Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Unbekannte wollten Wirecard erpressen – Finanzdienstleister unter Druck


Finanzdienstleister unter Druck  

Unbekannte wollten Wirecard erpressen

25.02.2019, 13:38 Uhr | AFP

Unbekannte wollten Wirecard erpressen – Finanzdienstleister unter Druck. Wirecard: Das Technologie- und Finanzdienstleistungsunternehmen leidet unter Aktienspekulationen. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Wirecard: Das Technologie- und Finanzdienstleistungsunternehmen leidet unter Aktienspekulationen. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Wirecard kommt nicht zur Ruhe. Unbekannte sollen versucht haben, den Finanzdienstleister zu erpressen. Die Finanzaufsicht hat bereits Maßnahmen ergriffen.

Der von heftigen Aktienspekulationen getroffene Zahlungsdienstleister Wirecard sollte nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit negativer Berichterstattung erpresst werden.

Erpressung durch negative Medienberichterstattung

"Wir haben am Freitag vor einer Woche um 7.30 Uhr ernstzunehmende Informationen von Wirecard erhalten, dass eine neue Shortattacke geplant ist und dass mit viel Geld versucht wird, Medienberichterstattung zu beeinflussen", sagt die Münchner Staatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl.

Ein Mittelsmann soll versucht haben, Journalisten in Großbritannien mit Millionensummen zu bestechen. Gleichzeitig habe er Wirecard gegen Zahlung einer ähnlichen Summe angeboten, die Berichterstattung zu verhindern. Dieser Verdacht sei nun auch Teil der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München rund um Marktmanipulationen. Wirecard selbst wollte die Informationen nicht kommentieren.

Berichte über Zahlungsunregelmäßigkeiten

Die neuen Informationen waren einer der Gründe dafür, dass die Finanzaufsicht Bafin vor einer Woche Spekulationen auf fallende Wirecard-Kurse für zwei Monate verboten hatte: "Wir hatten diese Informationen von der Staatsanwaltschaft", sagt eine Bafin-Sprecherin. "Sie waren ein Baustein für das Verbot."

Die Londoner "Financial Times" hatte sei Ende Januar wiederholt über Betrugsvorwürfe und mögliche Zahlungsunregelmäßigkeiten bei Wirecard in Singapur berichtet. Wirecard weist die Anschuldigungen als verleumderisch zurück.



Wie Shortselling funktioniert

Sogenannte Shortseller nutzten die Unsicherheit um den Dax-Neuling für Netto-Leerverkäufe. Sie liehen sich Anteilsscheine, stießen sie auf dem Markt ab und kauften sie später zurück. Damit wetteten die Spekulanten auf fallende Kurse. Die Wirecard-Aktie notiert immer noch etwa ein Drittel unter dem Wert vor der Berichterstattung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Dschungel-Look: exotisches Flair für Ihre 4 Wände
jetzt auf otto.de
Anzeige
Was Ihr Partner für die Bau- finanzierung können muss
Kostenlose Beratung bei Interhyp
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal