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Gehaltsatlas 2015: So unterschiedlich verdienen die Deutschen

Gehaltsatlas 2015  

So stark unterscheiden sich die Löhne zwischen Schwarzwald und Schwerin

24.10.2015, 17:34 Uhr | t-online.de

Gehaltsatlas 2015: So unterschiedlich verdienen die Deutschen. Gehaltsvergleich zeigt Unterschiede zwischen Bundesländern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/imago)

Gehaltsvergleich zeigt Unterschiede zwischen Bundesländern. (Quelle: imago/Thinkstock by Getty-Images)

Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung verläuft noch eine unsichtbare Grenze durch Deutschland: Das Lohnniveau unterscheidet sich deutlich zwischen Süd-West und Nord-Ost. Der neue "Gehaltsatlas 2015" zeigt dabei die Unterschiede zwischen verschiedenen Bundesländern und nennt die Städte, in denen die höchsten Löhne gezahlt werden. 

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat wieder eine große Vergütungsstudie durchgeführt. Insgesamt wurden fast 450.000 Arbeitsverhältnisse analysiert - vom Altenpfleger bis zum Zahnarzt. Dabei wird differenziert nach Bundesland, Hauptstadt, Postleitzahlen, Geschlecht, Firmengröße, Wirtschaftssektor, Führungsverantwortung und Berufseinstiegsgehalt je Bundesland.

Gehälter in München, Stuttgart und Düsseldorf am höchsten

Das Ergebnis: In München werden die höchsten Löhne gezahlt und das gehaltsstärkste Bundesland ist Baden-Württemberg. Aber der Reihe nach... 

Im Vergleich der Landeshauptstädte schneiden München (20 Prozent über dem Durchschnitt), Stuttgart (+19 Prozent) und Düsseldorf (+14 Prozent) am besten ab. Wenig überraschend: Die ostdeutschen Kapitalen liegen bei den Gehältern am Ende.

Die hinteren Ränge belegen Schwerin (26 Prozent unterhalb des bundesdeutschen Schnitts), Magdeburg (-23 Prozent) und Erfurt (-20 Prozent). Die Gehaltslücke zwischen München und Erfurt liegt demnach bei satten 46 Prozent.

Das Gehaltsniveau in den deutschen Landeshauptstädten im Vergleich. (Quelle: Gehalt.de)Das Gehaltsniveau in den deutschen Landeshauptstädten im Vergleich.

Lebenshaltungskosten müssen beachtet werden

"Im Süden und im Westen werden zwar sehr gute Löhne gezahlt, allerdings sind dort die Lebenshaltungskosten entsprechend hoch. Arbeitnehmer, die ihren Job wechseln möchten, sollten diesen Aspekt stets vor Augen haben und gut kalkulieren", sagt Artur Jagiello von Gehalt.de.

Auch große Unterschiede zwischen den Bundesländern

Laut Untersuchung von Gehalt.de befinden sich alle neuen Bundesländer auf einem unterdurchschnittlichen Vergütungsniveau. Das Schlusslicht bildet Mecklenburg-Vorpommern mit rund 27 Prozent weniger Gehalt. Es folgen Sachsen-Anhalt (-26 Prozent), Brandenburg (-23 Prozent), Sachsen (-21 Prozent) und Thüringen (-20,5 Prozent).

Die Hauptstadt Berlin liegt mit knapp sieben Prozent im unteren Mittelfeld. Spitzreiter ist Baden-Württemberg mit einem überdurchschnittlichen Gehalt von plus acht Prozent. Es folgen Hessen (+7 Prozent), Hamburg (+5,6 Prozent), Bayern (+3,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+1 Prozent). Die Gehaltsspanne zwischen dem vergütungsschwächsten und -stärksten Bundesland liegt damit bei 33 Prozent.

So unterscheidet sich das Gehaltsniveau von Bundesland zu Bundesland. (Quelle: Gehalt.de)So unterscheidet sich das Gehaltsniveau von Bundesland zu Bundesland.

Entgelt-Lücke für Frauen im Ländle am größten

Nach wie vor verdienen Frauen weniger als Männer. Je nach Bundesland ergeben sich laut Studie unterschiedliche Entgelt-Lücken - die größte in Baden-Württemberg. Hier bekommen Arbeitnehmerinnen 37 Prozent weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Allerdings werden im Ländle insgesamt die höchsten Löhne gezahlt.

Wo Uni-Absolventen am besten verdienen

Akademiker können die höchsten Gehälter in den südlichen Bundesländern erwarten. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt verdienen Uni-Absolventen in Baden-Württemberg mit 7,5 Prozent mehr Lohn am besten.

Die hinteren Ränge belegen auch bei dieser Vergleichsgruppe die neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Stadtstaaten wie Hamburg oder Berlin sind zwar beliebt, die Löhne jedoch geringer. "Durch die Beliebtheit von Großstädten müssen die dort ansässigen Unternehmen nicht ganz so stark mit dem Gehalt locken, wie es im ländlichen Bereich der Fall ist", erklärt Jagiello. 

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