildung und Internationales.

Bibliotheken und PC-Tools sollen aber geöffnet bleiben. Hier wird die Testpflicht dann auch auf Geimpfte und Genesene erweitert. "Daher werden wir die Öffnungszeiten in unseren drei Testzentren von drei auf fĂŒnf Stunden erweitern, um das Testen allen Lehrenden und Studierenden zu ermöglichen", sagte HofsĂ€ss laut Mitteilung der Uni. "Wir werden noch intensiver die Einhaltung der Corona-Schutz-Maßnahmen auch in dieser Zeit kontrollieren, um allen ein sicheres GefĂŒhl beim Lernen und Lehren zu geben."

8. Dezember: Pandemie verschÀrft wirtschaftliche Lage der KrankenhÀuser

Die BewĂ€ltigung der Corona-Pandemie bringt sĂ€chsische KrankenhĂ€user und Kliniken in wirtschaftliche Not. Die Lage sei "dramatisch und prekĂ€r, das hat Konsequenzen fĂŒr die Versorgung von Corona – aber auch anderer Patienten", sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS), Stephan Helm, der Deutschen Presse-Agentur. Momenten seien allein 650 der insgesamt 1.500 vorhandenen Intensivbetten mit Covid-19-Erkrankten belegt. "Das ist fast drei Mal so viel wie der Bundesdurchschnitt."

Laut Helm sind alle ĂŒblichen BetriebsablĂ€ufe in Kliniken "im Prinzip" außer Kraft gesetzt und die KapazitĂ€ten auf die Versorgung von Corona-Patienten konzentriert – verbunden mit Mehraufwand, besonderem Stress, bei limitiertem Personal und mit der Aufforderung, die Regelversorgung so weit es geht zurĂŒckzustellen. BelegungsrĂŒckgĂ€nge, ErlösungsausfĂ€lle wegen abgesagter Operationen, ĂŒberdurchschnittliche Aufwendungen fĂŒr Corona belasteten die Etats. Dazu kĂ€men Kostensteigerungen, "weil die gesamte Maschinerie Krankenhaus momentan in einem ganz anderen Modus" ist. "Wir arbeiten momentan am Limit."

8. Dezember: KGS geht von tiefroten Zahlen aus

Schon vor der Pandemie kĂ€mpften Kliniken mit Defiziten - teils in Millionenhöhe. Vor allem wegen Personalmangels, fehlender Finanzierung von Investitionen, hoher QualitĂ€tsanforderungen und gesetzlicher Vorgaben. "Corona hat die Situation extrem verschĂ€rft", sagte Helm. Die KrankenhĂ€user seien auf Notfall- und Corona-BekĂ€mpfung konzentriert. Dabei mangele es in erster Linie an Fachpersonal, das inzwischen selbst durch Infektionen und vor allem QuarantĂ€ne dezimiert werde. Ärzte und Pfleger stĂŒnden "vor Leuten, die in der Regel nicht geimpft sind; das ist der grĂ¶ĂŸte Frust".

Der RĂŒckstau verschobener Behandlungen und Operationen anderer Patienten kann laut Helm "eben nicht schnell abgebaut" werden. "Wir sind nach dem Abflauen der letzten Corona-Welle lange hinter einer Normalbelegung her gelaufen". Diesen Verlust "gleicht uns bisher niemand aus". Die KGS geht daher 2020 und 2021 von tiefroten Zahlen aus – die Dimension ist noch unklar. Es werde von der Absicherung und den Regeln abhĂ€ngen, wie hoch der Schaden am Ende ist, sagte Helm und warnte: "Es braucht noch ganz andere Anstrengungen, sonst werden KrankenhĂ€user auf der Strecke bleiben."

7. Dezember: Inzidenz sinkt deutlich – starke Zweifel an Zahlen

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist nach einer am Dienstag vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Statistik deutlich gesunken. Demnach betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag 1.082,1, nachdem sie am Montag bei 1.234,4 gelegen hatte. Allerdings gibt es starke Zweifel an den Zahlen, weil offensichtlich nicht alle Daten aus dem Freistaat an das RKI ĂŒbermittelt werden konnten.

Der Grund sei bisher unbekannt, teilte das Sozialministerium in Dresden auf Anfrage mit. Bei der Übertragung habe es keine Fehlermeldung gegeben. Die Daten seien am DienstagfrĂŒh noch einmal per Mail an das RKI geschickt worden.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt klargestellt, dass wegen Überlastung der Ämter womöglich nicht alle Infektionszahlen pĂŒnktlich gemeldet werden können. Das Landratsamt Zwickau rĂ€umte am Dienstag auf Anfrage ein, dass es einen "ErfassungsrĂŒckstand" im Gesundheitsamt gebe. Auch in der Behörde falle Personal aus, wegen Infektionen und QuarantĂ€neanordnungen.

Von Montag auf Dienstag meldeten die GesundheitsĂ€mter fĂŒr Sachsen 949 Neuinfektionen. Auch diese Angabe gibt einen Hinweis darauf, dass nicht alle FĂ€lle vom RKI erfasst sein können. Am Montag lag die Anzahl der Neuinfektionen noch bei 4.242. Zuletzt war die Zahl mehrmals sogar fĂŒnfstellig.

6. Dezember: Omikron-Verdacht in Leipzig nicht bestÀtigt

Der erste Verdachtsfall der neuen Coronavirus-Variante Omikron in Sachsen hat sich nicht bestÀtigt. Die Stadt und das UniversitÀtsklinikum Leipzig teilten am Montag mit, dass die Variante bei einem 37-jÀhrigen Mann aus Leipzig nicht nachgewiesen werden konnte. Die Chefin des Gesundheitsamtes hatte vor einer Woche von dem Verdachtsfalls berichtet. Zu dem Zeitpunkt stand allerdings das Ergebnis der Gesamtgenomsequenzierung noch aus.

Die Virus-Variante ist inzwischen in zahlreichen LĂ€nder aufgetaucht, auch in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunĂ€chst im sĂŒdlichen Afrika entdeckte Corona-Variante als "besorgniserregend" eingestuft.

4. Dezember: "Querdenker" ziehen mit Fackeln vor Köppings Haus

Mehrere dutzend mit Fackeln, Pfeifen und Trommeln ausgestattete Protestierende sind am Freitagabend vor das Wohnhaus der sĂ€chsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gezogen. In einem im Internet verbreiteten Video ist zu hören, wie sie "Friede, Freiheit, keine Diktatur" rufen. Offenbar handelte es sich um AnhĂ€nger der "Querdenken"-Bewegung beziehungsweise der rechten BĂŒrgerbewegung "Freie Sachsen". Laut Polizei ĂŒbernahm das Staatsschutz-Dezernat der Polizeidirektion Leipzig die Ermittlungen.

