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Paukenschlag bei E-Lkw-Bauer Nikola: Gründer Trevor Milton tritt zurück

Schwere Anschuldigungen  

Gründer von Tesla-Konkurrent Nikola tritt von Chefposten zurück

21.09.2020, 10:36 Uhr | rtr, fls

Paukenschlag bei E-Lkw-Bauer Nikola: Gründer Trevor Milton tritt zurück. Nikola-Gründer Trevor Milton (Archivbild): Der Geschäftsführer des Tesla-Konkurrenten räumt überraschend seinen Posten. (Quelle: Reuters)

Nikola-Gründer Trevor Milton: Der Geschäftsführer des Tesla-Konkurrenten räumt überraschend seinen Posten. (Quelle: Reuters)

Nach Anschuldigungen eines Börsen-Spekulanten nimmt der Chef des E-Lkw-Produzenten Nikola seinen Hut: Überraschend hat Firmengründer Trevor Milton angeboten, freiwillig seinen Posten zu räumen. Einen Nachfolger gibt es bereits.

Neue Unruhen beim E-Lastwagen-Hersteller Nikola aus den USA: Mitten im Streit mit dem Leerverkäufer Hindenburg verliert Nikola seinen Chef. Firmengründer und Chairman Trevor Milton sei an den Vorstand herangetreten und habe angeboten, freiwillig aus dem Amt auszuscheiden, teilte das Unternehmen mit. Als sein Nachfolger sei mit sofortiger Wirkung Stephen Girsky ernannt worden.

Nikola war zuletzt in den Fokus von Spekulanten geraten, die auf fallende Kurse der Aktie wetten. Anlass bot eine Analyse des Leerverkäufers Hindenburg. Dieser erhob schwere Vorwürfe gegen Nikola.

Unter anderem wirft er dem Unternehmen Betrug und Vetternwirtschaft vor. Es locke andere Autobauer wie General Motors mit falschen Versprechen in Partnerschaften. Außer Konzeptstudien habe Nikola nichts vorzuweisen. Einen Prototyp ihrer Lastwagen habe Nikola bei einer Präsentation nur den Berg runterrollen lassen – weil er nicht fahrtüchtig gewesen sei.

Behörden prüfen Anschuldigungen gegen Nikola

Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte den Shortseller Hindenburg seinerseits, er wolle den Aktienkurs manipulieren, um mit dem Kurssturz Geld zu machen. Daher denke man über rechtliche Schritte nach.

Hindenburg erklärte, Nikola habe die Anschuldigungen bislang nicht entkräften können: "Die Löcher in der Antwort sind groß genug, dass ein Laster durchrollen kann." Parallel dazu berichteten Medien, dass die US-Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium die von Hindenburg erhobenen Vorwürfe prüfen.

Leerverkäufer leihen sich Aktien, um diese sofort loszuschlagen. Sie setzen darauf, dass sie sich bis zum Rückgabe-Termin billiger mit den Papieren eindecken können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein. Diese Praxis wird im Börsenjargon "Short Selling" genannt. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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