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Panikattacken: Nach Schlaganfall und Herzinfarkt droht Trauma

Panikattacken  

Nach Schlaganfall und Herzinfarkt droht Trauma

10.04.2019, 13:14 Uhr | dpa

Panikattacken: Nach Schlaganfall und Herzinfarkt droht Trauma. Betroffene können nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt das Vertrauen in ihren Körper verlieren.

Betroffene können nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt das Vertrauen in ihren Körper verlieren. Das führt oft zu Panikattacken. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Zürich (dpa/tmn) - Ein überstandener Herzinfarkt oder Schlaganfall kann bei Betroffenen ein Trauma verursachen. Wie äußert sich das und was kann man dagegen tun?

10 bis 20 Prozent der Patienten entwickeln nach solchen lebensbedrohlichen Krankheiten eine Posttraumatische Belastungsstörung, sagt Prof. Robert von Känel, Klinikdirektor am Universitätsspital Zürich, in der Zeitschrift "Good Health".

Die Schwere des Infarkts oder Anfalls spielt dabei keine Rolle, so der Experte. Entscheidend ist, wie bedrohlich die Patienten ihn selbst erlebt haben. Jüngere entwickeln ein solches Trauma dabei eher als Ältere, Frauen etwas häufiger als Männer. Und auch Angehörige von Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Patienten können ein Trauma entwickeln - unabhängig davon, ob die Betroffenen das selbst tun.

Trauma-Betroffene verlieren das Vertrauen in ihren Körper, erklärt der Experte. Das äußert sich zum Beispiel in Form von Panikattacken, Schlafstörungen aus Angst vor weiteren Anfällen, oder auch in Form von Gleichgültig- und Teilnahmslosigkeit. Damit drohen auch weitere gesundheitliche Konsequenzen: So wollen sich die Betroffenen zum Beispiel nicht an ihre Krankheit erinnern - und nehmen wichtige Medikamente deshalb seltener oder sogar gar nicht.

Von alleine heilt eine Posttraumatische Belastungsstörung oft nicht, so von Kränel. Einmal erkannt, ist das Trauma aber in vielen Fällen gut behandelbar - teils mit Medikamenten, oft auch allein durch eine Therapie (Ausgabe 4/2019).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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