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Privatinsolvenzen: Bremen bleibt Pleitehochburg

Schuldenbarometer  

Privatinsolvenzen: Bremen bleibt Pleitehochburg

Von Sabrina Manthey

21.03.2019, 13:29 Uhr
Privatinsolvenzen: Bremen bleibt Pleitehochburg. Junges Paar mit Rechnungen: Die Durchschnittsschuldenhöhe bei einer Privatinsolvenz  liegt bei 30.000 Euro. (Quelle: Getty Images/skynesher)

Junges Paar mit Rechnungen: Die Durchschnittsschuldenhöhe bei einer Privatinsolvenz liegt bei 30.000 Euro. (Quelle: skynesher/Getty Images)

Bei den Privatinsolvenzen gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Der Grund: die Beschäftigungssituation. Dabei müssen die Menschen nicht hoch verschuldet sein. Die Stadt mit den meisten Verbraucherpleiten liegt jedoch in der Mitte Deutschlands.

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist 2018 auf den niedrigsten Stand seit 2004 gesunken. Insgesamt mussten im vergangenen Jahr inklusive ehemals Selbstständiger 88.995 Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. Damit verringerten sich die Verbraucherinsolvenzen in Deutschland zum achten Mal in Folge – 2018 um 5,4 Prozent. Das sind die zentralen Ergebnisse des "Schuldenbarometer 2018" CRIF BÜRGEL, ein Dienstleister im Bereich Bonitätsinformationen.

Der Rückgang der Privatinsolvenzen liegt im Wesentlichen an der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bei den Privatpersonen. Auch für 2019 wird mit einem weiteren Absinken der Privatinsolvenzen auf bis zu 84.000 Fälle gerechnet.

Gründe für eine Privatinsolvenz

Grundsätzlich gibt es sechs Hauptursachen, die die Betroffenen in eine finanziell prekäre Lage führen und damit eine Privatinsolvenz auslösen können. Dazu gehören:

  • Arbeitslosigkeit
  • reduzierte Arbeit
  • Einkommensarmut
  • gescheiterte Selbstständigkeit
  • unwirtschaftliche Haushaltsführung
  • Veränderungen in der familiären Situation (Scheidung, Trennung, Krankheit)

Nord-Süd-Gefälle: Spitzenreiter Bremen

Den Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die Zahl der Privatinsolvenzen belegt ein Vergleich zwischen Nord- und Süddeutschland. Bremen hat im relativen Vergleich mit 166 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner nicht nur die höchste Zahl an Privatpleiten, sondern auch die höchste Arbeitslosenquote im Februar 2019 (9,8 Prozent). Es folgen Niedersachsen mit 150 Insolvenzen je 100.000 Einwohner, das Saarland (146), Schleswig-Holstein (145) und Hamburg (143).

Der Bundesdurchschnitt lag 2018 bei 107 Privatpleiten je 100.000 Einwohner. Deutlich unter diesem Wert liegen Baden-Württemberg (72) und Bayern (73) – dort ist auch die Arbeitslosenquote mit knapp über drei Prozent am niedrigsten.

Mannheim führt Insolvenz-Städteranking an

Das Insolvenz-Ranking der 30 größten Städte führt Mannheim mit 224 Pleiten je 100.000 Einwohner an. Ebenfalls viele Privatinsolvenzen meldeten die drei NRW-Städte Gelsenkirchen (223 Insolvenzen je 100.000 Einwohner), Mönchengladbach (214) und Dortmund (189). Die wenigsten Privatinsolvenzen gab es im Städtevergleich wie schon in den letzten beiden Jahren in Stuttgart. In der Hauptstadt Baden-Württembergs wurden 70 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner gemeldet.

Pfändungsschutzkonto: Viele überschuldete Bürger, die ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) nutzen, melden keine Privatinsolvenz an und fallen aus der Statistik heraus. Ihr Einkommen ist so gering, dass es unter dem pfändbaren Betrag von 1.133,80 Euro je Monat liegt.

Höhe der Schulden im Schnitt bei 30.000 Euro

Privatpersonen müssen nicht hoch verschuldet sein, um in die Privatinsolvenz zu rutschen. Über alle Altersgruppen hinweg liegt die Schuldenhöhe der Betroffenen im Schnitt bei rund 30.000 Euro. Bei den unter 30-Jährigen ist der Wert jedoch weitaus geringer. Hier liegt die durchschnittliche Schuldensumme bei knapp unter 11.000 Euro.


Mit steigendem Alter steigen auch die Schulden auf durchschnittlich bis zu 45.000 Euro bei den Bundesbürgern in der Altersgruppe ab 61 Jahren. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften Schulden.

Verwendete Quellen:
  • CRIF BÜRGEL: Schuldenbarometer 2018

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