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Rückzug von Commerzbank-Chef Zielke besiegelt

Deutsches Finanzinstitut  

Rückzug von Commerzbank-Chef Zielke besiegelt

08.07.2020, 18:59 Uhr | dpa

Rückzug von Commerzbank-Chef Zielke besiegelt. Commerzbank-Chef Martin Zielke: Bis zum Ende des Jahres tritt er zurück. (Quelle: Reuters/Ralph Orlowski/File Photo)

Commerzbank-Chef Martin Zielke: Bis zum Ende des Jahres tritt er zurück. (Quelle: Ralph Orlowski/File Photo/Reuters)

Nachdem Commerzbank-Chef Martin Zielke der Bank seinen Rücktritt angeboten hat, ging das Finanzinstitut nun darauf ein: Der Aufsichtsrat stimmte für den Rückzug des Managers. Die Suche nach einem Nachfolger wird schwer.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat das Rücktrittsangebot von Vorstandschef Martin Zielke angenommen. Zielke werde spätestens zum 31. Dezember 2020 aus dem Amt scheiden, teilte die Bank am Mittwochabend in Frankfurt mit. Zielke habe sich bereit erklärt, "bis zur Berufung eines Nachfolgers die Geschäfte der Bank in vollem Umfang weiterzuführen".

Wer Zielke nachfolgt und somit bei dem teilverstaatlichten MDax-Konzern weitere Einsparungen vorantreibt, blieb zunächst weiterhin unklar – ebenso, wer den Aufsichtsrat künftig führen wird.

Am Freitag hatten überraschend sowohl Konzernchef Zielke als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann ihren Rücktritt angekündigt. Zielke, der die Bank seit Mai 2016 führt, hatte eine einvernehmliche Auflösung seines bis November 2023 laufenden Vertrages spätestens zum Ende des laufenden Jahres angeboten.

Großaktionär: Commerzbank-Führung habe "über Jahre eklatant versagt"

Schmittmann wird sein Mandat bereits zum 3. August 2020 niederlegen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will jedoch keiner der amtierenden Aufsichtsräte neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums werden. Eine externe Suche nach einem neuen Chefkontrolleur könnte den weiteren Prozess verzögern.

Zielke und Schmittmann reagieren mit ihrem Rückzug auf heftige Kritik von Investoren – namentlich des Großaktionärs Cerberus – am Kurs der Bank. Der US-Fonds hatte der Konzernführung vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben.

Cerberus ist mit rund fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank – nach dem deutschen Staat, der seit der Rettung des Instituts mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2009 größter Anteilseigner mit derzeit 15,6 Prozent ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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