Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Mietrecht >

Gerichtsurteil: Illegales Verhalten rechtfertigt Kündigung einer Mietwohnung


Gerichtsurteil  

Illegales Verhalten rechtfertigt Kündigung einer Mietwohnung

17.09.2019, 12:15 Uhr | dpa

Gerichtsurteil: Illegales Verhalten rechtfertigt Kündigung einer Mietwohnung. Wenn der Mitbewohner eines Mieters mit Rauschgift handelt, ist eine fristlose Kündigung der Wohnung grundsätzlich gerechtfertigt.

Wenn der Mitbewohner eines Mieters mit Rauschgift handelt, ist eine fristlose Kündigung der Wohnung grundsätzlich gerechtfertigt. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Wenn der Mitbewohner eines Mieters daheim mit Rauschgift handelt, ist eine fristlose Kündigung der Wohnung grundsätzlich gerechtfertigt. Denn der Mieter muss sich das Verhalten seiner Mitbewohner zurechnen lassen.

Dies zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 33 C 2815/18), auf das die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist.

Im verhandelten Fall hatte die Polizei gegen den volljährigen Sohn einer Familie ermittelt. Sie vermutete, dass er aus der Wohnung heraus mit Drogen handelte und beschlagnahmte bei einer Durchsuchung größere Mengen Rauschgift. Der Vermieter kündigte der Familie daraufhin außerordentlich mit der Begründung, der Hausfrieden sei durch das Verhalten nachhaltig gestört.

Dem Gericht zufolge kann strafrechtlich relevantes Verhalten dann zur Kündigung führen, wenn es eine gewisse Außenwirkung hat. Dies sei zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Menge an Rauschgift gefunden wurde, die den Eigenbedarf übersteigt. Andere Beispiele seien Funde von Waffen und größeren Geldbeträgen in der Wohnung. Der Mieter haftet dann nach Darlegung der Richter für seine Mitbewohner - und zwar auch dann, wenn er nichts von deren Aktivitäten weiß.

Im konkreten Fall war laut Urteil ausnahmsweise auch keine vorherige Abmahnung notwendig. Denn trotz der Kündigung habe der Sohn weiter mit Drogen gehandelt und in der Wohnung gelebt. Mit einer Verhaltensänderung nach einer Abmahnung sei nicht zu rechnen gewesen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal