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Verbrauchersch├╝tzer fordern Alternative zur Riesterrente

Von afp
15.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Riester-Rente: Die staatlich gef├Ârderte Privatvorsorge gibt es seit 2002.
Riester-Rente: Die staatlich gef├Ârderte Privatvorsorge gibt es seit 2002. (Quelle: Alexander Heinl/dpa-bilder)
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Im Koalitionsvertrag ist ein Standardprodukt zur Altersvorsorge vereinbart. Verbrauchersch├╝tzer und CDU-Politiker verlangen dessen Umsetzung und pl├Ądieren daf├╝r, die Riester-Rente einzustellen.

Fast 20 Jahre nach Einf├╝hrung der Riester-Rente zur privaten Altersvorsorge fordern Verbrauchersch├╝tzer und selbst konservative Politiker deren Aus. "Das Experiment, die zus├Ątzliche Altersvorsorge in die H├Ąnde der Versicherungswirtschaft zu ├╝bergeben, ist gescheitert", erkl├Ąrt Deutschlands oberster Verbrauchersch├╝tzer Klaus M├╝ller. Hessens Finanzminister Thomas Sch├Ąfer (CDU) erg├Ąnzt, Deutschland m├╝sse sich bei der zus├Ątzlichen Altersvorsorge "dringend neu aufstellen".

Kritisiert werden hohe Kosten und B├╝rokratie-Aufwand

Die Riester-Rente gibt es seit 2002. Die staatlich gef├Ârderte Privatvorsorge soll das sinkende Niveau gesetzlicher Renten ausgleichen. Wer einen Teil seines Einkommens in eine Riester-Altersvorsorge investiert, erh├Ąlt einen staatlichen Zuschuss oder muss weniger Steuern zahlen. Kritisiert werden aber seit langem schon die hohen Kosten und der B├╝rokratie-Aufwand.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert schon seit l├Ąngerem die Abschaffung: "Die Verbraucher leiden unter teuren, un├╝bersichtlichen und ineffizienten Produkten", kritisiert vzbv-Chef M├╝ller.

Die Verbrauchersch├╝tzer wollen stattdessen die "Extrarente". "Wir brauchen endlich ein ├Âffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt, das ohne unn├Âtige Kosten und Vermittlungsprovisionen auskommt, leicht verst├Ąndlich ist und durch langfristige Anlagen am Kapitalmarkt gute Renditen abwirft", sagt M├╝ller. L├Ąnder wie Gro├čbritannien oder Schweden zeigten, dass so ein Modell funktioniere.

Zus├Ątzliche Altersvorsorge "bislang kein Erfolgsmodell"

Auch Finanzminister Sch├Ąfer kritisiert, die zus├Ątzliche Altersvorsorge in Deutschland sei "bislang kein Erfolgsmodell". Gr├╝nde seien unter anderem die "Komplexit├Ąt des Themas", aber auch "intransparente und teure Altersvorsorgeprodukte".

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Das schwarz-gr├╝n regierte Hessen legt ebenfalls einen Vorschlag f├╝r eine ├Âffentlich organisierte Altersvorsorge vor, die vor allem in Aktien anlegt ÔÇô die "Deutschland-Rente". Sie sei "einfach, g├╝nstig, renditestark und sicher", pries Sch├Ąfer. Profitieren w├╝rden gerade auch B├╝rger mit nur geringem Einkommen.

Der CDU-Politiker verwies auf den Koalitionsvertrag: Dort sei ein Standardprodukt zur Altersvorsorge vereinbart. "Daraus m├╝ssen nun endlich Taten folgen."

Verweise auf den Koalitionsvertrag

Der Sozialfl├╝gel der CDU fordert bereits in einem Antrag f├╝r den Parteitag kommende Woche "ein staatlich organisiertes Standardvorsorgeprodukt" nach dem Vorbild der hessischen "Deutschland-Rente" oder des von Baden-W├╝rttemberg vorgeschlagenen "Vorsorgekontos". Die CDU-Arbeitnehmergruppierung fordert in einem Antrag eine Pflichtvorsorge f├╝r alle Arbeitnehmer. Das Produkt solle ohne Abschlusskosten angeboten werden, die Verwaltungskosten auf 0,2 Prozent gedeckelt sein. Das Geld der Arbeitnehmer soll in Aktien angelegt werden.

Der CDA-Antrag sei ein "wichtiger und richtiger Impuls gegen den Stillstand in der aktuellen Regierungsarbeit", sagt die Teamleiterin Finanzen beim vzbv, Dorothea Mohn. Auch sie verweist auf den Koalitionsvertrag ÔÇô "passiert ist bislang aber nichts". Dabei wirke sich jedes Jahr, in dem eine umfassende Reform verschleppt werde, "fatal" auf die Zusatzvorsorge der Verbraucher aus.

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