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Verhütung ohne Hormone? Forscher entdecken neuen Wirkstoff


Verhütung für den Mann: Neuer Wirkstoff entdeckt

Von Laura Helbig

Aktualisiert am 18.01.2023Lesedauer: 2 Min.
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Spermien auf dem Weg zur Eizelle: Ein neuer Wirkstoff könnte verhindern, dass sie eindringen können.
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Noch immer ist Verhütung meist Frauensache. Doch Forscher haben einen Wirkstoff gefunden, der zur Verhütung beim Mann taugen könnte.

Verhütung ist noch immer ein kontroverses Thema. Sie ist oft Frauensache und viele Methoden kommen nicht ohne Hormone und Nebenwirkungen aus. Doch nun haben Forschende einen Wirkstoff entdeckt, der sich möglicherweise für ein neues Verhütungsmittel eignen könnte – für den Mann und ganz ohne Hormone.

Das Team um die Professorin Celia Santi von der Washington University School of Medicine in St. Louis hat die Studie in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht. Explizit geht es dabei um einen Wirkstoff, der das Spermium daran hindert, in die Eizelle einzudringen und mit ihr zu verschmelzen – also dem essenziellen Teil der Befruchtung.

Wissenschaftler entdecken Molekül, das Spermiem lahmlegt

Die Verschmelzung geschieht allerdings nur dann, wenn sich die Spannung an der Oberfläche des Spermiums ändert. Für diesen Vorgang muss ein sogenannter Ionenkanal aktiviert werden, der Kaliumionen aus der Zelle schleust. Bisher war Wissenschaftlern nicht klar, welcher Kanal im Spermium diese Aufgabe übernimmt.

Die Forscher um Santi testeten zahlreiche Wirkstoffe, um Substanzen zu finden, die die Ionenkanäle lahmlegen können – und wurden fündig. Der Studie zufolge hemmt ein Molekül mit der Bezeichnung VU0546110 gezielt den zuständigen Ionenkanal namens SLO3. Daraufhin sei es nicht zu den Vorgängen gekommen, die für das Verschmelzen von Eizelle und Spermium nötig sind.

Auf Basis des Moleküls VU0546110 könne den Wissenschaftlern zufolge ein Verhütungsmittel entwickelt werden, das sich diesen Effekt zunutze macht. Der große Vorteil: Die Substanz würde ausschließlich an dem Ionenkanal SLO3 wirken, Nebenwirkungen in den Zellen anderer Gewebe seien nach jetzigem Forschungsstand nicht zu befürchten.

Ist die Pille für den Mann in Reichweite?

Auch wenn die Entdeckung erfolgsversprechend klingt, sind noch einige Studien nötig. So müsse nachgewiesen werden, dass das Molekül auch im lebenden Organismus die Befruchtung verhindert, wie Timo Strünker, einer der Mitentdecker des Kanals vom Universitätsklinikum Münster, der Wissenschaftszeitung "Spektrum" erklärte.

Auch sei noch nicht klar, ob der Wirkstoff dazu tauge, eine "Pille für den Mann" zu erschaffen. Der Grund: "Der SLO3-Kanal und die Spermien müssen ja nicht im männlichen, sondern erst im weiblichen Körper ihre Funktion erfüllen", so Strünker.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • pnas.org: "A selective inhibitor of the sperm-specific potassium channel SLO3 impairs human sperm function" (Englisch, Veröffentlichung: 17. Januar 2023)
  • spektrum.de: "Wirkstoff lässt Spermien an der Eizelle abprallen"
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