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Wohin geht die Konjunktur? Dieser Indikator sagt es Ihnen!

von Susanne Woda für t-online.de

27.09.2014Lesedauer: 3 Min.
Ein Blick auf die Zinsen zeigt, wie es mit dem Konjunkturverlauf weitergeht
Ein Blick auf die Zinsen zeigt, wie es mit dem Konjunkturverlauf weitergeht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Die Differenz zwischen den langfristigen und den kurzfristigen Zinsen zeigt relativ genau den Konjunkturverlauf im nächsten Jahr an. Durch eine hohe Zinsdifferenz wird eine positive Wirtschaftsentwicklung ausgedrückt. Für Europa sind die Karten schlecht gemischt. Während die kurzfristigen Zinsen in Europa weiter gegen Null tendieren, sinken die langfristigen Renditen. Die USA hingegen sind schon einen Schritt weiter.

Im Normalfall erhalten Anleger für langfristige Anlagen höhere Zinsen, als für kurzfristige. Das ist nicht verwunderlich, denn die Bereitschaft, Kapital länger zu binden, will mit einem Risikoaufschlag belohnt werden. Eine steigende Zinsstrukturkurve wird daher als Normalfall angesehen. An der Zinsstruktur können Investoren aber auch die Konjunkturerwartungen ablesen. Ganz besonderes Augenmerk sollte aber auf Abweichungen davon und eintretenden Veränderungen in der Zinsstruktur liegen.

Die langfristigen Zinsen spiegeln die Inflationserwartungen und damit verbunden steigende Zinsen wider. Ein positiver Konjunkturverlauf wird bei hohen Langfristzinsen angezeigt. Ist die Erholung noch jung, sind in der Regel die Kurzfristzinsen noch niedrig. Sie resultieren aus einer expansiveren Geldpolitik der Notenbanken, die mit niedrigeren Zinsen die schleppende Konjunktur angekurbelt haben. Dies ist aktuell in den USA der Fall, wo die Differenz zwischen kurz- und langfristigen Zinsen in den letzten Monaten angestiegen ist.

Bei weiter positiver Wirtschaftsentwicklung wird die Zinsdifferenz wieder abnehmen, da die Notenbank ihre Geldpolitik straffen und das Zinsniveau am kurzen Ende anheben wird. Man spricht dann von einer flachen Zinsstruktur.

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Wann die Zinsen Gefahr signalisieren

Aufhorchen sollten Anleger bei einer inversen Zinsstruktur - wenn die kurzfristigen Zinsen höher sind, als die langfristigen und eine negative Zinsdifferenz bilden. Sie kann entstehen, wenn die Konjunkturerwartungen sich verschlechtern. Während die kurzfristigen Zinsen noch unverändert sind, stecken Anleger ihr Kapital vermehrt in langlaufende Anleihen und drücken damit das Zinsniveau am langen Ende. Eine inverse Zinsstruktur kann aber auch ein Hinweis auf Ungleichgewichte am Kapitalmarkt sein, so wie es vor dem Ausbruch der Finanzkrise der Fall war.

Zinsanleger konnten sich über attraktive Tages- und Festgeldkonditionen freuen, Vermögen langfristig anzulegen brachte seinerzeit kaum Zinsaufschläge. Hintergrund der Entwicklung war die angespannte Situation am Geldmarkt. Das Misstrauen zwischen den Banken, sich gegenseitig Geld zu leihen. trieb die Zinsen in die Höhe. Auch das Platzen der "dotcom-Blase" kündigte sich im Jahr 2000 mit einer inversen Zinskurve an. Abnehmende Zinsdifferenzen und Verschiebungen hin zu einer inversen Zinsstruktur sollten Anleger also kritisch verfolgen.

Konjunktur in Europa dürfte sich abkühlen

Wo stehen wir in Europa? Die Zinsstrukturkurve ist ansteigend, also alles im Lot? Mitnichten: Wer die Zinsentwicklung seit Beginn des Jahres beobachtet, wird feststellen, dass sich die Zinsdifferenz auf dem ohnehin niedrigen Niveau weiter eingeengt hat. Die gesunkenen langfristigen Zinsen deuten auf eine Konjunkturabkühlung hin.

Besonders entmutigend ist die Tatsache, dass die EZB mit aller Macht die kurzfristigen Zinsen senkt - bis in den negativen Bereich - und damit die Zinsdifferenz künstlich ausweitet. Das legt die Vermutung nahe, dass ohne Zinsinterventionen die Kurve noch flacher oder sogar invers sein könnte.

Dies sollten Anleger bei ihrer Positionierung berücksichtigen - nicht immer ist alles so wie es auf den ersten Blick scheint. Für den Konjunkturaufschwung im nächsten Jahr spricht momentan also nicht sehr viel. Die Karten können aber durch konjunkturstimulierende Impulse seitens der Zentralbanken schnell neu gemischt werden. Nicht zuletzt die Euro-Schwäche wirkt sich positiv auf den europäischen Export aus. Veränderungen am "langen Ende" sollten daher genau im Auge behalten werden.

coremedia:///cap/resources/64305370/data Susanne Woda ist Portfoliomanagerin bei der GVS Financial Solutions GmbH in Dreieich. Die Autorin hat über zwölf Jahre Erfahrung in der Finanzbranche. Nach einer Banklehre und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre vertiefte sie im Wealth Management der Commerzbank ihre Kenntnisse in Wertpapieranalyse und Portfoliomanagement.

Die Meinung von Gastautoren ist unabhängig von der Meinung der Redaktion von t-online.de.

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