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Umwelthilfe: Zu viel Verpackungsm├╝ll im Lebensmittelhandel

Von dpa
Aktualisiert am 20.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert: In Superm├Ąrkten und Discountern entsteht immer noch zu viel Verpackungsm├╝ll.
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert: In Superm├Ąrkten und Discountern entsteht immer noch zu viel Verpackungsm├╝ll. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Lebensmittel werden aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe noch immer zu h├Ąufig in Einwegverpackungen angeboten. Dabei entstehe zu viel unn├Âtiger M├╝ll, teilte der Verband mit. Er hatte das Angebot in 48 Filialen von 12 Supermarkt-, Discounter- und Biomarktketten untersucht.

Dabei schnitten nur die Biom├Ąrkte zufriedenstellend ab. Superm├Ąrkte und Discounter setzten dagegen h├Ąufig die einfachsten Ma├čnahmen f├╝r weniger M├╝ll nicht um, hie├č es. Kritisiert wurden etwa verpacktes Obst und Gem├╝se sowie Einwegflaschen f├╝r Getr├Ąnke.

"Die klassischen Superm├Ąrkte und Discounter werben zwar gerne mit angeblicher Nachhaltigkeit - bei unseren Testbesuchen in den Filialen fanden wir aber: unn├Âtig viel Einweg, zu viel Plastik, zu viel M├╝ll", sagte die Vize-Bundesgesch├Ąftsf├╝hrerin der Umwelthilfe, Barbara Metz. Das Prinzip freiwilliger M├╝llvermeidung im Handel sei gescheitert. Notwendig seien gesetzliche Vorgaben, um den Verpackungsm├╝ll bis 2025 zu halbieren.

Metz forderte au├čerdem eine zus├Ątzliche Einweg-Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Plastikflaschen, Dosen und Getr├Ąnkekartons. "Einwegverpackungsm├╝ll zu produzieren, muss teurer werden und darf sich nicht lohnen."

Die Branche verwies auf laufende Bem├╝hungen, Verpackungsm├╝ll zu reduzieren, etwa bei den Eigenmarken. Die Nachhaltigkeitsexpertin des Handelsverbands Deutschland, Antje Gerstein, erkl├Ąrte aber auch: "Nicht jede Verpackung kann ohne Weiteres einfach abgeschafft werden." So dienten diese dazu, vorgegebene Hygienestandards einzuhalten oder empfindliche Ware vor Druck, Besch├Ądigung oder Verderb zu sch├╝tzen.

Der Einzelhandel forsche mit den Herstellern weiter an einer m├Âglichen Reduzierung von Verpackungen. Strengere gesetzliche Vorgaben seien aber nicht zielf├╝hrend, weil ├Âkologisch sinnvolle Alternativverpackungen fehlten.

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