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Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung √ľbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Darum ist der Bitcoin nicht das neue Gold

Von Jessica Schwarzer

Aktualisiert am 20.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Die Kryptowährung Bitcoin (Symbolbild): Mancher Anleger sieht darin eine neue Form von Gold.
Die Kryptowährung Bitcoin (Symbolbild): Mancher Anleger sieht darin eine neue Form von Gold. (Quelle: Reuters-bilder)
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Die Kurse von Bitcoin und Co. sind zuletzt Achterbahn gefahren. Sicherer Hafen? Fehlanzeige. Eine Wette auf die Erholung nach dem Krieg? Vielleicht. Auf jeden Fall aber: hochriskant.

Kryptowährungen lösen bei vielen Anlegern geradezu Goldgräberstimmung aus, und eine ungeahnte Risikobereitschaft. Menschen, die Aktien meiden, weil diese angeblich viel zu riskant und noch dazu so schwankungsanfällig sind, lassen sich vom Hype um die Coins anstecken.

Hohe Gewinne locken, allerdings mitunter verbunden mit extrem schmerzhaften R√ľcksetzern. Aber das schreckt scheinbar nicht ab. Die Gier scheint gr√∂√üer, allen Abst√ľrzen zum Trotz. Auch in den vergangenen Wochen krachte es gewaltig. Und die Emotionen der Goldgr√§ber fuhren wohl mit den Kursen Achterbahn.

Seit Russlands Pr√§sident Wladimir Putin die Ukraine angegriffen hat, herrscht gro√üe Unsicherheit an den Finanzm√§rkten. Die Angst vor einer weiteren Eskalation hat Bitcoin, Ether, Ripple und Co. ebenso einbrechen lassen wie die Aktienm√§rkte, sogar noch viel st√§rker. So viel dazu, dass der Bitcoin das neue Gold ist, ein sicherer Hafen f√ľr st√ľrmische Zeiten. In der Krise st√ľrzt der Kurs ab.

Cyber-Währungen sind und bleiben hochriskant

Trotzdem haben Kryptow√§hrungen von ihrer Faszination scheinbar wenig verloren. Zumindest, wenn man in die einen oder anderen Onlineforen schaut oder einfach nur im Restaurant das Gespr√§ch am Nachbartisch belauscht. Der eine oder andere denkt schon √ľber den Einstieg nach, schlie√ülich gibt es Bitcoin, Ether, Ripple und Co. doch nun quasi zum Schn√§ppchenpreis.

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Geh√∂ren Sie auch dazu? Dann muss ich Sie warnen: Ein Investment in Cyber-W√§hrungen ist und bleibt hochriskant, auch nach dem j√ľngsten Absturz. Die Kursschwankungen sind enorm, nicht nur in Krisenzeiten, aber vor allem dann.

Und um es ganz deutlich zu sagen: Der Bitcoin ist nicht das neue Gold. Er ist kein sicherer Hafen, keine Versicherung in st√ľrmischen Zeiten. Im Gegenteil.

Kryptowährungen sind kein Gold

Schon im Corona-Crash hat sich gezeigt, dass sich der Bitcoin in solchen Phasen eher wie der Aktienmarkt verh√§lt. Das Muster war das gleiche wie zuletzt: fallende Kurse bei Aktien und Kryptos, aber ein steigender Goldpreis. Auch als Inflationsschutz taugen die Cyber-Token √ľbrigens wenig. Auch hier hinkt der Vergleich mit dem gelben Edelmetall gewaltig.

Die Börsenexpertin
Jessica Schwarzer ist Finanzjournalistin, Bestsellerautorin und langj√§hrige Beobachterin des weltweiten B√∂rsengeschehens. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit. Zuletzt ist ihr j√ľngstes Buch "Warum wirklich jeder entspannt reich werden kann" erschienen. Bei t-online schreibt sie alle zwei Wochen √ľber Investments und Finanztrends, die eine breit gestreute Basis-Geldanlage erg√§nzen. Sie erreichen sie auf LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram.

Kryptowährungen sind eine heiße Wette, sicher auch eine spannende Anlageklasse, aber sie bergen eben auch enorme Risiken. Auch, weil sie (noch) weitestgehend unreguliert sind. Gehandelt werden sie an speziellen Kryptobörsen, verwaltet in einer "Wallet", also einer digitalen Brieftasche.

Klingt irgendwie undurchsichtig? Wie sieht es mit Betr√ľgereien aus? Was, wenn das Passwort der "Wallet" verloren geht? Fragen, die viele bisher eher abgeschreckt haben.

