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"Finanztest": So rÀumen Anleger ihr Depot auf

Von dpa
Aktualisiert am 18.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Aktienkurse stiegen im vergangenen Jahr deutlich.
Aktienkurse stiegen im vergangenen Jahr deutlich. Anleger sollten deshalb schauen, ob ihre Aufteilung noch stimmt. (Quelle: Alexander Heinl/dpa-tmn/dpa-mag./dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - Das Jahr 2021 war fĂŒr Anleger eines der erfolgreichsten in 50 Jahren Börsengeschichte. Der Weltaktienmarkt legte um 31,6 Prozent zu, der deutsche Markt um rund 14 Prozent, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 2/2022) der Stiftung Warentest. Kleiner Haken: Ob sich diese Entwicklung in diesem Jahr genauso fortsetzt, ist eher ungewiss.

Immer wieder gibt es an den Börsen auch grĂ¶ĂŸere RĂŒcksetzer, wie zum Beispiel der KursrĂŒckgang im November gezeigt hat. Der Dax sank innerhalb kurzer Zeit von ĂŒber 16 200 Punkten auf unter 15 200 Punkte. Anleger sollten das immer im Kopf behalten - und deshalb immer wieder ihre Depotstruktur auf den PrĂŒfstand stellen.

Aktien verkaufen, Zinsanlagen kaufen

Wem zum Beispiel die Aussicht auf Verluste schlaflose NĂ€chte bereitet, sollte seine Aktienanlage eher klein halten und mit einem grĂ¶ĂŸeren Anteil an schwankungsarmen Zinsanlagen kombinieren. Wer umgekehrt bereit ist, mehr Risiko zu tragen, kann den Aktienanteil entsprechend erhöhen und die Zinsanlagen klein halten.

Der einmal gewĂ€hlte Mix sollte dann regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden. Sind Aktien in einem Jahr stark gestiegen, kann es sinnvoll sein, den Aktienanteil zu reduzieren, zum Beispiel indem Anteile von ETF verkauft und das Geld in Zinsanlagen gesteckt wird.

Aktiv werden mĂŒssen Anlegerinnen und Anleger nach Ansicht der "Finanztest"-Experten aber erst bei einer Abweichung von 10 Prozent. Wer also sein Geld zur einen HĂ€lfte in Aktien und zur anderen HĂ€lfte in Zinsanlagen steckt, sollte tĂ€tig werden, wenn der Aktienanteil 60 Prozent ĂŒbersteigt. Tipp: Rentenfonds Euro sollten wegen des ZinsĂ€nderungsrisikos derzeit eher nicht aufgestockt werden.

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Depot nicht ĂŒberfrachten

Wichtig: Wer mehrere Aktienfonds oder ETF mit Zinsbausteinen kombiniert, sollte sich die einzelnen Bestandteile anschauen. Auch hier kann durch Kurssteigerungen das einmal festgelegte VerhĂ€ltnis aus dem Gleichgewicht geraten. In einem solchen Fall ist es laut "Finanztest" nicht nur komplizierter zu rechnen. Es kann auch teurer werden, denn Umschichtungen von kleinen BetrĂ€gen können bei einigen Banken vergleichsweise hohe GebĂŒhren zur Folge haben.

Sinnvoll ist es deshalb nach Ansicht der Stiftung Warentest, das Depot nicht zu kleinteilig aufzubauen. "Viele Fonds ergeben nicht zwangslÀufig eine gute Streuung", schreiben die Experten. Gut ist es, der Basisanlage solche Fonds beizumischen, die einen Teil der Schwankungen des Weltmarktes ausgleichen.

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