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Wieder deutlich mehr Organspender in Deutschland

Hoffnung für Patienten  

Deutlicher Anstieg bei Organspenden – Dennoch keine Entwarnung

11.01.2019, 13:04 Uhr | dpa

Wieder deutlich mehr Organspender in Deutschland. Organspendeausweis: Damit erklärt die Person, ob sie einverstanden ist, sämtliche oder einige Organe zu spenden. (Quelle: dpa/Daniel Maurer)

Organspendeausweis: Damit erklärt die Person, ob sie einverstanden ist, sämtliche oder einige Organe zu spenden. (Quelle: Daniel Maurer/dpa)

9.400 Patienten warten in Deutschland dringend auf Spenderorgane. Ihre Aussichten haben sich zwar verbessert. Doch auch ein Anstieg von knapp 20 Prozent reicht noch lange nicht aus.

Erstmals seit 2010 ist die Zahl der Organspender in Deutschland wieder deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr haben 955 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für schwerkranke Patienten gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilt.

Im Vergleich zu 2017 ist dies eine Steigerung von knapp 20 Prozent, damals gab es nur 797 Spender. Damit kommen nun 11,5 Spender auf eine Million Einwohner.

Zahl der Spender steigt – doch die Warteliste ist lang

Von diesen Spendern wurden der Mitteilung zufolge 3.113 Organe durch die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant erfolgreich an Patienten der acht Mitgliedsländer vermittelt. Darunter waren 1.607 Nieren, 295 Herzen, 779 Lebern, 338 Lungen, 91 Bauchspeicheldrüsen sowie 3 Dünndärme. Das sind 519 Organe mehr als in 2017.

Jeder deutsche Spender habe damit im Durchschnitt drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt, heißt es von der DSO. Gleichzeitig konnten in deutschen Kliniken 3.264 Organe verstorbener Spender transplantiert werden. Im Jahr 2017 waren es 2.765 Organübertragungen.

Aktuell stehen in Deutschland der DSO zufolge noch immer rund 9.400 Patienten auf den Wartelisten für eine Organtransplantation. Die Stiftung wertet die Zahlen als "ersten Hoffungsschimmer" für wartende Patienten. Entscheidende Verbesserungen könnten die derzeit vom Bundestag geplanten Reformen zur Organspende bringen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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