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FC Bayern München: Die größten Problemfälle von Pep Guardiola

Formtiefs, Murren, Wechselpläne  

Brandherde überall - wie geht's weiter beim FC Bayern?

07.05.2014, 15:50 Uhr | mxm, t-online.de

FC Bayern München: Die größten Problemfälle von Pep Guardiola. Pep Guardiola fletscht die Zähne: Schluss mit Kuscheloase beim FC Bayern. (Quelle: imago images/ActionPictures)

Pep Guardiola fletscht die Zähne: Schluss mit Kuscheloase beim FC Bayern. (Quelle: ActionPictures/imago images)

Unzufriedene Spieler, Kritik am Star-Coach, Wechselgerüchte, auslaufende Verträge: Beim FC Bayern München rumort es vor dem unbedeutenden Saisonfinale am 34. Bundesliga-Spieltag (Samstag, gegen den VfB Stuttgart, ab 15.15 Uhr im T-Online.de Live-Ticker). Gleich eine ganze Reihe von Brandherden schwelt beim Rekordmeister und droht die Kuscheloase an der Säbener Straße in ein Pulverfass zu verwandeln. T-Online.de wirft einen Blick auf die vielen Problemzonen und beantwortet zehn Fragen zur Zukunft des entthronten Europapokalsiegers.

Dabei steht und fällt fast alles mit dem Trainer. Nach dem demütigenden Champions-League-Aus gegen Real Madrid prasselte teils harsche Kritik auf Pep Guardiola ein. Viele Experten geben dem Spanier die Schuld für das Debakel im Halbfinale der Königsklasse. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge stärkte seinem Coach aber den Rücken: "Zwischen Pep Guardiola und den gesamten FC Bayern passt kein Blatt Papier."

Und Guardiola selbst stellte klar, nach wessen Pfeife die Profis zu tanzen haben: "Wir können nicht mit den Ideen der Spieler spielen. Das ist nicht möglich. Wir müssen mit der Idee eines Trainers spielen." Soll heißen: Wer nicht seinen Vorstellungen entspricht oder nicht mitziehen möchte, hat keine Chance mehr bei ihm.

Vergrault Guardiola den Ur-Bayer?

Einer, auf den dies zutreffen könnte, ist Thomas Müller. Ihm wurde frühzeitig die Eignung für Guardiolas System abgesprochen. In der Tat konnte sich der flinke Raumdeuter nie den Status eines unumstrittenen Stammspielers erkämpfen. Nun lockt angeblich Manchester United, wo ausgerechnet Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal ("Müller spielt immer!") das Zepter übernehmen soll. Doch der Oberbayer ist Identifikationsfigur und Fan-Liebling. Schwer vorstellbar, dass Bayern ihn ziehen lässt. Müller selbst sagte der der österreichischen Zeitung "Krone": "Ich stehe jetzt sicher nicht vor dem Absprung, kann aber auch keine Garantie für alle Zeiten abgeben."

Wann kommt Deutschlands Super-Talent in Fahrt?

Mit Mario Götze ist ein weiterer DFB-Kicker mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden. Guardiola konnte bislang nicht verbergen, dass er lieber Neymar im Team gehabt hätte. Dabei gilt Götze als Super-Talent und wurde zuletzt von Dante geadelt: "Mit seiner Technik könnte er auch Brasilianer sein, ihm gehört die Zukunft bei Bayern", sagte der Abwehrkollege und dürfte recht behalten. Über kurz oder lang wird der 21-Jährige dank seiner Klasse den Coach überzeugen und das Erbe von Franck Ribéry antreten.

Ist die Ära von König Franck vorbei?

Apropos Ribéry: Was ist nur mit dem französischen Flügelflitzer los? Seit der verlorenen Wahl zum Weltfußballer des Jahres steckt der Monsieur in einer amtlichen Formkrise und kommt partout nicht heraus, watscht stattdessen Gegenspieler ab. Doch selbst mit 31 Jahren: Ribéry ist ein Ausnahmekönner und wird spätestens zur neuen Spielzeit wieder groß auftrumpfen.

Schweinsteigers Abstieg vom Olymp?

