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Zahnfüllung: Welche Zahnfüllung ist die beste?

Welche Zahnfüllung die beste ist

10.01.2011, 19:47 Uhr | jlu

Zahnfüllung: Welche Zahnfüllung ist die beste?. Zahnfüllung: Amalgam, Gold, Keramik oder Kunststoff? (Foto: Archiv)

Welche Zahnfüllung am besten ist, hängt davon ab, wo das Loch ist. (Foto: Archiv)

Autsch! Wenn die Zähne beim Eisessen oder Kaffeetrinken schmerzhaft ziehen, steckt oft Karies dahinter. Um einen Besuch beim Zahnarzt inklusive Bohren und Zahnfüllung kommt man jetzt nicht mehr herum. Doch muss das Loch wirklich mit Amalgam gefüllt werden? Oder zahlt die Krankenkasse vielleicht auch eine Zahnfüllung aus Gold, Kunststoff oder Keramik? Wir haben mit Dr. Dietmar Oesterreich, dem Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer, über die Kosten, die Vor- und Nachteile von Füllungen gesprochen.

Amalgam-Füllung ist nicht giftig

Welche Zahnfüllung in Frage kommt, ist von mehreren Faktoren abhängig, etwa vom Zustand des Zahnes, den ästhetischen Ansprüchen und den Kosten. Am besten erforscht ist der Füllstoff Amalgam, da er bis vor einigen Jahren in Verdacht stand, giftig zu sein und Kopfschmerzen oder Ausschlag hervorzurufen. "Keine wissenschaftliche Untersuchung konnte einen solchen Zusammenhang nachweisen", sagt Oesterreich. In seltenen Fällen kann das Material allerdings Allergien auslösen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Amalgam grau ist. Deshalb wird es vor allem im Bereich der Backenzähne eingesetzt, denn dort ist die graue Masse nicht so gut sichtbar. Die Vorteile der Füllung: "Sie stopft auch große Löcher, lässt sich leicht verarbeiten und hält bis zu 15 Jahre", erklärt der Zahnarzt. Bis auf Schwangere, Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit schweren Nierenerkrankungen ist eine Amalgamfüllung für jeden geeignet. Auch unmittelbar neben Goldkronen sollte das Material nicht eingesetzt werden.

Kunststoff-Füllungen sind so gut wie unsichtbar

Die meisten Zahnfüllungen bestehen heutzutage aber aus Kunststoff oder einem Gemisch aus Kunststoff und Zement, den sogenannten Kompomeren. Ein Grund dafür ist die Ästhetik. "Die Füllung ist zahnfarben und wird deshalb von vielen Patienten bevorzugt", weiß der Zahnarzt. Außerdem lassen sich mit Kunststoff besonders kleine Löcher füllen, ohne dass der Zahnarzt umfangreich zum Bohrer greifen muss. Werden hingegen große Löcher mit Kunststoff behandelt, besteht die Gefahr, dass sich unter der Füllung erneut Karies bildet. Der Grund: Das Material schrumpft beim Kauen und sitzt dadurch nicht mehr richtig auf den Zähnen - Kariesbakterien haben dann ein leichtes Spiel. Bei einigen Patienten löst die Kunststofffüllung auch Allergien aus. In der Regel halten die Füllungen sechs bis zehn Jahre.

Zahnfüllungen aus Gold und Keramik müssen im Labor hergestellt werden

Amalgam und Kunststoff zählen zu den plastischen Füllungen, da sie direkt im Mund eingepasst werden. Anders Gold und Keramik: Die auch als Inlay bezeichneten Füllungen werden nach einem Zahnabdruck im Labor hergestellt und erst dann eingesetzt. Für Inlays spricht, dass sie bis zu 15 Jahre halten. Keramikfüllungen haben zudem den Vorteil, dass sie sehr gut verträglich sind. Einsätze aus Gold ist besonders lange haltbar, kann aber sehr selten auch Allergien auslösen. Ein weiteres Manko von Gold- und Keramikfüllungen: Der Arzt muss den Zahn speziell präparieren, dabei geht auch ein Teil des gesunden Zahns verloren.

Kassen zahlen auch für Kunststoff

Doch wie viel kosten die verschiedenen Zahnfüllungen? "Das ist abhängig vom Material und der Größe der Füllung", erklärt Oesterreich. Amalgamfüllungen zahlt die Krankenkasse, sie kosten den Patienten nichts. Auch für die Kosten einer Kunststofffüllung kommt die Kasse auf - vorausgesetzt, der kaputte Zahn ist im vorderen, also sichtbaren Mundbereich. Ansonsten zahlen die Versicherungen nur einen Zuschuss. Dieser ist so hoch wie der Betrag, den eine Amalgamfüllung kosten würde. Wer zum Beispiel eine Kunststofffüllung im Backenzahn haben möchte, muss in der Regel 50 bis 200 Euro zahlen. Wer ein Inlay aus Gold- oder Keramik möchte, muss noch tiefer in die Tasche greifen. "Diese Füllmaterialien kosten zwischen 300 und 500 Euro" sagt der Zahnarzt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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