Der Aufmarsch sorgte bundesweit fĂŒr breite Kritik. Baden-WĂŒrttembergs MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann sagte: "Das sind Methoden, die hat die SA erfunden." Noch-Innenminister Hort Seehofer sprach von "organisierter EinschĂŒchterung einer staatlichen ReprĂ€sentantin". Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius forderte Konsequenzen: "Man darf nicht zurĂŒckweichen, weil jeder Meter Raum, den man diesen Menschen lĂ€sst, zur GrenzĂŒberschreitung ausgenutzt wird."

Köpping selbst sagte, sachliche Kritik an den Corona-Maßnahmen sei völlig legitim: "Ich bin immer gesprĂ€chsbereit. Fackel-Proteste vor meinem Haus aber sind widerwĂ€rtig und unanstĂ€ndig."

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber teilte mit, als Konsequenz wĂŒrden jetzt die Schutzmaßnahmen fĂŒr AmtstrĂ€ger und ihre Familien weiter erhöht.

3. Dezember: Inzidenz steigt weiter – Sachsen bleibt bundesweiter Hotspot

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Freitag mit 1.224,7 an. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 1.180,1, am Mittwoch bei 1.209,4. Der Freistaat bleibt somit den RKI-Daten zufolge mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands – gefolgt von ThĂŒringen (1.013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2).

Fast alle Kreise und StĂ€dte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI am Freitag ĂŒber der 1.000er-Schwelle. Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter. Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2.062,5).

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 524.645 Covid-19-FÀlle und 11.147 TodesfÀlle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden.

2. Dezember: Wieder Demo in Freiberg – Polizei greift nicht ein, aber ermittelt jetzt

Mehrere Hundert Menschen sind am Mittwochabend erneut durch Freiberg gezogen und haben unbehelligt von der Polizei gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert – obwohl in Sachsen Versammlungen derzeit ausschließlich ortsfest zulĂ€ssig und auf eine Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen begrenzt sind.

Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagmorgen dennoch, es seien keine VerstĂ¶ĂŸe gegen die Corona-Notfallverordnung festgestellt worden. Trotzdem wird jetzt ermittelt, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz t-online auf Nachfrage sagte: Es bestehe ein "Anfangsverdacht" wegen des Verstoßes gegen das sĂ€chsische Versammlungsrecht.

Der Sprecher warb fĂŒr VerstĂ€ndnis: Die Beamten vor Ort mĂŒssten eine AbwĂ€gung zwischen der sĂ€chsischen Corona-Notfall-Verordnung und dem "durch die Verfassung jedem Deutschen zugesicherten Versammlungsrecht" treffen.

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Der nicht angemeldete Aufzug in Freiberg sei friedlich verlaufen und die Demonstranten "vornehmlich in auseinandergezogenen Kleinst- und Kleingruppen mit AbstĂ€nden" durch die Stadt gelaufen. Deshalb sei der Infektionsschutz "nach unserem DafĂŒrhalten im vertretbaren Maß" gegeben gewesen.

Fotos und Videos der Demonstration zeigen jedoch ein anderes Bild. Zu sehen ist ein großer, zusammenhĂ€ngender Demonstrationszug, bei dem auch Parolen skandiert wurden. Ein Reporter vor Ort sprach von rund 300 Teilnehmern. Nur zu Beginn und Ende der Demonstration seien einzelne Polizeibeamte anwesend gewesen.

Polizeisprecher Andrzej Rydzik zu t-online: "Uns ist bewusst, dass die Bilder dieser Versammlungen bzw. AufzĂŒge von BĂŒrgern, die sich im höchsten Maße unsozial, egoistisch verhalten und das Gemeinwohl gefĂ€hrden, fĂŒr UnverstĂ€ndnis sorgen."

Die Polizei weise entschieden VorwĂŒrfe zurĂŒck, mit den Demonstranten zu sympathisieren.

2. Dezember: Weniger Impfungen, mehr Toten

In ThĂŒringen, Sachsen und anderen BundeslĂ€ndern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im VerhĂ€ltnis zur Bevölkerung erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser geimpften Norden Deutschlands. Nachzulesen ist das auf den "Corona Maps" des Instituts fĂŒr Statistik der MĂŒnchner Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t. Grundlage sind die Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Gesundheitsbehörden. In ThĂŒringen gab es demnach im VerhĂ€ltnis zur Bevölkerung in den vergangenen sieben Tagen mehr als sechsmal so viele Corona-Tote wie in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote (Datenstand 1.12.).

Es gebe hinreichend Evidenz, die zeige, dass eine höhere Impfquote zu einer niedrigeren Hospitalisierungsrate und zu einer geringeren Belegung der Intensivstationen fĂŒhre und sich dann eben auch auf die Sterbewahrscheinlichkeiten auswirke, sagte Göran Kauermann vom LMU-Statistikinstitut der Nachrichtenagentur dpa. Das relative Risiko von Geimpften, auf einer Intensivstation zu landen, sei erheblich niedriger. "Es deutet alles in die gleiche Richtung", sagte der Wissenschaftler, auch wenn es nach Angaben des Wissenschaftlers keinen "knallharten kausalen Schluss" gibt.

30. November: Antonow mit 3,5 Millionen Tests gelandet

Die Antonow AN-225: Das grĂ¶ĂŸte Flugzeug der Welt hatte mehr als 500 Paletten mit Coronatests an Bord.
Die Antonow AN-225: Das grĂ¶ĂŸte Flugzeug der Welt hatte mehr als 500 Paletten mit Coronatests an Bord. (Quelle: Uwe Schoßig/Mitteldeutsche Flughafen AG/dpa-bilder)

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle sind am Dienstag im grĂ¶ĂŸten Transportflugzeug der Welt 3,5 Millionen Corona-Tests angekommen. Die Antonow AN-225 sei aus China mit einer Zwischenlandung in Bischkek in Kirgistan gekommen, sagte Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart. Eine Landung des riesigen Transportflugzeugs gilt jedes Mal als etwas Besonderes. In den nĂ€chsten Wochen sei noch ein weiterer AN-225-Flug nach Leipzig geplant.

Der Airport ist Deutschlands zweitgrĂ¶ĂŸter Umschlagplatz fĂŒr Luftfracht. Auch im Kampf gegen die Corona-Pandemie spielt er fĂŒr die Verteilung medizinischer GĂŒter eine grĂ¶ĂŸere Rolle.

30. November: NĂ€chste Positiv-Tests – RB Leipzig sagt Training ab

Das Coronavirus sorgt beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig weiterhin fĂŒr Unruhe. Am Dienstag waren Schnelltests im Betreuerstab positiv, weshalb das Training nach dpa-Informationen abgesagt wurde. Alle Spieler unterzogen sich einem PCR-Test.

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Anfang vergangener Woche waren bereits Trainer Jesse Marsch und KapitĂ€n Peter Gulacsi positiv getestet worden. Nach dem Champions-League-Spiel in BrĂŒgge wurden die positiven Tests von Yussuf Poulsen, Hugo Novoa, Mohamed Simakan und Willi Orban veröffentlicht. Hinzu kommen positiv getestete Betreuer, so dass der Club auf neun Corona-FĂ€lle kam.

Am Freitag muss Leipzig bei Union Berlin antreten. Bei RB Leipzig sind alle Spieler und Betreuer nach Club-Angaben entweder vollstÀndig geimpft oder genesen.

30. November: Wanderwitz spricht von "Gestörten und Rechtsradikalen"

Die illegalen ZusammenkĂŒnfte von Kritikern der Corona-Maßnahmen mĂŒssen unterbunden werden, forderte der Ostbeauftragte der bisherigen Bundesregierung, Marco Wanderwitz auf Twitter. "Dass in Sachsen in dieser Corona-Lage Gestörte und Rechtsradikale offenbar 'erfolgreich' Tag fĂŒr Tag den Rechtsstaat mit öffentlichen ZusammenkĂŒnften vorfĂŒhren, macht schweren Schaden."

29. November: Erster Omikron-Fall in Leipzig bestÀtigt

Auch in Sachsen wurde nun der erste bestÀtigte Corona-Fall mit der neuen Omikron-Variante bekannt. Wie die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, am Montagabend bei einer Videokonferenz der Staatsregierung sagte, sei die neue Virus-Variante bei einem 39-JÀhrigen festgestellt worden. Der Mann sei zuvor nicht im Ausland gewesen und habe auch keinen Kontakt zu Personen gehabt, die im Ausland waren.

29. November: Hunderte bei unerlaubten Protesten

Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend laut Polizei in mehreren sĂ€chsischen StĂ€dten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert.

Rund 700 Menschen nahmen nach Angaben einer Polizeisprecherin in Freiberg an einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" teil. Der Versuch, sie frĂŒhzeitig anzusprechen und die Versammlung aufzulösen, habe "wenig gefruchtet". Gegen eine Gruppe von 24 Personen, die am Anfang des Aufzugs lief, werde wegen des Verstoßes gegen die sĂ€chsische Corona-Notverordnung ermittelt.

Auch in Chemnitz und Zwickau liefen mehrere hundert Menschen im Protest gegen die Corona-Politik von Land und Bund durch die Stadt. Proteste gab es laut Polizei auch in Dresden, Neustadt in Sachsen, Pirna, Sebnitz, Riesa und Großenhain. Die sĂ€chsische Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern.

29. November: Bestatter bereiten sich auf Mehrarbeit vor

Die sĂ€chsischen Bestatter erwarten angesichts dramatischer Corona-Infektionszahlen eine steigende Arbeitsbelastung. Derzeit sei die Lage zwar noch entspannt, sagte Tobias Wenzel, Obermeister der Bestatterinnung Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur. Aber wegen der dynamischen Entwicklung könne es zu Überlastungen kommen. "Wenn eine Infektionswelle beginnt, landet sie 14 Tage spĂ€ter auf den Intensivstationen. Nach weiteren zwei Wochen bekommen wir sie zu spĂŒren."

Aktuell wĂŒrden sich die KĂŒhlhĂ€user der Krematorien bereits fĂŒllen. Hauptproblem: Personalmangel. Und zwar einerseits bei den StandesĂ€mtern, wo nur schleppend die erforderlichen Dokumente ausgefĂŒllt wĂŒrden. Und andererseits bei Bestattern: Da immer mehr Schulkinder in QuarantĂ€ne kĂ€men, mĂŒssten Eltern zu Hause bleiben, weil es fĂŒr Kinder von Bestattern keine Notbetreuung gebe.

Wenzel: "Ich wĂŒnsche mir, dass die Leute in den Ministerien mal einen Tag an der Basis arbeiten, um zu sehen, was hier los ist." Bei den steigenden Infektionszahlen mĂŒsse man jetzt handeln.

28. November: Corona-Patienten nach Bremen geflogen

Bremen hat schwer erkrankte Corona-Patienten aus Sachsen aufgenommen. Wie der Sprecher des Gesundheitsressorts mitteilte, wurden in der Nacht zu Sonntag zwei Intensivpatienten per Flugzeug von Dresden ins kleinste Bundesland gebracht. "Anschließend wurden die beiden per Intensivtransport nach Bremerhaven gebracht und werden jetzt in den Kliniken Reinkenheide und am BĂŒrgerpark behandelt", hieß es.

FĂŒr Sonntag wĂŒrden zwei weitere Intensivpatienten erwartet, die im St. Josef Stift und im Klinikum Bremen-Ost aufgenommen werden sollen.

26. November: Patienten-Verlegung beginnt

Die Verlegung von Patienten aus Sachsen in andere BundeslĂ€nder hat am Freitag begonnen. Es habe kurzfristig eine Verlegung aus dem Herzzentrum Dresden ins westfĂ€lische Herford gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Dresden unter Berufung auf das Herzzentrum mit. Weitere Verlegungen gemĂ€ĂŸ dem sogenannten Kleeblatt-Konzept sind laut Ministerium fĂŒr die kommenden Tage etwa nach Mecklenburg-Vorpommern geplant.

Es gebe Anmeldungen fĂŒr Patienten-Transporte aus den Kliniken Adorf, dem Herzzentrum Dresden, dem Klinikum Dresden-Neustadt und dem Uniklinikum Dresden. Sie sollen nach Bielefeld, Göttingen und Rostock, Greifswald und Schwerin gehen.

