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Wegen Corona im Homeoffice: So setzen Sie die Kosten ab

Von dpa
Aktualisiert am 15.04.2020Lesedauer: 3 Min.
Homeoffice: Wer kein eigenes Arbeitszimmer in der Wohnung hat, kann nur Ausstattungskosten fĂŒr das HeimbĂŒro steuerlich geltend machen.
Homeoffice: Wer kein eigenes Arbeitszimmer in der Wohnung hat, kann nur Ausstattungskosten fĂŒr das HeimbĂŒro steuerlich geltend machen. (Quelle: MiS)
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Wenn Sie wĂ€hrend der Corona-Krise zu Hause arbeiten, können Sie die Kosten dafĂŒr von der Steuer absetzen. Doch das geht nur, wenn bestimmte Bedingungen erfĂŒllt sind.

Wo noch vor wenigen Wochen noch jeden Tag gegessen wurde, stapeln sich heute Papiere. Dazwischen thront der Laptop neben dem griffbereiten Smartphone, der Drucker steht etwas versteckt unter dem Esstisch – so dĂŒrfte es im Moment in vielen Haushalten in Deutschland aussehen.

Stellt sich die Frage: Lassen sich die Kosten fĂŒr das Homeoffice absetzen? Die Antwort lautet: Ja und Nein.

Rechtssprechung ist eindeutig

"Geht es um die Kosten fĂŒr ein hĂ€usliches Arbeitszimmer, ist die Rechtssprechung eindeutig", sagt Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin. Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied 2016, dass Aufwendungen fĂŒr "einen in die hĂ€usliche SphĂ€re eingebundenen Raum, der mit einem nicht unerheblichen Teil seiner FlĂ€che auch privat genutzt wird" nicht als Betriebsausgaben beziehungsweise Werbungskosten berĂŒcksichtigt werden (Az.: X R 32/11).

Einen Schreibtisch im Durchgangszimmer oder die Arbeitsecke im Wohnzimmer akzeptiert das Finanzamt also nicht. Anerkannt wird das hĂ€usliche Arbeitszimmer nur, wenn es sich um einen abgeschlossenen Raum handelt, der wie ein BĂŒro eingerichtet ist und fast nicht privat benutzt wird. Als Faustregel gilt laut Rauhöft: 90 Prozent der Nutzung sollten in etwa beruflich und 10 Prozent dĂŒrfen privat sein.

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Ausgaben als Werbungskosten absetzbar

"Können Sie nachweisen, dass Ihnen fĂŒr die TĂ€tigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur VerfĂŒgung steht, sind im Jahr bis zu 1.250 Euro als Werbungskosten absetzbar", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Ist das Arbeitszimmer Mittelpunkt der beruflichen TĂ€tigkeit, können die kompletten Kosten als Werbungskosten abgesetzt werden. In der Regel ist das aber nur bei Freiberuflern der Fall.

Werden die Voraussetzungen erfĂŒllt, können die Aufwendungen fĂŒr Miete, Energiekosten, Grundsteuer, Versicherungen, MĂŒllabfuhrgebĂŒhren oder den Schornsteinfeger anteilig geltend gemacht werden. Wer ein Arbeitszimmer in seinem selbst genutzten Haus oder seiner Eigentumswohnung eingerichtet hat, kann auch die auf das Arbeitszimmer entfallenden Kreditzinsen steuerlich geltend machen.

Finanzamt erkennt Kosten anteilig an

"Die anstelligen Kosten richten sich dabei nach dem VerhĂ€ltnis der FlĂ€che des Arbeitszimmers zur gesamten WohnflĂ€che", sagt Isabel Klocke. Macht das Arbeitszimmer also beispielsweise 20 Prozent der WohnflĂ€che aus, können die auch 20 Prozent der anfallenden Kosten abgesetzt werden. Ausgaben fĂŒr die Ausstattung des Arbeitszimmers können hingegen in voller Höhe berĂŒcksichtigt werden.

Gut zu wissen: Auch wenn mehrere Personen ein hÀusliches Arbeitszimmer nutzen, kann jeder von ihnen seine Aufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen.

Kosten fĂŒr Ausstattung der Arbeitsecke werden akzeptiert

Wer sich nur eine Arbeitsecke eingerichtet hat, kann all diese Kosten nicht geltend machen. Hier wirkten sich nur Arbeitsmittel, wie Computer, Schreibtisch oder BĂŒrostuhl, steuermindernd aus, erklĂ€rt Klocke. Hat der Gegenstand weniger als 800 Euro netto gekostet, kann er direkt im Jahr der Anschaffung von der Steuer abgesetzt werden. Teurere Dinge mĂŒssen ĂŒber mehrere Jahre abgeschrieben werden.

Kosten fĂŒr den jetzt dienstlich genutzten Telefonanschluss können mit maximal 20 Euro im Monat als Werbungskosten in die Einkommensteuererklärung eingehen. Alternativ können auch Arbeitgeber die Kosten pauschal steuerfrei erstatten.

Arbeitssituation dokumentieren

Wer kein eigenes Arbeitszimmer hat, sollte sich aber nicht entmutigen lassen. "Machen Sie die Kosten fĂŒr das Arbeitszimmer im kommenden Jahr geltend", rĂ€t Klocke. Der Bund der Steuerzahler will sich ebenso wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) dafĂŒr einsetzen, dass die Bestimmungen zur steuerlichen Anerkennung von heimischen ArbeitsplĂ€tzen angesichts der Corona-Krise gelockert werden.

BeschĂ€ftigte, die jetzt im Homeoffice arbeiten, sollten sich fĂŒr die SteuererklĂ€rung 2020 vorbereiten: "Machen Sie ein Foto von ihrer Arbeitssituation", rĂ€t Klocke. Arbeitnehmer sollten sich außerdem eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers ausstellen lassen, in welchem Zeitraum ihr Arbeitsplatz im Unternehmen nicht zur VerfĂŒgung stand und deshalb von zu Hause aus gearbeitet werden musste, rĂ€t die VLH.

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Tim Krupka
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