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Mit diesem Gehalt trifft Sie die Inflation besonders hart

Von t-online, neb

Aktualisiert am 21.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Alles wird teurer: So entsteht die Inflation – und was daran auch gut sein kann. (Quelle: t-online)
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Der Gang in den Supermarkt wird immer kostspieliger: Viele Verbraucher spĂŒren die Inflation tagtĂ€glich, doch fĂŒr manche Haushaltstypen fĂ€llt sie ĂŒberdurchschnittlich hoch aus. Eine Gruppe ist besonders betroffen.

Heizöl, Benzin oder der schlichte Kopfsalat: Viele Produkte sind im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden. Die Inflation lag im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ungewöhnlich hoch bei 3,1 Prozent – besonders zum Jahresende zog die Teuerungsrate erneut an.


Kurz erklÀrt: Was ist eigentlich Inflation?

Die Redaktion Wirtschaft und Finanzen erklĂ€rt in fĂŒnf Bildern die Inflation und wie diese sich auf Verbraucher auswirkt.
Folgen der Inflation bemerken die Verbraucher meist zuerst im Supermarkt.
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Doch nicht alle Haushalte spĂŒren die höheren Preise gleich stark, zeigt eine neue Studie des gewerkschaftsnahen IMK-Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, die t-online vorliegt. WĂ€hrend fĂŒr Alleinstehende mit einem geringen Einkommen die Inflation fĂŒr ihre BedĂŒrfnisse unterdurchschnittlich stieg, zogen die Preise fĂŒr Familien mit Kindern und kinderlose Paare mit mittleren Einkommen ĂŒberdurchschnittlich an.

Das IMK nahm fĂŒr die Studie einen fĂŒr den jeweiligen Haushaltstyp ĂŒblichen Warenkorb und berechnete die spezifische Inflationsquote fĂŒr diese Gruppe. So betrug die Teuerungsrate fĂŒr einen Alleinstehenden mit geringem Einkommen im Dezember 4,4 Prozent.

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Höchster Inflationsstand seit 1992

Das liegt zwar ĂŒber dem Jahresschnitt, im Dezember lag die durchschnittliche Inflation in Deutschland allerdings bereits bei 5,3 Prozent – der höchste Stand seit 1992. FĂŒr Familien mit Kindern und kinderlose Paare mit mittleren Einkommen lag die Teuerungsrate dagegen mit 5,5 Prozent ĂŒberdurchschnittlich hoch.

"Grob zusammengefasst lĂ€sst sich schlussfolgern, dass die Inflation gegenwĂ€rtig nicht ĂŒberproportional Haushalte mit geringeren Einkommen trifft", bilanzierte IMK-Expertin Silke Tober.

So hoch sind die spezifischen Inflationsraten pro Haushaltstyp
- Single mit niedrigem Einkommen 4,4 Prozent
- Single mit mittlerem Einkommen 5 Prozent
- Single mit hohem Einkommen 4,7 Prozent
- Familie mit zwei Kindern und geringem Einkommen: 5,3 Prozent
- Familie mit zwei Kindern und mittlerem Einkommen 5,5 Prozent
- Familie mit zwei Kindern und hohem Einkommen: 5,4 Prozent
- Paar ohne Kinder mit mittlerem Einkommen: 5,5

Das bedeutet allerdings nicht, dass Haushalte mit geringen Einkommen die Inflation weniger hart bemerken. Denn bei geringen finanziellen Mitteln spĂŒren die Betroffenen die finanziellen Einschnitte deutlich schneller. Im vergangenen Jahr stiegen vor allem die Preise von Grundbedarfsmitteln, wie etwa fĂŒr Lebensmittel und Gas, Strom und Heizöl. Hier können Menschen mit geringen Einkommen kaum noch kĂŒrzen.

Soziale Ungleichheit zeigt sich in den Inflationsquoten

Und noch ein trauriger Grund fĂŒhrt dazu, dass bei Einkommensschwachen die spezifische Inflationsquote geringer ausfĂ€llt: Viele andere Waren und Dienstleistungen, deren Preise ebenfalls stark zugelegt haben, können sie sich ohnehin nicht leisten.

So entstanden die Zahlen:
Das IMK ermittelte auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts die fĂŒr unterschiedliche Haushalte typischen Konsummuster. Der Studie zufolge lĂ€sst sich somit gewichten, wer fĂŒr bestimmte Waren und Dienstleistungen – von Lebensmitteln ĂŒber Mieten, Energie und Kleidung bis hin zu Pauschalreisen – wie viel ausgibt. Daraus errechneten die Fachleute dann die haushaltsspezifische Preisentwicklung.

Der Lebensstil von Familien mit Kindern oder von kinderlosen Paaren mit mittleren Einkommen ist dagegen etwas gehobener. Ihr Warenkorb enthĂ€lt daher durchschnittlich auch Produkte, die nicht zum Grundbedarf gehören. Familien mit Kindern mit mittleren Einkommen und Paare ohne Kinder mit Ă€hnlichem Einkommen spĂŒrten die höheren Preise vor allem bei Benzin und anderen Ausgaben fĂŒrs Auto sowie die stark gestiegenen Heizkosten.

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Je nach LebensumstĂ€nden konnte die Inflation sogar 5,9 Prozent erreichen, etwa wenn ein kinderloses Paar mit mittleren Einkommen sowohl einen Verbrenner fĂ€hrt als auch mit Öl heizen muss. Paare ohne Auto und Gasheizung spĂŒrten dagegen eine deutlich geringere Belastung. Ihre spezifische Inflationsrate beziffert das IMK mit 3,8 Prozent. "Wir rechnen damit, dass sich die Inflation im laufenden Jahr wieder spĂŒrbar abschwĂ€cht", erlĂ€uterte Tober.

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