26. November: Corona-Chaos bei RB Leipzig

Yussuf Poulsen (l.) und Willi Orban sind unter den Corona-Infizierten bei RB-Leipzig.
Yussuf Poulsen (l.) und Willi Orban sind unter den Corona-Infizierten bei RB-Leipzig. (Quelle: Jan Huebner/imago-images-bilder)

Trainer Jesse Marsch und Torwart Peter Gulacsi hatte es bereits erwischt, nun ist ein weiteres Sextett bei RB Leipzig von einer Corona-Infektion betroffen. Von den Spielern wurden Willi Orban, Yussuf Poulsen, Hugo Novoa und Mohamed Simakan positiv getestet. Dazu kommen ein Torwarttrainer und ein Betreuer. Hier lesen Sie mehr.

26. November: Erster Kreis ĂŒber 2.000

Mit dem sĂ€chsischen Erzgebirgskreis hat die erste Region in Deutschland die Inzidenz-Marke von 2.000 ĂŒberschritten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche fĂŒr den Landkreis am Freitag mit 2.006,2 an. Umgerechnet bedeutet das, dass binnen sieben Tagen fĂŒr jeden 50. BĂŒrger ein positiver Nachweis gemeldet wurde.

Damit hat der Erzgebirgskreis mit weitem Abstand die höchste Inzidenz in Deutschland – gefolgt von den beiden sĂ€chsischen Landkreisen Bautzen (1683,8) und SĂ€chsische Schweiz-Osterzgebirge (1631,6).

25. November: Epidemiologe bringt Schulschließungen ins Spiel

Professor Markus Scholz von der UniversitĂ€t Leipzig betont, dass er keine Forderungen an die Politik stellt. Aber wenn es gewĂŒnscht sei, die vierte Welle wirksam und einigermaßen schnell zu brechen, dann komme man nicht an Schulschließungen und konsequentem Homeoffice vorbei. Hier lesen Sie, mit welchen Szenarien er rechnet.

25. November: Kretschmer spricht Lockdown-Warnung aus

Intensivstation der Uniklinik Leipzig: Ein Facharzt versorgt einen Covid-19-Patienten.
Intensivstation der Uniklinik Leipzig: Ein Facharzt versorgt einen Covid-19-Patienten. (Quelle: Jan Woitas/dpa-bilder)

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer schließt einen allgemeinen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus. "Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives VerstĂ€ndnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten", sagte der CDU-Politiker der "SĂ€chsischen Zeitung".

Kretschmer geht davon aus, dass die Betten-Auslastung mit Covid-19-Patienten in den nÀchsten Wochen dramatisch steigen werde. "Die laufende Entwicklung können wir kaum noch beeinflussen."

25. November: 9 von 13 Kreisen ĂŒber 1.000

Neun Landkreise in Sachsen liegen inzwischen ĂŒber dem Inzidenzwert von 1.000. Unterhalb dieses Wertes sind nur noch die GroßstĂ€dte Dresden (630,3), Leipzig (869,1) und Chemnitz (972,2) sowie der Landkreis Görlitz (735,6).

24. November: Mangelhafte 3G-Kontrollen in Öffis

Laut Leipziger Ordnungsamt wird seit Mittwoch kontrolliert, ob alle FahrgĂ€ste in Bussen und Bahnen entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Aber: Wer in der Stadt unterwegs ist, kann stundenlang Tram fahren, ohne einmal kontrolliert zu werden. Die ganze t-online-Reportage zur 3G-EinfĂŒhrung in den Öffis lesen Sie hier.

24. November: Sachsen beantragt erste Patientenverlegungen

Erstmals in der vierten Corona-Welle könnten in den kommenden Tagen Intensivpatienten aus Sachsen in andere BundeslĂ€nder verlegt werden. Der Freistaat hat die Verlegung von 20 Corona-Intensivpatienten beantragt, wie das Gesundheitsministerium auf Nachfrage mitteilte. Aktuell werde geklĂ€rt, welche Erkrankten infrage kĂ€men, vorzugsweise aus dem Krankenhaus-Cluster Chemnitz, hieß es.

Zuvor hatte Sachsen ebenso wie die LĂ€nder ThĂŒringen, Berlin, Brandenburg und Bayern formal das sogenannte Kleeblatt-Verfahren aktiviert.

Wohin die sÀchsischen Patienten verlegt werden, ist aktuell noch unklar. Man befinde sich bereits im bundesweiten System, da die Situation im Ost-Kleeblatt angespannt sei, teilte das Ministerium mit.

24. November: Köpping rechnet auch 2022 mit Corona-EinschrÀnkungen

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) befĂŒrchtet auch fĂŒr den Herbst 2022 EinschrĂ€nkungen wegen der Corona-Pandemie. "Bei der schlechten Impfquote in Sachsen ist damit zu rechnen, dass wir auch im kommenden Jahr im Herbst mit EinschrĂ€nkungen leben mĂŒssen", sagte sie der Wochenzeitung "Die Zeit". Daher "mĂŒssen wir unsere Haltung zur Impfpflicht ĂŒberdenken", sagte Köpping der Zeitung.

Dass eine Impfpflicht zu Beginn der Pandemie ausgeschlossen worden sei, halte sie fĂŒr einen großen Fehler. "Auch ich habe das getan, und ich bedauere das."

24. November: Polizei verhindert Zwönitzer "Corona-Spaziergang"

Erneut haben Menschen in Zwönitz (Landkreis Erzgebirgskreis) versucht, mit einem sogenannten Spaziergang gegen die Corona-Politik von Land und Bund zu protestieren. Mehrere Kleingruppen wollten sich am Dienstagabend in der sÀchsischen Bergstadt sammeln, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Das hÀtten die Beamten verhindert.

23. November: RB-Trainer Marsch hat Corona, positiver Schnelltest bei Gulacsi

RB Leipzig muss in der Champions League beim FC BrĂŒgge auf Trainer Jesse Marsch und KapitĂ€n Peter Gulacsi verzichten.

Wie der Bundesligist mitteilte, wurden beide trotz vollstÀndiger Impfung positiv auf Corona getestet. Marsch befindet sich bereits in hÀuslicher Isolation, bei Gulacsi steht nach einem positiven Schnelltest die BestÀtigung durch einen PCR-Test noch aus. Zudem liegt bei Co-Trainer Marco Kurth ein positiver Corona-Test im familiÀren Umfeld vor, weshalb er auch auf die Reise nach Belgien verzichtet.

Beim Spiel am Mittwoch wird Achim Beierlorzer als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen.

23. November: Herzinfarkt-Patienten warten zwei Stunden auf ein Bett

Der PrĂ€sident der LandesĂ€rztekammer Sachsen, Erik Bodendieck, hat erneut vor einer Überlastung der Kliniken im Freistaat gewarnt. Schon jetzt brauchten Mediziner in Sachsen bis zu zwei Stunden, um einen Platz auch fĂŒr Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Patienten zu finden.

Am Montag hatte Bodendieck in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten mĂŒsse. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden mĂŒssen, wem sie zuerst helfen. Wenn es keine PlĂ€tze auf den sĂ€chsischen Intensivstationen mehr gebe, mĂŒsse man schauen, wohin man verlegen könne, sagte Bodendieck. In den benachbarten BundeslĂ€ndern wie ThĂŒringen sehe die Lage jedoch auch nicht gut aus.

Auch im Fall einer Überlastung der KrankenhĂ€user werde natĂŒrlich jeder Patient behandelt. "Die Frage ist nur, was möglich ist. Wenn zwei beatmungspflichtige Patienten um einen Beatmungsplatz konkurrieren, dann muss danach entschieden werden, welcher Patient die bessere Behandlungschance hat. Dem wĂŒrde der Behandlungsplatz zugewiesen werden." Es werde im Einzelfall entschieden und abgewĂ€gt. "Auch Ungeimpfte werden behandelt, keine Frage. Aber wenn es zur AbwĂ€gung kommt, hat der womöglich schlechtere Chancen."

Um eine solche Situation zu vermeiden, brauche es jetzt eine deutliche Kontaktreduzierung. "Ich bin Optimist und sage: Jetzt reißt euch alle am Riemen." Jeder solle Abstand zu anderen halten und FFP2-Masken tragen. Auch Geimpfte sollten sich tĂ€glich testen.

23. November: So geht Leipzig mit dem Lockdown um

"Die Politiker haben von Tuten und Blasen keine Ahnung", sagt eine Leipzigerin. Auf dem Weihnachtsmarkt bauen Standbesitzer wĂŒtend ihre Buden ab. Die ganze Reportage von Titus Blome lesen Sie hier.

22. November: Autokorso-Protest in Dresden gegen Corona-Regeln

In meist langsamer Fahrt und laut hupend haben mehrere Menschen auf den Straßen von Dresden gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Unter dem Motto "Autokorso fĂŒr eine lautstarke ImpfaufklĂ€rung und gegen die 2G-Apartheid" fuhren am Montagabend mehrere Dutzend Fahrzeuge durch die Landeshauptstadt.

Dabei sei die genehmigte Zahl von 50 Autos ĂŒberschritten worden, indem sich Teilnehmende hinter dem Begleitfahrzeug der Polizei angeschlossen hĂ€tten, sagte ein Polizeisprecher. Teilweise seien zudem Verkehrsregeln verletzt worden.

22. November: LandesÀrztekammer bereitet auf Triage vor

Sachsen muss sich nach Angaben der LandesĂ€rztekammer auf eine Triage vorbereiten. Es stĂŒnden im Freistaat nur noch wenige Betten auf den Intensivstationen zur VerfĂŒgung, sagte der PrĂ€sident der LandesĂ€rztekammer, Erik Bodendieck, dem Sender NDR Info. Wenn sich daran nichts Ă€ndere, mĂŒsse ĂŒber eine Auswahl nachgedacht werden, wer behandelt werde und wer nicht. "Wir mĂŒssen triagieren und das werde ich diese Woche mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken noch mal besprechen."

Eine prĂ€ventive Triage, also das Freihalten von Betten, sei rechtlich nicht möglich. "FĂŒr ungeimpfte Patientinnen und Patienten in einer Covid-Situation ist das in aller Regel nicht der Fall, dass sie eine Covid-Situation ĂŒberstehen können", sagte Bodendieck. Er hoffe, dass es anders komme als zurzeit prognostiziert. Sachsen sei in jedem Fall auf die Hilfe anderer BundeslĂ€nder angewiesen.

22. November: Diese Lockdown-Regeln gelten jetzt

21. November: Keine QuarantĂ€ne in Kitas – auch nicht bei massiven AusbrĂŒchen

Eine sĂ€chsische Leitlinie verhindert, dass in Kitas wirksame QuarantĂ€nemaßnahmen getroffen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

20. November: Deutlich schĂ€rfere Maßnahmen ab Montag

In Sachsen und somit auch in Leipzig sollen angesichts rasant steigender Corona-Zahlen weite Teile des öffentlichen Lebens vom kommenden Montag an eingeschrĂ€nkt werden. Das teilte die Regierung am Freitagabend mit. Schließen mĂŒssen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bibliotheken, Bars, Clubs und Diskotheken. Das gleiche gilt fĂŒr WeihnachtsmĂ€rkte.

Ein Leipziger Restaurant weist auf die 2G-Regel hin: In sĂ€chsischen Hotspots soll fĂŒr Ungeimpfte eine Ausgangssperre gelten.
Ein Leipziger Restaurant weist auf die 2G-Regel hin: In sĂ€chsischen Hotspots soll fĂŒr Ungeimpfte eine Ausgangssperre gelten. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa-bilder)

Auch die Beherbergung von Touristen ist untersagt. Die Gastronomie soll mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen dĂŒrfen. Die EinschrĂ€nkungen gelten zunĂ€chst bis zum 12. Dezember.

FĂŒr Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz ĂŒber 1.000 gilt ab 22 Uhr eine Ausgangssperre fĂŒr Ungeimpfte. Zudem soll ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum verhĂ€ngt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

18. November: Krankenhauskoordinator fordert "totalen Lockdown" fĂŒr 14 Tage

Sachsens Krankenhauskoordinator Michael Albrecht hat einen 14-tĂ€gigen Lockdown gefordert, um die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen im Freistaat in den Griff zu bekommen. "Meine persönliche Empfehlung wĂ€re: Machen Sie jetzt einen totalen Lockdown fĂŒr 14 Tage. Lassen Sie uns Luft holen, lassen Sie uns sehen, wie sich die Entwicklung der Fallzahlen dann abschwĂ€chen wird", sagte der medizinische Vorstand des UniversitĂ€tsklinikums Dresden bei einer Online-Diskussionsrunde mit dem sĂ€chsischen MinisterprĂ€sidenten Michael Kretschmer (CDU).

Derzeit sei die Dynamik beim Corona-Infektionsgeschehen ungebremst und es brauche lange, bis die Zahlen der Infizierten zurĂŒckgingen. Die bisherigen Maßnahmen hĂ€tten nichts gebracht, das zeigten die Zahlen der Patienten in den KrankenhĂ€usern.

