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Geldanlage: Privatanleger setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit


Geldanlage  

Privatanleger setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit

07.06.2021, 14:39 Uhr | dpa

Geldanlage: Privatanleger setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit. Anleger investieren immer mehr in nachhaltige Geldanlagen.

Anleger investieren immer mehr in nachhaltige Geldanlagen. Der Marktanteil entsprechender Fonds ist 2020 gestiegen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Nachhaltigkeit liegt bei Privatanlegerinnen und Privatanlegern in Deutschland offenbar im Trend. Laut dem jährlichen Marktbericht des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), investierten sie im vergangenen Jahr insgesamt 39,8 Milliarden Euro in nachhaltige Fonds und Mandate. Das sind 21,4 Milliarden Euro oder 117 Prozent mehr als zum Jahresende 2019. Damit halten private Anleger nun rund 18 Prozent der in Deutschland in nachhaltige Fonds und Mandate investierten Gelder.

Die Gesamtsumme der Geldanlagen, die in Deutschland unter Berücksichtigung von strengen umweltbezogenen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogenen Kriterien angelegt sind, istdem Bericht zufolgezum Jahresende 2020 auf ein Volumen von 335,3 Milliarden Euro gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 25 Prozent.

Deutliche Zuflüsse verzeichneten vor allem nachhaltige Investmentfonds. Mit einem Volumen von 107 Milliarden Euro lagen sie Ende 2020 rund 69 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil nachhaltiger Fonds und Mandate am deutschen Gesamtfondsmarkt macht allerdings nur einen Anteil von 6,4 Prozent aus. Die im Rahmen des Marktberichts befragten Experten erwarten aber ein weiteres Wachstum des nachhaltigen Kapitalmarktes.

Viele Anbieter nutzen Ausschlusskriterien

Ausschlusskriterien haben laut FNG bei der Nachhaltigen Geldanlage weiterhin eine hohe Bedeutung. 93 Prozent aller erfassten Fonds und Mandate nutzen dem Marktbericht zufolge diese Möglichkeit, um besonders kontroverse Emittenten vom Investment auszuschließen. Besonders häufig werden dabei Unternehmen ausgeschlossen, die gegen anerkannte Menschenrechte und Arbeitsstandards verstoßen oder in Korruption und Bestechung verwickelt sind.

Weitere wichtige Anlagestrategie ist das Engagement, also die Nutzung der Stimmrechte sowie der direkte Dialog mit den Unternehmen. Dieser Ansatz wird auf rund zwei Drittel der verantwortlichen Investments angewendet, noch vor dem sogenannte Best-in-Class-Ansatz.

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