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Ab Januar 2024: Netzbetreiber dürfen Strom drosseln


Netzbetreiber dürfen ab Januar Strom drosseln

Von t-online, lim

28.11.2023Lesedauer: 2 Min.
E-Auto an einer Wallbox: Die Nachfrage nach E-Autos ist eingebrochen.Vergrößern des BildesE-Auto an einer Wallbox (Symbolbild): Netzbetreiber dürfen Strom drosseln, um Engpässe zu verhindern. (Quelle: Detlef Heese/imago images)
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Strombetreiber sollen zum Jahresbeginn den Verbraucht von Wallboxen und Wärmepumpen drosseln können. In der Politik stößt das auf Kritik.

Ab Januar 2024 dürfen Strombetreiber den Verbrauch von Wallboxen und Wärmepumpen drosseln, wenn eine Überlastung des Stromnetzes droht. Laut Erklärung der Bundesnetzagentur dürfen diese im Gegenzug die Anschlüsse von Wärmepumpen und Wallboxen nicht mit dem Verweis auf mögliche Engpässe verweigern. Doch es gibt Kritik am neuen Gesetz.

FDP-Energieexperte Michael Kruse sagte gegenüber der "Bild"-Zeitung, die Pläne seien "Ausdruck politischen Versagens". Der Umstieg auf Elektromobilität werde seiner Ansicht nach nicht gelingen, "wenn man befürchten muss, nur gelegentlich Strom für sein Auto zu bekommen". Geschehe die Drosselung häufig, "wird die Begeisterung für die Energiewende in Deutschland endgültig verpuffen".

Dabei sehe Kruse die Netzbetreiber in der Pflicht: "Wer Leistung abriegelt, muss ausbauen, und zwar schnell." So lautet auch die Forderung der Bundesnetzagentur. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, gehe laut einer Pressemitteilung davon aus, dass Eingriffe eine "zwingende Ausnahme bleiben". Sollten Engpässe auftreten, müsse das Netz ausgebaut werden. Alle wichtigen Einzelheiten zum Gesetz erfahren Sie hier.

Stromdrosselung soll Notfallinstrument bleiben

Die "Bild"-Zeitung warnt vor Stromdrosselung ab Januar. Laut Bundesnetzagentur werden Verbraucher allerdings die "Eingriffe meist kaum bemerken". Der Haushaltsstrom sei davon nicht betroffen, sondern lediglich Wärmepumpen und Ladestationen für E-Autos, die im Notfall gedrosselt werden. Eine Mindestleistung müsse weiterhin garantiert werden, heißt es in der Mitteilung.

Mark Helfrich, energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sagte gegenüber der "Bild": "Die Stromdrosselung für Privathaushalte muss ein absolutes Notfallinstrument bleiben." Ohne schnell geladene E-Autos und warme Häuser werde die Mobilitäts- und Wärmewende scheitern.

Das Niederspannungsnetz sei aktuell laut Bundesnetzagentur nicht für einen schnellen Hochlauf der Lade- und Verbrauchseinrichtungen ausgelegt. Die Netze müssten daher schnell optimiert und ausgebaut werden.

Verwendete Quellen
  • bild.de: "Regierung will unseren Strom rationieren"
  • bundesnetzagentur.de: "Bundesnetzagentur legt Regelungen zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen fest"
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