Der Leipziger Infektiologe Christoph LĂŒbbert mahnte, dass der Königsweg aus der Pandemie das Impfen sei – die momentane Situation entspanne sich dadurch allerdings nicht. "Es gilt jetzt wieder strikt: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, LĂŒften und vor allem Maske tragen. Außerdem viel testen, Kontakte reduzieren, Online-Meetings, Homeoffice, möglichst keine Großveranstaltungen", sagte der Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Uniklinikum Leipzig der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag).

Die Appelle der Medizinier könnten erhört werden. Wie die "Bild" und die "Leipziger Volkszeitung" berichten, denkt Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer offenbar ĂŒber einen flĂ€chendeckenden Lockdown in dem Bundesland nach.

17. November: Ab Freitag gelten diese schÀrferen Corona-Regeln

Sachsens KrankenhĂ€user haben am Mittwoch den dritten Tag in Folge mehr als 1.300 Covid-Patienten auf ihren Normalstationen gemeldet. Darum gilt ab Freitag die sogenannte Überlastungsstufe.

  • Das heißt, dass es nun harte KontaktbeschrĂ€nkungen fĂŒr Ungeimpfte gibt: Von Freitag an dĂŒrfen sich Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen. Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre bleiben von dieser Lockdownmaßnahme verschont. Sie zĂ€hlen bei Treffen nicht mit.
  • Außerdem gilt das 2G-Modell ab Freitag fĂŒr weitere Bereiche. Nur noch Geimpfte und Genesene haben Zutritt zu SchwimmbĂ€dern, Saunen, Sport in InnenrĂ€umen, Friseuren, Bordellen, Spielhallen, Innengastronomie, Discos, Kosmetik- oder Tattoo-Studios sowie zu Veranstaltungen in InnenrĂ€umen.
  • Versammlungen können weiter stattfinden, jedoch sind in der Überlastungsstufe maximal noch zehn Personen erlaubt. Geimpfte und Genesene werden mitgezĂ€hlt.

Ab Montag sollen noch einmal verschÀrfte Regeln gelten. Die Staatsregierung will Freitag eine neue Schutzverordnung in Kraft setzen, die unter anderem 2G auf Shopping ausdehnt.

Derzeit sind auf sÀchsischen Normalstationen 1.520 Krankenhausbetten mit Covid-Patienten belegt. Auf Intensivstationen werden 357 Infizierte behandelt.

17. November: 13 Corona-FĂ€lle bei Drittligist

Drittliga-TabellenfĂŒhrer 1. FC Magdeburg muss das Spiel an diesem Samstag beim FSV Zwickau absagen. "Die Auswertung einer umfangreichen PCR-Testung der gesamten Mannschaft, des Trainerstabs und des direkten Mannschaftsumfeldes ergab am Dienstag insgesamt 13 positive Covid-19-Befunde", teilte der FCM mit. Da alle Spieler geimpft oder genesen sind, gab es laut Verein bisher ausschließlich milde KrankheitsverlĂ€ufe.

17. November: Landkreis Leipzig jetzt auch ĂŒber 1.000

Die Inzidenz ist in Sachsen minimal gesunken, aber immer noch ist der Freistaat bundesweiter Hotspot Nummer eins. Am höchsten ist die Inzidenz im Kreis Meißen (1.304,6) und im Kreis SĂ€chsische Schweiz-Osterzgebirge (1.260,6). Im Landkreis Leipziger Land stieg die Inzidenz Mittwoch erstmals ĂŒber die 1.000er-Marke. Sie liegt dort jetzt bei 1.036,0.

16. November: Köpping kĂŒndigt 2G beim Shopping an

Die sĂ€chsische Regierung will das im Freistaat ohnehin schon weitreichende 2G-Modell ausweiten. Gesundheitsministerin Petra Köpping kĂŒndigte nach einer Kabinettssitzung am Dienstag eine neue Corona-Verordnung an, die ab 22. November gelten und am Freitag vom Kabinett endgĂŒltig beschlossen werden soll.

In ihr werde es erstmals auch 2G-Regelungen fĂŒr den Einzelhandel geben, sagte Köpping. Ausgenommen sei lediglich die Grundversorgung (SupermĂ€rkte, Drogerien, Apotheken). Heißt im Klartext: Ab Montag dĂŒrften nur Geimpfte und Genesene in Sachsen auf Weihnachts-Shoppingtour gehen.

Bedingung fĂŒr diese Maßnahme soll sein, dass die sogenannte Überlastungsstufe gilt, also dass zum Beispiel drei Tage in Folge mehr als 1.300 Covid-Patienten im Krankenhaus auf Normalstation behandelt werden. Dienstag ist der zweite Tag in Folge, an dem die Marke ĂŒberschritten ist – und das um aktuell mehr als 200 Betten.

Als weitere VerschĂ€rfungen kĂŒndigte Köpping an:

  • In besonders gefĂ€hrdeten Einrichtungen wie Pflegeheimen und KrankenhĂ€usern soll eine generelle Testpflicht auch fĂŒr Geimpfte und Genesene gelten – und zwar fĂŒr Besucher und BeschĂ€ftigte.
  • FĂŒr Freizeit- und Kulturveranstaltungen ist 2G-Plus geplant. Zugang haben nur Geimpfte oder Genesene, die zusĂ€tzlich einen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen.
  • Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr fĂ€hrt, muss eine FFP2-Maske tragen.

16. November: Erste Covid-Patienten verlegt

Coronavirus - Intensivstation Uniklinik Leipzig
Ein Facharzt und fĂŒnf Intensivpfleger drehen einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Leipziger Uniklinik in die Bauchlage: Um die KapazitĂ€ten fĂŒr die Behandlung der Corona-Patienten zu sichern, hat das Klinikum die Zahl der geplanten Operationen um ĂŒber 30 Prozent verringert. (Quelle: Jan Woitas/dpa-bilder)

Die vierte Corona-Welle bringt zahlreiche KrankenhĂ€user in Sachsen an ihre Grenzen. Wie in der zweiten Welle sind bereits einige Patienten an die Unikliniken im Freistaat verlegt worden. Seit September seien 17 Patienten ĂŒberwiegend zur intensivmedizinischen Behandlung von Covid-19 an das UniversitĂ€tsklinikum Leipzig (UKL) verlegt worden, hieß es auf Anfrage am Dienstag. Bundesweite Verlegungen von Patienten aus Sachsen hat es aber noch nicht gegeben.

