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Weihnachtsbeleuchtung: So viel Strom werden Deutsche 2023 verbrauchen


Deutsche wollen so viele Weihnachtslampen anbringen wie noch nie


Aktualisiert am 29.11.2023Lesedauer: 3 Min.
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Der Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römer (Archivbild): 77 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine öffentliche Beleuchtung in der Adventszeit aus. (Quelle: Patrice von Collani)

Die Deutschen wollen dieses Jahr noch mehr Lampen in der Adventszeit leuchten lassen. Dabei wird so viel Strom verbraucht wie eine mittelgroße Stadt in einem Jahr braucht.

Funkelnde Lichter in den Einkaufsstraßen, beleuchtete Weihnachtsbäume und strahlende Schwibbögen: Sie gehören zur Adventszeit für die meisten Deutschen dazu wie Glühwein und Lebkuchen. Auch bei sich zu Hause wollen die Bundesbürger so viele Lampen leuchten lassen wie noch nie, hat eine Umfrage des Ökostromanbieters Lichtblick ergeben, die t-online exklusiv vorliegt. Die Weihnachtsumfrage fand bereits zum 13. Mal statt.

21,8 Milliarden Weihnachtslämpchen wollen die Deutschen dieses Jahr anbringen und aufstellen, hat Lichtblick ermittelt. Dafür hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov die Teilnehmer befragt, welche Lichtquellen sie zu Hause haben. Das Ergebnis wurde dann auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet und ist damit repräsentativ.

Energiekrise bewegt die Deutschen weniger

Noch im vergangenen Jahr wollte jeder Dritte angesichts der Energiekrise Strom sparen und auch auf aufwendige Weihnachtsbeleuchtung verzichten. In diesem Jahr sehen das nur noch 16 Prozent der Befragten als sinnvoll an. "Die Energiekrise hatte im vergangenen Jahr einen erheblichen Anteil daran, dass sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher für weniger Weihnachtsbeleuchtung ausgesprochen haben", sagt Lichtblick-Sprecher Ata Mohajer. "In diesem Jahr scheint sie nur noch einen geringen Einfluss darauf zu haben."

Der Ökostromanbieter Lichtblick hat in einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov 2.025 Personen im Zeitraum zwischen dem 29. August und dem 31. August 2023 befragen lassen. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Umfrage liegt t-online exklusiv vor.

Im vergangenen Jahr lagen die Strompreise auf einem Rekordniveau: Bis zu 70 Cent pro Kilowattstunde zahlten Neukunden 2022 für Strom, zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verifox. In diesem Jahr sind die Kosten wieder abgefallen auf knapp 28 Cent pro Kilowattstunde. Damit bewegen sich die Strompreise auf dem Niveau aus dem Sommer 2021.

Lichtblick-Sprecher Mohajer hat noch ein paar Tipps für umweltfreundlichere Weihnachtsbeleuchtung: "Verbraucherinnen und Verbraucher, die verständlicherweise nicht auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten möchten, sollten dabei auf LED-Lampen setzen. Damit lassen sich rund 90 Prozent des Stromverbrauchs im Vergleich zu normalen Lampen sparen. Eine Zeitschaltuhr kann zudem dabei helfen, weiter Strom zu sparen und den Verbrauch optimal nach individuellen Wünschen auszurichten."

Berliner sammeln Spenden für Ku'damm-Beleuchtung

Auch außerhalb der eigenen vier Wände erfreuen sich die Befragten an weihnachtlichem Licht: Zwei Drittel der Deutschen finden eine öffentliche Weihnachtsbeleuchtung in der Adventszeit gut, nur 14 Prozent halten sie für überflüssig. Im vergangenen Jahr sprachen sich – auf dem Höhepunkt der Energiekrise – noch zehn Prozent weniger für eine öffentliche Weihnachtsbeleuchtung aus. Auch in den Jahren zuvor sank das Interesse an einer öffentlichen Beleuchtung.

Wie wichtig die Straßenbeleuchtung der Bevölkerung ist, zeigt der Fall vom Berliner Kurfürstendamm: Die Einkaufsmeile im Berliner Westen erstrahlt jedes Jahr in der Adventszeit, allerdings gibt es in diesem Jahr Finanzierungsschwierigkeiten. Auf 4,2 Kilometern sollen 140.000 LED-Lampen erstrahlen. Dafür hat die Arbeitsgemeinschaft City mehr als 400.000 Euro eingesammelt. Sogar der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) war auf Spendersuche für den Ku'damm, den Rest will die Interessengruppe über eine Spendenseite zusammenbekommen.

Immerhin: Von den 21,8 Milliarden Lampen deutschlandweit sind 80 Prozent energiesparende LED-Lämpchen (im vergangenen Jahr waren es noch zwei Prozentpunkte weniger), nur noch 20 Prozent sind die energieintensiven herkömmlichen Glühbirnen. Dieses Lichtermeer in der Adventszeit verursacht Kosten von 286,1 Millionen Euro, hat Lichtblick errechnet. 622 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht das Spektakel (im vergangenen Jahr waren es acht Millionen Kilowattstunden weniger, bei weniger Lämpchen). Davon könnten 195.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Würden alle Weihnachtslampen mit Ökostrom betrieben werden, würden sich 234.500 Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen lassen, hat Lichtblick errechnet. Das entspricht dem CO₂-Ausstoß von knapp 30.000 Bundesbürgern.

Verwendete Quellen
  • 13. Lichtblick Weihnachtsumfrage
  • agcity.de: "Weihnachtsbeleuchtung 2023 auf Kudamm und Tauentzien"
  • verifox.de: "Aktuelle Strompreise für Neukunden"
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