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Für genügend Spielraum sorgen - Immobilienkredite: Bleibt das Zinsniveau so günstig?

Für genügend Spielraum sorgen  

Immobilienkredite: Bleibt das Zinsniveau so günstig?

13.01.2021, 09:30 Uhr | dpa

Für genügend Spielraum sorgen - Immobilienkredite: Bleibt das Zinsniveau so günstig?. Eine Immobilie zu finanzieren, war selten günstiger.

Eine Immobilie zu finanzieren, war selten günstiger. Wird sich an dieser Situation irgendwann mal wieder was ändern?. Foto: Christin Klose/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Während es an den Aktienmärkten in jüngster Zeit eher nach oben ging, entwickelten sich die Zinsen eher in die andere Richtung: nach unten. Immobilienkäufer wird das freuen, weil auch Finanzierungen vermutlich erstmal nicht teurer werden.

Im Gegenteil: "Jetzt zum Jahresanfang wollen Banken Kunden gewinnen und senken ihre Zinssätze oft noch", erklärt Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main im Interview mit dem dpa-Themendienst. Für Käufer eine ideale Situation.

Warum ist das Zinsniveau bei Immobilienkrediten so günstig?

Max Herbst: Hypothekenzinsen sind vereinfacht gesagt verknüpft mit den Bundesanleihen. Und Bundesanleihen sind wegen ihrer Sicherheit derzeit weltweit bei Investoren gefragt. Diese Anleger sind bereit, Minuszinsen in Kauf zu nehmen, weil aus ihrer Sicht der deutsche Staat große Sicherheiten bietet. Und das sorgt derzeit auch für niedrige Zinsen bei Immobilienkrediten.

Die Banken verdienen immer noch an den Krediten, weil die Differenz zwischen Bundesanleihen und den Hypothekenzinsen derzeit bei 1,25 Prozent liegt, etwa 0,25 Prozentpunkte über dem langjährigen Mittel. Die Banken könnten die Zinsen also um einiges senken. Jetzt zum Jahresanfang werden die Zinsen daher vermutlich leicht sinken, weil die Banken das Vertragsvolumen erhöhen wollen.

Welche Fehler können Kreditnehmer machen?

Herbst: Bei diesen Konditionen ist es eigentlich schwer, Fehler zu machen. Viele Käufer gehen auch tatsächlich vorsichtig vor, wie die Daten zeigen. Die durchschnittliche Zinsbindungsfrist liegt derzeit bei 15 Jahren. Das heißt: Viele schließen Zinsbindungen von 20 Jahren ab, weil sie das Risiko eines Zinsanstiegs vermeiden wollen. Und das ist eine gute Strategie.

Auf was sollte man bei der Finanzierung achten?

Herbst: Es sollte immer genügend Spielraum vorhanden sein. Das heißt: Nicht bis zur Belastungsgrenze finanzieren. Je spitzer die Finanzierung, desto länger sollte die Zinsbindung sein und desto höher auch die Tilgung. In jedem Fall sollte die Tilgung so vereinbart sein, dass sie während der Zinsbindung laut Vertrag den Lebensumständen angepasst werden kann. Das hilft bei fast allen finanziellen Engpässen.

Grundsätzlich sollten vor dem Abschluss verschiedene Angebote eingeholt werden. Dabei reichen aber eigentlich drei: eines von der Hausbank, eines von einem Vermittler und eines von einem anderen Institut. Nehmen Sie die Angebote der Konkurrenz ruhig mit in die Gespräche. Das gibt Ihnen eine gute Verhandlungsposition.

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