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Uniper leidet unter Milliardenverlust

Von dpa-afx
17.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Das Uniper-Kraftwerk Datteln 4: Uniper bereitet die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks vor.
Das Uniper-Kraftwerk Datteln 4: Der Energiekonzern betreibt auch Kohlekraftwerke – sein Fokus auf russisches Gas beschert ihm nun aber Milliardenverluste. (Quelle: Marcel Kusch/dpa)
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Der deutsche Gaskonzern Uniper leidet unter den ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland. Besserungen sind erst in den kommenden Jahren zu erwarten.

Der angeschlagene Energiekonzern Uniper <DE000UNSE018> sieht nach einem Milliardenverlust im Zuge ausbleibender russischer Gaslieferung Besserung erst in den kommenden Jahren. "Für 2023 erwarten wir eine Ergebnisverbesserung und streben an, ab 2024 die Verlustzone zu verlassen", sagte Finanzchefin Tiina Tuomela am Mittwoch laut Mitteilung bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Düsseldorf.

Für das laufende Jahr erwartet Uniper infolge der deutlich reduzierten russischen Gaslieferungen ein negatives Ergebnis. Die Angabe einer adäquaten Bandbreite sei angesichts des volatilen Umfelds nicht möglich. In den ersten sechs Monaten rutschten die Düsseldorfer tief in die roten Zahlen.

6,5 Milliarden Verlust durch Unterbrechungen der Gaslieferungen

Der Konzernfehlbetrag belief sich im ersten Halbjahr auf über 12 Milliarden Euro. Mit 6,5 Milliarden Euro steht mehr als die Hälfte davon im Zusammenhang mit erwarteten künftigen Unterbrechungen der Gaslieferungen. Außerdem sind in der Summe bereits bekannte 2,7 Milliarden Euro Abschreibungen enthalten – unter anderem für die Pipeline Nord Stream 2.

Uniper spielt als größter deutscher Gasimporteur wegen der seit Wochen stark verminderten Gaslieferungen aus Russland eine zentral Rolle in der Gaskrise. Das Unternehmen muss wegen der Drosselung der Lieferungen und einer starken Abhängigkeit von Gas aus Russland nun teureres Gas auf dem Markt kaufen, um Verträge zu erfüllen.

Das führte zu Liquiditätsproblemen, weil Uniper die Preissteigerungen bislang nicht weitergeben konnte. Uniper beliefert mehr als 100 Stadtwerke und Industriefirmen. Um den Konzern zu stützen, wurde ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Es sieht unter anderem vor, dass der Bund mit 30 Prozent bei dem Düsseldorfer Unternehmen einsteigt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX
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