Krypto-Finanzprodukte f√ľr das Depot

Doch viele dieser Fragen m√ľssen Sie sich eigentlich gar nicht mehr stellen. Denn es wird immer einfacher, bei diesem Hype mitzumachen. Denn mittlerweile k√∂nnen Anleger die Kryptow√§hrungen n√§mlich wie Aktien, Fonds oder ETFs in der traditionellen Finanzwelt handeln.

Sie m√ľssen also kein Konto bei einer Kryptob√∂rse wie Kraken, Coinbase oder Biance er√∂ffnen und lernen, wie Sie Ihre Kryptow√§hrungen selbst verwalten. Sie brauchen weder spezifisches Krypto-Vorwissen noch technische Kenntnisse. Das ganz normale Depot bei einer Bank oder einem Onlinebroker reicht aus. M√∂glich machen das kryptobasierte Finanzprodukte wie ETPs oder ETNs. Lesen Sie hier mehr zu Bitcoin-ETFs.

ETF, ETP, ETN? Ein ziemlicher Buchstabensalat, zugegeben. Er l√§sst sich aber leicht entwirren: ETP steht f√ľr Exchange Traded Product, also ein b√∂rsengehandeltes Produkt. Es ist der √úberbegriff f√ľr Produkte, die es m√∂glich machen, Dinge an der B√∂rse zu handeln, die man dort in ihrer urspr√ľnglichen Form nicht handeln kann. Egal, ob Index, Rohstoff oder eben Kryptow√§hrung.

So können Sie leicht in Kryptos anlegen

Zu den ETP z√§hlen auch die bei Privatanlegern immer beliebteren b√∂rsengehandelten Indexfonds, die Exchange Traded Funds ‚Äď kurz: ETFs. Au√üerdem gibt es ETNs, das steht f√ľr Exchange Traded Notes ‚Äď und hier kommen die Kryptos ins Spiel. Manche sprechen aber auch von Krypto-ETPs. Im Grunde macht das aber keinen Unterschied.

Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu den ETFs sind ETN kein Sondervermögen, sondern eine Inhaberschuldverschreibung. Fällt der Emittent aus, macht der Anleger Verluste. Nur der Vollständigkeit halber: Es gibt auch noch ETCs, also Exchange Traded Commodities. Mit ihnen können Anleger relativ einfach Rohstoffe wie Gold oder Silber handeln. Mehr zu Gold-ETCs lesen Sie hier.

Einzelner Coin oder Krypto-Korb

Aber zur√ľck zu unseren Kryptow√§hrungen. Die entsprechenden ETPs und ETNs sind unter anderem an der Deutschen B√∂rse und der B√∂rse Stuttgart handelbar. Allein an der B√∂rse Frankfurt sind 42 ETNs auf Krytpo-ETNs gelistet. Allein auf den Bitcoin gibt es 10 ETNs, unter anderem von Invesco , WisdomTree und Fidelity .

Etwas weniger bekannt ist sicherlich Ethereum, kurz Ether. Hier gibt es sieben Papiere, etwa von 21Shares oder CoinShares . Anleger k√∂nnen aber nicht nur auf einzelne Kryptos setzen, sondern auch auf Krypto-K√∂rbe. Mit dem 21 Shares Krypto Basket Index setzten Sie beispielsweise auf die f√ľnf gr√∂√üten Digitalw√§hrungen, wobei der Anteil des Bitcoin auf 50 Prozent begrenzt ist.

Denn der Bitcoin dominiert den Markt extrem. Ein weiteres Beispiel ist der VanEck Crypto Leaders . Investiert wird in die groŐą√üten und liquidesten digitalen VermoŐągenswerte.

Vorsicht vor hohen Geb√ľhren

Sollten Sie √ľber ein Engagement nachdenken, k√∂nnen Sie sich also entscheiden: Investieren Sie direkt in Kryptow√§hrungen, wof√ľr es einiges an Know-how braucht? Oder steigen Sie indirekt √ľber Krypto-Wertpapiere ein, die mittlerweile auch an herk√∂mmlichen B√∂rsen handelbar sind?

Ganz wichtig aber: Bitcoin, Ethereum und Co. sind sehr schwankungsintensiv und sollten nur eine spekulative Beimischung oder Portfolio-Erg√§nzung sein. Denn an den starken Schwankungen der Kryptow√§hrungen √§ndern auch die neuen Produkte nichts, die Risiken sind und bleiben hoch. Selbst wenn Sie via Krypto-Basket das Risiko etwas breiter streuen, bleibt es dabei. Apropos hoch: Das sind mitunter auch die Geb√ľhren der ETPs und ETNs. Vergleichen Sie bitte genau.

Sämtliche Artikel erarbeitet die t-online-Redaktion mit journalistischer Sorgfalt. Sie stellen keine spezifische Kauf- oder Anlageberatung dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information unserer Leser. Auf Finanzanalysen von Dritten hat die t-online-Redaktion keinen Einfluss.

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