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Reaktion auf Wirecard-Skandal: Scholz will Bafin ausbauen

Bankenaufsicht  

Reaktion auf Wirecard-Skandal: Scholz will Bafin ausbauen

22.07.2020, 11:54 Uhr | rtr

Reaktion auf Wirecard-Skandal: Scholz will Bafin ausbauen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Die Bafin soll mehr Geld bekommen. (Quelle: imago images/Future Image)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Die Bafin soll mehr Geld bekommen. (Quelle: Future Image/imago images)

Als Konsequenz aus dem Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard plant Finanzminister Olaf Scholz eine Verstärkung der Bankenaufsicht Bafin. Strengere Regeln soll es auch für Wirtschaftsprüfer geben.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will nach dem milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandal die Finanzaufsicht mit zusätzlichen Mitteln ausstatten. "Ich möchte eine schlagkräftige Behörde", sagte der SPD-Politiker der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Daher ist mir wichtig, dass die Bafin gut ausgestattet wird. Und wir werden hier weiter draufsatteln." Als Vorbild nannte er die US-Finanzaufsicht SEC, "die umfassendere Befugnisse hat und gegenüber den Finanzunternehmen mit einem großen Selbstbewusstsein auftritt".

Strengere Vorgaben für Wirtschaftsprüfer

Auch im Bereich der Wirtschaftsprüfer sieht Scholz Reformbedarf, wie er in dem Interview bekräftigte. "Es stellt sich schon die Frage, wie es sein kann, dass hoch qualifizierte, exzellent ausgebildete und teuer bezahlte Wirtschaftsprüfer einer Gesellschaft, die schon seit fast zehn Jahren die Abschlüsse von Wirecard geprüft hat, von all den jetzt augenscheinlichen Betrügereien nichts mitbekommen haben."

Scholz will den Prüfern strengere Vorgaben machen. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die kontrollierten Unternehmen nicht Druck machen können auf denjenigen, der sie kontrolliert. Das ist ja im heutigen System der Wirtschaftsprüfung quasi so angelegt."

In der Wirecard-Bilanz fehlen 1,9 Milliarden Euro, weswegen der Zahlungsabwickler zuletzt Insolvenz anmelden musste. Es ist einer der größten Finanzskandale in Deutschland. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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