Von den Fans wird Bastian Schweinsteiger "Fußballgott" gerufen, doch seine Leistungen waren zuletzt eher irdischer Natur. Vor dem Rückspiel gegen Madrid setzte er laut der "Sport Bild" entgegen der Trainer-Idee die Wiedereinführung der Doppelsechs durch - mit bekannt desaströsen Ergebnis. Schweinsteiger muss kräftig zulegen, um sich im zentralen Mittelfeld behaupten zu können. Die Position des Denkers und Lenkers scheint er so oder so an Guardiolas Schlüsselspieler Thiago verloren zu haben.

Vom Triple-Helden zum 40-Millionen-Euro-Fehler?

Schweinsteigers kongenialer Partner beim Triple-Sieg hat einen noch schwereren Stand. Javi Martinez pendelt zwischen Mittelfeld und Abwehr, nimmt aber vornehmlich auf der Bank Platz. "So habe ich mir das nicht vorgestellt", zitierte ihn seine Beraterin Margarita Garay laut "Bild". Der teuerste Spieler der Bayern-Historie laboriert an der eigenen Flexibilität und droht zum Fehleinkauf zu mutieren. Ein Abgang im Sommer ist nicht völlig auszuschließen, Interessenten gibt es genug - unter ihnen der spanischen "Marca" zufolge auch der FC Barcelona.

Flüchtet Mandzukic vor Lewandowski?

Kaum noch Chancen auf einen Verbleib bestehen offenbar bei Mario Mandzukic. "Ihr werdet bald alles wissen", lautete sein knurrender Kommentar zu seinem Werdegang. Nach einer Saison mit mehreren atmosphärischen Störungen und sogar einer kurzzeitigen Ausmusterung scheint es fast ausgeschlossen, dass der kroatische Stürmer den Kampf um einen Stammplatz mit dem im Sommer von Borussia Dortmund kommenden Robert Lewandowski aufnehmen wird.

Bekommt Kroos die gewünschte Wertschätzung?

Seit Monaten zieht sich nun schon die Posse um eine Vertragsverlängerung von Toni Kroos hin. Der Klub will ihn halten, der Spieler aber eine finanzielle Aufwertung. Obendrein hält der Flirt des Mittelfeldspielers mit den Red Devils an. Letztlich beschränkt sich der Grund für die fehlende Unterschrift aber wohl auf Details des kommenden Vertrags über 2015 hinaus. Guardiola setzte konstant auf Kroos und wird dies aller Voraussicht nach in der kommenden Saison tun.

Wieviel Geduld hat Shaqiri?

Xherdan Shaqiri spielte in seiner zweiten Saison an der Isar lediglich vier Partien über die volle Spielzeit, zwei davon im DFB-Pokal. Zu wenig für seinen Bruder und Berater Erdin Shaqiri: "Wir warten jetzt sicher bis Sommer ab. Wenn dann Top-Klubs kommen, hören wir uns das sicher an." Der 22-Jährige selbst zeigte sich ebenfalls offen für Angebote. Da man bei Bayern aber nach wie vor große Stücke auf das Schweizer Talent hält, kommt wohl nur ein Leihgeschäft infrage.

Hat der dienstälteste Bayern-Profi eine Zukunft in München?

Dass Linksverteidiger Diego Contento den Durchbruch nicht geschafft hat und wohl nicht mehr schaffen wird, ist schade. Immerhin ist er gebürtiger Münchner, seit dem fünften Lebensjahr im Verein und damit neben Philipp Lahm der dienstälteste Profi bei Bayern. Da er aber keine echte Alternative zu David Alaba ist, würde der Klub den Deutsch-Italiener ziehen lassen. Laut "Bild" hat Hertha BSC Interesse angemeldet.

Ist nur Platz für einen Fußball-"Opa"?

Daniel van Buyten mit 36 und Claudio Pizarro mit 35 sind die mit Abstand ältesten Spieler in Guardiolas Kader, beider Verträge laufen aus. Der Belgier wird wohl einem neuen Verteidiger Platz machen. Ziel könnte der 1. FC Köln sein, wo Sportdirektor Jörg Schmadtke jüngst zugab, den "erfahrenen, ablösefreien Spieler" zu diskutieren. Anders ist die Lage bei Edel-Joker Claudio Pizarro, der nie murrt und auch von der Bank kommend Leistung bringt. Mit teils sehenswerten Saisontoren ballerte sich der Peruaner womöglich in den Bayern-Kader der kommenden Saison.

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