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USA: Erste Organtransplantation bei HIV-Patienten – medizinischer Durchbruch

Neue Hoffnung für Patienten  

Erste Organtransplantation unter HIV-Infizierten

29.03.2019, 13:01 Uhr | AFP

USA: Erste Organtransplantation bei HIV-Patienten – medizinischer Durchbruch. Organtransplantation: Bisher glaubten Ärzte, eine Organspende sei für HIV-Infizierte zu riskant. (Quelle: imago images/Symbolbild/ZUMA Press)

Organtransplantation: Bisher glaubten Ärzte, eine Organspende sei für HIV-Infizierte zu riskant. (Quelle: Symbolbild/ZUMA Press/imago images)

Ärzten in den USA ist ein medizinischer Durchbruch gelungen: Zum ersten Mal ist eine Organtransplantation unter Trägern des HI-Virus vorgenommen worden.

Wissenschaftler in den USA haben einen weiteren Erfolg bei der medizinischen Behandlung von HIV-Infizierten erzielt: Chirurgen transplantierten erstmals die Niere einer infizierten Organspenderin zu einem ebenfalls infizierten Empfänger.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore handelte es sich dabei um eine Premiere. Bislang waren Organtransplantationen bei Trägern des HI-Virus nicht vorgenommen worden. Für Infizierte, die auf ein Spenderorgan warten, besteht damit neue Hoffnung.

Große Fortschritte in der HIV-Behandlung

Wissenschaftler waren bislang davon ausgegangen, dass es für HIV-Infizierte zu riskant wäre, eine Niere zu spenden und dann mit nur einer verbleibenden Niere weiterzuleben. Dass Ärzte nun doch eine solche Operation vorgenommen haben, verdeutlicht ihr Vertrauen in die großen Fortschritte der HIV-Behandlung: Mit anti-retroviralen Medikamenten, welche die Zahl der Erreger im Körper massiv senken, können die Infizierten ein fast normales Leben führen – und kommen eben auch als Organspender in Frage.


Der Chirurg Dorry Segev von der Johns-Hopkins-Universität wies darauf hin, dass allein in den USA etwa tausend HIV-Infizierte auf ein Spenderorgan warteten. Bislang kam für solche Patienten nur die Organentnahme an verstorbenen HIV-Infizierten in Frage.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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