Die Auslastung auf den Intensivstationen liegt in Leipzig, Chemnitz und Dresden bei rund 90 Prozent. Verlegungen gibt es derzeit vor allem dann, wenn die Patienten auf eine spezielle Herz-Lungen-Maschine angewiesen sind, betonte ein Sprecher der Koordinierungsstelle am UniversitÀtsklinikum Dresden. Diese gibt es demnach nur in der Landeshauptstadt und in Leipzig.

16. November: Warnstreik an der Uniklinik

Rund 200 BeschÀftigte des UniversitÀtsklinikums Leipzig (UKL) haben die Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst Nachdruck zu verleihen. Sie wollen mindestens 300 Euro mehr im Monat.

"Aufgerufen sind alle vom Hausmeister bis zur OP-Schwester", sagte Verdi-GewerkschaftssekretÀrin Julia Greger. Ausgenommen seien die BeschÀftigten der Corona- und Kinder-Stationen, die aus der intensivmedizinischen Versorgung sowie der Palliativstationen und der Onkologie. Eine Notdienstbesetzung stelle man sicher, "so dass in keinem Bereich Leib und Leben gefÀhrdet werden".

16. November: Handball-Verband setzt Spielbetrieb im Amateurbereich aus

Der Handball-Verband Sachsen (HVS) hat den Spielbetrieb auf Verbandsebene in allen Altersklassen auf unbestimmte Zeit unterbrochen. "Wir sind uns der Tragweite dieser Entscheidung bewusst, allerdings ist die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit, in Zeiten wo ĂŒber 150 Schulen oder Schulklassen in QuarantĂ€ne geschickt werden, weiterhin aber Mannschaften durch Sachsen fahren, nicht mehr gegeben. Zudem ist per 15.11.2021 die Überlastungsstufe erreicht", begrĂŒndete der HVS auf seiner Homepage.

15. November: Wert der Überlastungsstufe erreicht

Seit dem 5. November gilt in Sachsen die sogenannte Vorwarnstufe, jetzt wurde der kritische Wert fĂŒr die Überlastungsstufe erreicht. 1.391 Betten auf Normalstationen sind im Freistaat mit Covid-Patienten belegt. Sinkt die Zahl nicht bis Mittwoch wieder unter die Marke von 1.300 belegten Betten, gelten ab Freitag strengere Regeln.

Treffen von Angehörigen eines Haushaltes wĂ€ren dann nur noch mit nur einer weiteren Person erlaubt, wobei Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre nicht mitzĂ€hlen. FĂŒr weitere Bereiche wie HallenbĂ€der und Saunen, Friseure, Kosmetik oder Tattoo-Studios wĂŒrde das 2G-Modell gelten. Versammlungen könnten weiter stattfinden, jedoch sind in der Überlastungsstufe maximal noch zehn Personen erlaubt. Geimpfte und Genesene werden mitgezĂ€hlt.

15. November: Querdenker verkĂŒrzen Aussage von Uniklinik-Chef

Unter Impfgegnern kursiert ein Videoschnipsel, in dem der Leipziger Uniklinik-Chef angeblich ĂŒber die Unwirksamkeit von Corona-Impfungen spricht. Aber: Seine Aussage wurde zurechtgeschnitten. Mehr dazu lesen Sie hier.

15 November: Drei sĂ€chsische Landkreise ĂŒber 1.000

Von den vier deutschlandweit aktuell am stĂ€rksten von Corona betroffenen Landkreisen liegen drei in Sachsen. Die bundesweit höchste Inzidenz weist der Kreis SĂ€chsische Schweiz-Osterzgebirge auf (1.303), die dritthöchste Bautzen (1.197), die vierthöchste Meißen (1.177).

14. November: Kretschmer erwartet mehr Tote als je zuvor

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer Ă€ußert sich gegenĂŒber der "Bild am Sonntag" besorgt: "Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten." Die angespannte Situation werde noch Monate andauern, die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Welle bis Ostern nicht zu Ende sei. Zwar sei ein Lockdown in der Weihnachtszeit momentan noch zu verhindern, aber die Zeit laufe davon.

Kretschmer forderte eine 2G-Regel in ganz Deutschland, um Ansteckungen von Ungeimpften zu vermeiden. Auch mĂŒssten Kontakte reduziert und möglichst viele grĂ¶ĂŸere Veranstaltungen wie WeihnachtsmĂ€rkte im ganzen Land abgesagt werden.

12. November: Weihnachtsmarkt soll ohne GlĂŒhwein stattfinden

Weihnachtsmarkt ja, GlĂŒhwein nein: Leipzig hĂ€lt am diesjĂ€hrigen Weihnachtsmarkt fest, will aber den Alkoholausschank untersagen. "Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage will die Stadt alles tun, um unkontrollierte, stundenlange Menschenansammlungen zu vermeiden", heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

"Auf den Intensivstationen ringen Menschen um ihr Leben", wird OberbĂŒrgermeister Burkhard Jung zitiert. Allerdings solle den Menschen die Möglichkeit gegeben werden, die vorweihnachtliche Stimmung in der Innenstadt zu genießen. Verbunden mit dem Weihnachtsmarkt werde es außerdem die Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen. Die Stadt Leipzig werde dafĂŒr das StadtbĂŒro am Burgplatz als neues Impfzentrum einrichten.

12. November: StĂ€dte- und Gemeindetag irritiert von Kretschmer-Vorstoß

Zoff um Sachsens WeihnachtsmĂ€rkte: Erst Montag ist die neue Coronaverordnung des Landes in Kraft getreten, die "landestypische Veranstaltungen" wie WeihnachtsmĂ€rkte ausdrĂŒcklich ermöglicht. Nur vier Tage spĂ€ter, am Donnerstag, forderte MinisterprĂ€sident Kretschmer die Kommunen dann auf, die MĂ€rkte abzusagen. Das sorgt nun fĂŒr Irritationen bei den Gemeinden.

"Der Vorstoß des MinisterprĂ€sidenten kam fĂŒr die Kommunen völlig ĂŒberraschend", teilte Mischa Woitscheck, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des SĂ€chsischen StĂ€dte- und Gemeindetags, t-online am Freitag mit. Seit Monaten habe die Staatsregierung betont, dass die MĂ€rkte stattfinden könnten. Darauf hĂ€tten sich die Kommunen und die Weihnachtsmarktbetreiber verlassen. Zahlreiche MĂ€rkte wĂŒrden bereits aufgebaut, lĂ€ngst seien Waren eingekauft und Mitarbeiter gewonnen worden. Bei Absage könnten "erhebliche Regressforderungen" auf die Kommunen zukommen.

Zu dieser Problematik schrieb Regierungssprecher Ralph Schreiber t-online, die Standbetreiber auf den WeihnachtsmĂ€rkten könnten ÜberbrĂŒckungshilfe beantragen. Aber: Da öffentliche Unternehmen und Körperschaften des öffentlichen Rechts nicht antragsberechtigt seien, wĂŒrden die Kommunen leer ausgehen, teilte Schreiber weiter mit.

12. November: Kretschmer schließt neuen Lockdown nicht aus

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) schließt einen neuerlichen Lockdown nicht mehr aus. Die 2G-Regel werde im Kampf gegen die aktuelle Corona-Welle nicht reichen, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Ohne Kontaktbegrenzungen könne die jetzige Situation in einer "humanitĂ€ren Katastrophe" enden.

Zu weiteren Instrumenten gegen die Pandemie gehöre etwa die geplante WiedereinfĂŒhrung kostenloser BĂŒrgertests fĂŒr alle und dass Arbeitgeber den Impfstatus von BeschĂ€ftigten abfragen können.

11. November: Leipziger Klinikchefs werben fĂŒr freiwilligen Lockdown

Uniklinik Leipzig: Auf der Intensivstation wĂ€chst seit Tagen die Zahl der Corona-Erkrankten mit schweren VerlĂ€ufen, darunter immer mehr jĂŒngere Patienten zwischen 30 und 60 Jahren.
Uniklinik Leipzig: Auf der Intensivstation wĂ€chst seit Tagen die Zahl der Corona-Erkrankten mit schweren VerlĂ€ufen, darunter immer mehr jĂŒngere Patienten zwischen 30 und 60 Jahren. (Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa-bilder)

Die VorstĂ€nde des Uniklinikums Leipzig, Professor Christoph Josten und Dr. Robert Jacob, schildern im Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" besorgniserregende ZustĂ€nde. Aktuell wĂŒrden bei ihnen so viele Corona-Patienten behandelt wie Ende November 2020. Leipzig zĂ€hle zu den am stĂ€rksten belasteten Unikliniken Deutschlands. Planbare Operationen wĂŒrden bereits verschoben, Patientenverlegungen in andere HĂ€user könnten bei weiterem Zustrom von Corona-Patienten nicht ausgeschlossen werden.

Auf den Intensivstationen seien derzeit 75 Prozent der Patienten ungeimpft. Die allermeisten Geimpften auf Intensivstationen hĂ€tten eine schwere Begleit- oder eine andere Grunderkrankung. Ein verordneter Lockdown wĂŒrde medizinisch helfen, sagen die Klinikchefs. Sie wĂŒrden ihn wegen der KollateralschĂ€den aber nicht fordern. Stattdessen werben die Ärzte fĂŒr einen freiwilligen Lockdown: "Es hilft weiterhin, die sozialen Kontakte auf das familiĂ€r Notwendige zu beschrĂ€nken, Abstand zu halten, Maske zu tragen und – ganz wichtig – sich impfen zu lassen, durch Grundimmunisierung oder Boosterung."

11. November: GesundheitsÀmter gehen vor Corona in die Knie

Im Landkreis Zwickau ist derzeit eine lĂŒckenlose Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich. "Wir können nicht mehr jeden Kontakt anrufen. Wir konzentrieren uns auf Einrichtungen wie Pflegeheime und Schulen sowie Familienangehörige", sagte Landrat Christoph Scheurer (CDU) laut Nachrichtenagentur dpa.

Auch das Leipziger Gesundheitsamt hat zunehmend Probleme. "QuarantĂ€nebescheide werden ausgestellt. Aber wir können nicht mehr wie im Vorjahr alle Leute anrufen", zitiert die "LVZ" Leipzigs SozialbĂŒrgermeister Thomas Fabian (SPD). Die Stadt teilte mit, derzeit dauere es bis zu vier Tage, ehe ein QuarantĂ€ne-Bescheid die Betroffenen erreiche. Zuvor waren es zwei Tage.

11. November: Kleines Impfzentrum in Leipzig geplant

SozialbĂŒrgermeister Thomas Fabian kĂŒndigt ein kleines Impfzentrum in der Leipziger Innenstadt an. Wo es hinkomme, sei allerdings noch nicht entschieden.

11. November: Kretschmer fĂŒr Absage von WeihnachtsmĂ€rkten

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) hat die Absage von WeihnachtsmĂ€rkten gefordert. "Man kann sich doch nicht vorstellen, dass man auf dem Weihnachtsmarkt steht, GlĂŒhwein trinkt und in den KrankenhĂ€usern ist alles am Ende und man kĂ€mpft um die letzten Ressourcen", sagte er in der Sendung "FrĂŒhstart" bei RTL/ntv. Bund und LĂ€nder mĂŒssten BĂŒrgermeistern, LandrĂ€ten und Marktbetreibern diese schwere Entscheidung jetzt abnehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

11. November: Erstmals mehr als 6.000 Neuinfektionen in Sachsen

Das Robert-Koch-Institut meldet 6.354 Corona-Neuinfektionen fĂŒr den Freistaat, das ist der bisherige Tageshöchstwert wĂ€hrend der Pandemie. Außerdem kamen weitere 50 TodesfĂ€lle dazu. Die Wocheninzidenz hat in Sachsen nun die Marke von 500 ĂŒberschritten, sie betrĂ€gt 521,9. Sachsen ist damit das am stĂ€rksten betroffene Bundesland. Im Bund lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 249,1.

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10. November: Dramatischer Apell von OB Jung – Krisenstab tagt wieder

In Leipzig wurde laut OberbĂŒrgermeister Burkhard Jung erstmals seit langem wieder der Krisenstab der Stadt einberufen. In einer Facebook-Nachricht an die BĂŒrger schreibt Jung: "Ich hĂ€tte mir gewĂŒnscht, dass ich dies Zeilen nicht schreiben muss."

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Doch leider sei die Stadt "auf einem sehr schlechten Weg". Allein von Dienstag zu Mittwoch seien 802 neue CoronafĂ€lle in Leipzig festgestellt worden. Das seien so viele wie noch nie an einem Tag. Gleichzeitig wĂŒrden die KrankenhĂ€user immer voller. "Die Lage ist wirklich dramatisch", schreibt Jung. Er bittet die BĂŒrger, Kontakte einzuschrĂ€nken und sich impfen bzw. boostern zu lassen, um die "leidige Pandemie endlich zu besiegen".

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