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DKV-Report 2023: Deutsche werden immer träger


DKV-Report 2023
Studie warnt: Deutsche werden immer träger

Von afp, kma

Aktualisiert am 15.08.2023Lesedauer: 3 Min.
Blick in ein Büro: Die Deutschen sitzen immer länger.Vergrößern des BildesBlick in ein Büro: Die Deutschen sitzen länger als früher. (Quelle: monkeybusinessimages/getty-images-bilder)
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Immer weniger Bewegung und immer weniger Erholung vom Arbeitsalltag. Der neue DKV-Report zeigt, dass nicht einmal jeder Fünfte gesund lebt.

Die Deutschen werden einer Studie zufolge immer träger. Mit durchschnittlich 9,2 Stunden sitzt jeder Bundesbürger werktäglich eine halbe Stunde länger als noch im Pandemiejahr 2021. Das geht aus einem Report der Deutschen Krankenversicherung (DKV) und der Sporthochschule Köln hervor. Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren verbringen sogar mehr als 10 Stunden täglich sitzend auf der Arbeit oder vor dem Computer.

Menschen sitzen zu viel

Konkret brauchen die Bundesbürger im Schnitt knapp eine Stunde, um sitzend von einem Ort zum anderen zu gelangen. Weitere knapp 3,5 Stunden verbringen sie sitzend auf der Arbeit und mehr als 1,75 Stunden vor dem Fernseher. Fast 1,5 Stunden werden außerdem hockend an Computer oder Tablet verbracht und zusätzlich 1,75 Stunden in der sonstigen Freizeit. Insgesamt erhöhte sich damit die tägliche Sitzzeit binnen sieben Jahren im Schnitt um mehr als 1,5 Stunden.

Am wenigsten sitzen die Menschen demnach im Osten Deutschlands. Mit 8,4 Sitzstunden täglich sind die Brandenburger bundesweit noch am wenigsten träge. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen halten mit fast 10 Stunden werktäglicher Sitzzeit hingegen den Negativrekord.

Die Kriterien eines rundum gesunden Lebensstils erfüllt dem Report zufolge indes noch nicht einmal jeder Fünfte. Nur 17 Prozent der Befragten bewegen sich demnach ausreichend, ernähren sich ausgewogen, verzichten auf Nikotin und Alkohol und können mit ihrem Stress gut umgehen. Das sind zwar mehr als die 11 Prozent aus der Vorgängerstudie von 2021, aber das Niveau bleibt laut dem Report niedrig.

Anti-Stress-Strategien werden kaum genutzt

Auch Strategien zur Stressbewältigung wie aktive Arbeitspausen oder aktives Atmen werden lediglich von einer Minderheit angewandt. Nur 23 Prozent steuern bewusst die Atmung in konkreten Situationen. Um sich im Arbeitsalltag zu erholen, gehen 19 Prozent spazieren, 5 Prozent machen Übungen, bloß 4 Prozent nutzen häufig Entspannungstechniken.

Für die Umfrage, die bereits zum siebten Mal erhoben wurde, befragte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos vom 13. Februar bis zum 16. März insgesamt 2.800 Menschen zu ihren Lebensgewohnheiten.

Faktoren für einen gesunden Lebensstil

Neben körperlicher Aktivität und Stressausgleich gibt es einige andere Faktoren, die zu einem gesunden Leben beitragen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, Nichtrauchen sowie der maßvolle Konsum von Alkohol. Der DKV-Report vergleicht die einzelnen Bundesländer in diesen Kategorien, um einen anschaulichen Überblick zu bieten.

Im gesamten Ländervergleich zeigt sich, dass die Menschen im Südwesten den gesündesten Lebensstil pflegen. Rheinland-Pfalz und das Saarland teilen sich hier den ersten Platz, Nordrhein-Westfalen schneidet am schlechtesten ab. Dort schafft es nur jeder Achte, einem gesunden Lebensstil nachzugehen.

Im Vergleich der einzelnen Kategorien bestätigen sich einige Klischees, gleichzeitig gibt es auch überraschende Ergebnisse. So landet Bayern in der Kategorie Alkoholkonsum auf dem letzten Platz. Beim Rauchen bildet Hamburg das Schlusslicht, im Bereich Ernährung und körperliche Aktivität belegt der Stadtstaat jedoch Platz eins. Sehr aktiv sind außerdem Bayern und Baden-Württemberg, Berlin bewegt sich am wenigsten.

Ein positives Fazit der Studie: In Deutschland wird immer weniger geraucht. Die DKV sieht im Lebensstil der Deutschen viel ungenutztes Potenzial für ein gesünderes und damit besseres Leben. Vor allem die Verringerung der täglichen Sitzzeiten und ein bewussterer Umgang mit Stress könnten viel bewirken.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
  • DKV-Report 2023 "Wie gesund lebt Deutschland?"
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