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Fahrverbot für E-Autos? Netzagentur gibt Entwarnung

Von t-online, fls

03.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Eine Ladesäule für E-Autos in Düsseldorf (Symbolbild): In der Schweiz müssen Elektroautos im Falle einer Strommangellage womöglich stehen bleiben. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer)
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Könnte es auch in Deutschland E-Auto-Fahrverbote geben, um einen Blackout zu verhindern? Die Netzagentur hat eine eindeutige Antwort.

Es ist eine Meldung, die diese Woche nicht nur bei Haltern von Elektroautos für Aufsehen gesorgt hat: Um einen möglichen Blackout vorzubeugen, erwägt die Schweiz als erstes Land Fahrverbote für E-Autos.

Demnach sind mehrere Eskalationsstufen möglich, bei der dritten heißt es in dem Entwurf der Verordnung über Beschränkungen und Verbote der Verwendung elektrischer Energie: "Die private Nutzung von Elektroautos ist nur für zwingend notwendige Fahrten gestattet (z.B. Berufsausübung, Einkäufe, Arztbesuche, Besuch von religiösen Veranstaltungen, Wahrnehmung von Gerichtsterminen)."

Nicht wenige Deutsche fragen sich jetzt: Wäre das auch hierzulande möglich? Muss ich im Falle von Stromknappheit ebenfalls mein E-Auto stehen lassen, darf ich es dann womöglich nicht mehr aufladen?

Netzagentur: "Kein Anlass für derartige Erwägung"

t-online hat dafür bei der Bundesnetzagentur angefragt, die als oberste Bundesbehörde nicht nur für die Gasversorgung zuständig ist, sondern auch für Stabilität der Stromnetze. Die Antwort: Entwarnung! "Derzeit besteht in Deutschland kein Anlass, derartige Maßnahmen in Erwägung zu ziehen", sagte eine Sprecherin auf t-online-Anfrage.

Auch sei die deutsche Gesetzeslage dafür nicht ausreichend. Demnach setzten die entsprechende Rechtsvorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) voraus, dass die Maßnahmen der Netzbetreiber "geeignet sein müssen, um der jeweiligen Bedrohung des Elektrizitätsversorgungssystems wirksam zu begegnen", heißt es seitens der Netzagentur.

Weiter sagte die Sprecherin: "Das kann nur nach Lage des Einzelfalls entschieden werden und ist angesichts des derzeit noch geringen Beitrags der Elektromobilität zum deutschen Stromverbrauch kaum anzunehmen. Ein Fahrverbot oder eine Einschränkung der Nutzung von E-Autos auf unbedingt notwendige Fahrten könnte auf die Vorschriften nicht gestützt werden." Kurz und knapp: Ein Vorgehen wie es die Schweiz erwägt, ist demnach in Deutschland weder nötig noch möglich.

Rund 840.000 Elektroautos in Deutschland

Ein Grund dafür dürfte auch sein, dass die Zahl der E-Autos in Deutschland weiter relativ klein ist. Zuletzt waren in Deutschland rund 840.000 Stromer zugelassen, was einem Marktanteil von 1,3 Prozent entspricht.

In der Schweiz ist dieser Anteil zwar nur verschwindend höher. Dort haben 1,5 Prozent der Wagen einen Elektroantrieb. Allerdings ist die Zusammensetzung des Strommix in der Alpenrepublik anders als in Deutschland. So stammen in der Schweiz 60 Prozent des produzierten Stroms aus Wasserkraft, 20 Prozent aus der Kernkraft und zehn Prozent aus Solarenergie.

All diese Energieformen sind gut geeignet, um die Grundlast-Nachfrage nach Strom zu bedienen. Für Nachfrage-Spitzen, wenn etwa viele Menschen zur selben Zeit Zuhause kochen – oder ihr E-Auto laden – ist die Schweiz oft auf Zulieferungen aus dem Ausland angewiesen.

Dennoch ist offen, inwieweit der E-Auto-Passus in der schweizerischen Verordnung in der Praxis zum Tragen kommt. Derzeit werden die Verordnungsentwürfe nur vorgehalten. Im Falle einer schweren Strommangellage würden die Maßnahmen an die aktuelle Situation angepasst und die Verordnungen erst dann in Kraft gesetzt werden.

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Verwendete Quellen
  • Antwort der Bundesnetzagentur auf eine Anfrage am 2.12.2022
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